S04 zieht die Zügel an

Schalke 04: Trainer mit Brandrede – heftige Breitseite für einen Neuzugang

In Rostock gewann der S04. Aber zuvor hatte Dimitrios Grammozis eine Wutrede gehalten. Ziel seiner Kritik war eine Leihgabe der Königsblauen.

Gelsenkirchen – Dieser Denkzettel hatte sich schon nach der 1:2-Niederlage des FC Schalke 04 gegen den Karlsruher SC angedeutet. Wie heftig dieser ausfiel, war allerdings nicht klar. Bis jetzt.

NameDarko Churlinov
Geboren11. Juli 2000 (Alter 21 Jahre), Skopje, Nordmazedonien
Aktuelles TeamFC Schalke 04

FC Schalke 04: Abreibung für Darko Churlinov – Dimitrios Grammozis verpasst Denkzettel

Die Rede ist von Darko Churlinov, der beim 2:0-Sieg des FC Schalke 04 in Rostock plötzlich nicht mehr in der Startelf wiederzufinden war. Die Leihgabe vom VfB Stuttgart musste auf der Bank Platz nehmen und wurde nicht einmal eingewechselt.

Der vielseitig einsetzbare 21-Jährige bekam damit von Trainer Dimitrios Grammozis einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Die Abreibung fiel offenbar sogar viel deutlicher aus, als zunächst angenommen.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis wegen Darko Churlinov sauer

Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? „Darko hat heute leider nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“, kritisierte Dimitrios Grammozis nach der 1:2-Pleite des S04 gegen den KSC und nach der offiziellen Pressekonferenz auf Nachfrage von RUHR24 deutlich, warum unter anderem die Umsetzung des vorgenommenen Plans scheiterte.

Denn der 43-Jährige hatte zuvor mehrfach angedeutet, was sein Trainer-Team und er sich vorgenommen hatten. Zu sehen war davon allerdings an dem besagten 17. September nicht viel. Eine große Mitschuld trug offenbar Darko Churlinov, der wieder als offensiver Rechtsverteidiger in der Fünfer-Abwehrkette aufgeboten worden war. Wie in den vier Spielen zuvor auch schon.

Darko Churlinov applaudierte den nach Rostock mitgereisten S04-Fans nur als Reservist.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis kritisiert Darko Churlinov für KSC-Auftritt

„Es gab so viele Aktionen, bei denen er hätte aufdrehen, weiter dribbeln und dann den Stürmer hätte suchen müssen. Stattdessen ist er oft schnell nach innen gezogen und hat das Eins-gegen-Eins-Duell gesucht“, ärgerte sich Dimitrios Grammozis, denn das Team hatte in den Tagen zuvor immer wieder einen speziellen Spielaufbau über einen Innenverteidiger und ihn trainiert.

Der Trainer des FC Schalke 04 machte Darko Churlinov in der Halbzeitpause darauf aufmerksam, da es zuvor „zu viel war“. Doch entweder kam es bei dem nordmazedonischen Nationalspieler nicht richtig an oder aber er setzte es trotzdem nicht um. Für den Chef-Trainer des S04 war es so oder so zu viel des Guten, wie er anschließend erklärte.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis ärgert sich über Darko Churlinov im KSC-Spiel

„Das ist das, was mich ärgert. Wir hatten mehrere gute Optionen. Wenn wir keine Optionen gehabt hätten, wäre es scheiße gewesen. Aber sie waren da und das ärgert mich.“

Wegen Kiefer-Problemen trainiert Darko Churlinov im Moment sicherheitshalber mit einer Maske.

Dimitrios Grammozis nahm kein Blatt vor dem Mund. Und scheute sich dann auch nicht, seinen Worten Taten folgen zu lassen. Beim S04-Spiel in Rostock fand sich Darko Churlinov auf der Bank wieder. Mehmet-Can Aydin, der erst im letzten Drittel der vergangenen Saison sein Profi-Debüt auf Schalke feierte, bekam den Vorzug, was offenbar nur konsequent war, wie sich nun herausstellt.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis hält Wutrede und kritisiert Darko Churlinov scharf

Denn laut Sport Bild wurde Darko Churlinov nach der Heimpleite gegen den KSC scharf kritisiert. Dimitrios Grammozis soll eine wahre Wutrede gehalten haben.

Die Karten für die Leihgabe vom VfB Stuttgart scheinen erst einmal nicht so gutzustehen. Denn nicht nur, dass er in Rostock gar nicht spielen durfte. Sogar Timo Becker und Henning Matriciani wurden ihm als Einwechselspieler vorgezogen. Das Duo war bislang in dieser Saison kaum bis gar nicht berücksichtigt worden – und nun haben die „Knappen“ drei der vergangenen vier Spiele gewonnen.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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