Erste Krise beim S04

Schalke 04 taumelt: Rouven Schröder widerspricht dem Trainer deutlich

Nach der 1:4-Klatsche bei Jahn Regensburg herrscht beim FC Schalke 04 schon wieder Krisenstimmung. Besonders in einem Punkt sind sich Sportdirektor und Trainer uneinig.

Gelsenkirchen – Ganze vier Spieltage hat es gedauert, ehe die königsblaue Aufbruchstimmung einen ersten deutlichen Dämpfer erhielt. Nach der 1:4-Demontage bei Jahn Regensburg findet sich der FC Schalke 04 in der bitteren Realität des deutschen Fußball-Unterhauses wieder.

Verein FC Schalke 04
Trainer Dimitrios Grammozis
Gründung4. Mai 1904
StadionVeltins-Arena

Widersprüche bei Schalke 04: Rouven Schröder und Dimitrios Grammozis mit Erklärungsversuchen

Vier Punkte aus vier Spielen. Zu mehr als Tabellenplatz 13 reicht die magere Punkteausbeute des S04 aktuell nicht.

Entsprechend groß war der Erklärungsbedarf nach dem fußballerischen Offenbarungseid in der Oberpfalz. Insbesondere Cheftrainer Dimitrios Grammozis und Sportdirektor Rouven Schröder standen dabei im Fokus.

Schalke 04 in der Krise: Dimitrios Grammozis erklärt S04-Niederlage bei Jahn Regensburg

„Es war zu wenig – und wenn man dann noch drei Standardgegentore kassiert, ist das alles in allem sehr negativ heute“, fiel das Fazit von Dimitrios Grammozis nach Spielende aus. „Wir müssen versuchen, nicht nur in der Kabine eine Mannschaft zu sein, sondern diese auch auf dem Platz zu werden. Dafür arbeiten wir jeden Tag hart“, so der 43-Jährige.

„So wie heute dürfen wir uns aber nicht präsentieren und in dieser Höhe verlieren“, fuhr der Übungsleiter der „Knappen“ fort. Mit Jahn Regensburg stand dem S04 eine gut eingespielte Mannschaft gegenüber. Eine Tugend, die auf den Bundesliga-Absteiger noch nicht zutrifft.

S04-Cheftrainer Dimitrios Grammozis steht nach vier Spieltagen bereits in der Kritik.

Krisenstimmung bei Schalke 04: Dimitrios Grammozis verrennt sich in Widerspruch

„Ich will das nicht immer als Ausrede nehmen, dass wir eine zusammengewürfelte Mannschaft sind“, gibt Dimitrios Grammozis ebenfalls nach der Schlappe vom 4. Spieltag zu Protokoll. Nur, um wenige Minuten später anzuführen, dass „uns klar war, dass es keine einfache Saison wird. Wir hatten fast 30 Bewegungen an Zu- und Abgängen. Das haben manche in vier Jahren.“

Ein deutlicher Widerspruch. Denn entweder zählt die Neuzusammenstellung der Mannschaft als Argument für den holprigen Start oder nicht. Generell ist das Bild der zusammengewürfelten Truppe eines, das der „königsblauen“ Anhängerschaft bereits bekannt vorkommen dürfte. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass der Cheftrainer des FC Schalke 04 die vielfachen Kader-Bewegungen in dieser Saison argumentativ ins Feld führt.

Schalke 04: Rouven Schröder widerspricht Dimitrios Grammozis nach Niederlage gegen Jahn Regensburg

Unabhängig von den Aussagen von Dimitrios Grammozis wollte Rouven Schröder auf der anderen Seite nach der Niederlage bei Jahn Regensburg nichts dergleichen gelten lassen: „Eines ist klar: Das ist zu wenig für unseren Anspruch. Das hat auch mit der zusammengewürfelten Mannschaft nichts zu tun, dass viele Neue da sind. Wir hatten acht in der Startformation – 13 im gesamten Kader“, so der Sportdirektor des S04.

Dies sei trotzdem „kein Alibi und keine Entschuldigung für das Spiel heute. Und da erwarten wir natürlich mehr und die Spieler tun das auch“, legt der 45-Jährige nach Spielende im Gespräch mit dem Sportsender Sky nach.

Schalke 04: Kritik an Dimitrios Grammozis wächst – Rouven Schröder will Dinge offen benennen

In diesem Punkt sind sich Rouven Schröder und Dimitrios Grammozis nach dem Debakel von Regensburg also offensichtlich uneins. Trotz aller Kritik von außen muss der 43-Jährige intern noch nicht um seinen Job bangen.

„Wir legen jetzt nicht alles in Schutt und Asche. Das wäre der völlig falsche Ratgeber, aber wir müssen Dinge offen benennen“, stellt Sportdirektor Rouven Schröder klar. Laut Dimitrios Grammozis bliebe man intern ruhig. Denn „wir wissen, was wir wollen und was wir können.“

Eine erste Gelegenheit der Wiedergutmachung hat der S04 am Samstag (28. August, 20.30 Uhr) im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Aus Schalke-Sicht bleibt zu hoffen, dass die „zusammengewürfelte Mannschaft“ alsbald in die Spur findet.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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