S04 will sich neu aufstellen

Schalke 04 sucht tatsächlich Schneider-Nachfolger: Ex-Manager im Visier

Jochen Schneider FC Schalke 04 PK Mikrofon Enttäuschung
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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Nach RUHR24-Informationen lotet der FC Schalke 04 Nachfolge-Kandidaten für Sportvorstand Jochen Schneider aus.

Wie lange hat Jochen Schneider noch die sportliche Verantwortung beim krisengeschüttelten FC Schalke 04? Die Anzeichen verdichten sich, dass seine Zeit beim S04 abgelaufen ist.

Gelsenkirchen – Ohne Umschweife hat Sportvorstand Jochen Schneider (50) bereits zugegeben, dass er bei einem Abstieg des FC Schalke 04 den S04 verlässt. Die Ausgangslage für die „Knappen“ ist nach 18 von 34 Spieltagen bekannt. Der Klassenerhalt wäre aufgrund des bisher „Erreichten“ historisch und käme daher einem kleinen Wunder gleich.

NameErik Stoffelshaus
Geboren14. Dezember 1970 (Alter 50 Jahre), Mülheim an der Ruhr
AusbildungRuhr-Universität Bochum

FC Schalke 04: Jochen Schneider schließt einen sofortigen Rücktritt beim S04 aus

Unabhängig davon müssten sich beim FC Schalke 04 aber eigentlich sofort grundlegende Strukturen ändern, was eine Freistellung von Jochen Schneider inkludiert. Doch danach sah und sieht es bislang nicht aus.

Einen Rücktritt beim S04 hat Jochen Schneider bereits wiederholt ausgeschlossen. Im königsblauen Aufsichtsrat wird er aber schon seit Längerem kritisch gesehen.

FC Schalke 04 sucht nach RUHR24-Informationen einen Nachfolger für Jochen Schneider

Offiziell widersprach der FC Schalke 04 am 17. Januar auf seiner Homepage einem Bericht, wonach der Klub einen Nachfolger für Jochen Schneider suche. „Die Aussagen der kicker-Meldung sind falsch. Der Aufsichtsrat arbeitet nicht daran, einen Nachfolger für Jochen Schneider zu finden“, ließ sich der Aufsichtsratsvorsitzende Jens Buchta (57) zitieren.

Doch nach RUHR24-Informationen trifft die Recherche des Fachmagazins zu. Demnach lotet das Gremium schon seit Wochen mögliche Kandidaten aus, die als Sportdirektor beim S04 infrage kommen.

Jochen Schneider steht beim FC Schalke 04 stark in der Kritik. Der Aufsichtsrat beschäftigt sich bereits mit einem Nachfolger für den Sportvorstand.

FC Schalke 04: Erik Stoffelshaus als S04-Sportdirektor und Nachfolger von Jochen Schneider im Gespräch

Passend dazu berichtete die Sport Bild am Mittwoch (27. Januar), dass Erik Stoffelshaus (50) ein Nachfolge-Kandidat für Jochen Schneider von Aufsichtsratsmitgliedern sei. Der 50-Jährige arbeitete einst zwischen 1998 und 2009 in verschiedenen Funktionen für den FC Schalke 04.

Unter anderem war der gebürtige Mülheimer drei Jahre lang Teammanager an der Seite vom damaligen Manager Andreas Müller (58) und maßgeblich an Transfers wie beispielsweise von Jermaine Jones (39), Ivan Rakitic (32) und Jefferson Farfan (36) beteiligt. Der Fußball-Funktionär betont seit Jahren immer wieder, dass er dem S04 alles zu verdanken habe.

FC Schalke 04: Erik Stoffelshaus will Spekulationen um mögliche S04-Rückkehr nicht kommentieren

Zu Spekulationen wolle er aber keine Stellung beziehen, wie Erik Stoffelshaus gegenüber RUHR24 zu Protokoll gab. Dabei würde der 50-Jährige, der aktuell mit seiner Familie in Hessen lebt, aus verschiedenen Gründen gut als Sportdirektor zum FC Schalke 04 passen.

Während der WM 2018 in Russland war Erik Stoffelshaus als Sportdirektor von Lokomotive Moskau ein gefragter Mann für die deutschen Medien. Nun könnte er beim FC Schalke 04 in den Fokus rücken.

Drei Jahre Erfahrung sammelte er in verantwortlichen Positionen in Kanada, ehe es für ihn weiter zu Lokomotive Moskau ging. Eineinhalb Jahre nach seiner Ankunft feierte der russische Erstligist nach 14 Jahren wieder die Meisterschaft. Der Pokal wurde bereits wenige Monate nach seiner Ankunft eingefahren. Ende 2018 verließ er die russische Hauptstadt nach knapp zwei Jahren wieder.

FC Schalke 04: Erik Stoffelshaus kommt aus der Region, hat Erfahrung und kennt den S04

Darüber hinaus kennt Erik Stoffelshaus den FC Schalke 04 aus seiner Vergangenheit bestens und weiß, wie das Umfeld tickt. Ein Umstand, der ihm neben seinem internationalen Netzwerk insbesondere dieses Jahr wegen der sensiblen Situation am Berger Feld mehr als nur helfen würde.

Dem 50-Jährigen wäre aus alter Verbundenheit zu seinem Ex-Klub vermutlich herzlich egal, ob er ihn in der 1. oder 2. Liga sportlich führen dürfte. Ähnliche Kandidaten, die nicht nur Erfahrung mit dem Geschäft, sondern ein solch nervöses Umfeld kennen, sind rar gesät. Der Druck wäre immens, schließlich würden die „Knappen“ bei einem Abstieg einen sofortigen Wiederaufstieg anpeilen.