Abschied vom S04

Rückzug aus dem Aufsichtsrat: Warum Huub Stevens den FC Schalke 04 jetzt endgültig verlässt

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Huub Stevens hat genug. Er beendet seine Tätigkeit im Aufsichtsrat des FC Schalke 04.

Huub Stevens verlässt den FC Schalke 04 endgültig. Bei der Mitgliederversammlung wird er nicht mehr für ein Amt im Aufsichtsrat zur Verfügung stehen.

Gelsenkirchen - Nach drei Jahren im Aufsichtsrat des FC Schalke 04 ist Schluss. Bei der kommenden Mitgliederversammlung des S04 am 13. Juni tritt Huub Stevens (67) nicht mehr an. Im Herzen bleibt er aber für immer Schalker.

NameHuub Stevens
Aktueller VereinFC Schalke 04
PositionAufsichtsrat

Huub Stevens verlässt Schalke 04: Das plant der ewige Schalker jetzt

Den Rückzug der Vereinslegende verpackte der S04 geschickt in einem Interview. „04 Fragen an Huub Stevens zu seiner Zukunft“ lautete die Überschrift auf der vereinseigenen Homepage.

Hinter den unverdächtigen Worten steckte die Ankündigung des Niederländers, sich in Zukunft endlich mehr der Familie widmen zu wollen. Und damit im Sommer dem Aufsichtsrat des FC Schalke 04 den Rücken zu kehren, wie Uwe Kemmer (56) das im Winter bereits getan hat.

Schalke 04: Huub Stevens verlässt Aufsichtsrat - Familie steht nun im Vordergrund

Im Gegensatz zu Uwe Kemmer tritt Huub Stevens aber nicht wegen unüberbrückbarer Differenzen mit den anderen Mitgliedern des Gremiums zurück, er tritt einfach nur nicht mehr an. Im fortgeschrittenen Alter steht nun die Familie im Vordergrund, die zuletzt immer wieder zurückstecken musste.

Kurz vor Weihnachten war Huub Stevens sogar noch einmal auf die Trainerbank zurückgekehrt. Mit einem 3:1-Sieg gegen den SSV Ulm qualifizierte sich Schalke für das Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg (zum Live-Ticker).

Ein letztes Mal an der Seitenlinie: Huub Stevens am 22. Dezember beim Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen den SSV Ulm.

Schalke 04: Huub Stevens „konnte natürlich nicht Nein sagen“, aber jetzt soll Schluss sein

„Der Verein hat mich in sehr schwierigen Situationen gebraucht. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen, es ging um meinen, um unseren FC Schalke 04“, lässt sich der „Knurrer aus Kerkrade“ zitieren. Ein (vorläufig) letzter Liebesdienst für den Herzensverein. Nun soll endlich der Rückzug ins Privatleben erfolgen.

Ich bin 67 Jahre alt und glaube, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, mich nur noch um meine Familie zu kümmern. Das betrifft natürlich in erster Linie meine Frau, die im Dezember wieder viel Zeit ohne mich auskommen musste, als ich auf die Trainerbank zurückgekehrt bin. Dazu kommen aber auch meine Kinder und vor allem meine Enkelkinder, die in Berlin leben. Wegen der Corona-Pandemie konnte ich sie leider zuletzt gar nicht mehr sehen. Wenn sich die Situation in den nächsten Monaten bessert, freue ich mich jetzt schon sehr darauf, viel Zeit mit ihnen zu verbringen.

Huub Stevens über seinen Abschied vom FC Schalke 04

Schalke 04: „Einmal Schalker, immer Schalker“ - Huub Stevens erneuert Versprechen

Huub Stevens möchte sich im Rentenalter seiner Ehefrau Toos und der Familie widmen. Sohn Maikel, Tochter Laura und die Enkelkinder wohnen in Berlin. „Ich freue mich jetzt schon sehr darauf, viel Zeit mit ihnen zu verbringen“, so Stevens.

Klar ist aber: Ganz ohne den S04 geht es für den Erfolgstrainer nicht, der Schalke 1997 ins UEFA-Pokal-Finale geführt hat und diesen dann bekanntlich gewann. „Für mich gilt wie für viele: Einmal Schalker, immer Schalker“, erneuerte Huub Stevens das Versprechen, das er schon das eine oder andere Mal gegeben hatte.

Schalke 04: So ganz geht Huub Stevens trotz des Abschiedes vom Aufsichtsrat nicht

Der Klub könne auch weiterhin auf ihn zählen: „Schalke 04 bleibt immer mein Verein. Ich stehe natürlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und möchte und werde mich auch weiter einbringen, nur eben nicht mehr in einem offiziellen Amt.“

Einen Aufruf zu seinem S04-Schluss von Huub Stevens, über den auch WA.de berichtet, ließ er sich natürlich nicht nehmen: „Ich möchte an dieser Stelle nur noch einen Appell loswerden: Egal wie die Saison ausgeht, Schalke kann und wird am Ende nur zusammen erfolgreich sein. Das gilt für Fans, Mitglieder und auch die Gremien.“