Planungen für den Sommer 2022

Schalke 04: Nicht-Aufstieg wäre Problem – nächste Sparmaßnahme droht

Als Tabellenvierter ist dem FC Schalke 04 die Bundesliga-Rückkehr alles andere als sicher. Gelingt der Wiederaufstieg nicht, müssen womöglich weitere Sparmaßnahmen her.

Gelsenkirchen – Für den FC Schalke 04 war der Bundesliga-Abstieg im Sommer 2021 nicht nur aus sportlicher Sicht ein heftiger Rückschlag. Der arg finanziell gebeutelte S04 musste sogar eine E-Sport-Lizenz für 25 Millionen Euro verkaufen. „Mit Blick auf die derzeitige Budget- und Kaderstruktur – all die bekannten und öffentlich diskutierten Herausforderungen – war sie alternativlos. So ehrlich müssen wir sein“, sagte Sportvorstand Peter Knäbel nach dem Verkauf.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
StadionVeltins-Arena
OrtGelsenkirchen

Schalke 04 vor Problem: Beim Nicht-Aufstieg droht weitere Sparmaßnahme

45 Transfer-Bewegungen hatte der FC Schalke 04 im Sommer 2021 zu verzeichnen. Die Einnahmen fielen jedoch geringer aus, als erhofft. Spieler wie Ozan Kabak oder Amine Harit, denen einst das Potenzial für einen internationalen Top-Klub nachgesagt wurde, konnte der S04 nur auf Leihbasis veräußern.

Trotz der Ausleihen hat das Duo seinen Verkaufswert bislang nicht steigern können. Dazu kommt die Gefahr, dass dem S04 ein zweites Jahr in der zweiten Liga droht. Die finanziellen Sorgen dürften nicht kleiner werden, die Blau-Weißen müssen womöglich weitere Sparmaßnahmen ergreifen.

Schalke 04: Nach Verkauf der E-Sport-Lizenz auch die Catering-Rechte in Gefahr?

Nach dem Verkauf der E-Sport-Lizenz für das Videospiel „League of Legendes“ könnten die „Knappen“ laut einem Bericht der WAZ etwa die Catering-Rechte veräußern. Ob es entsprechende Pläne gibt, ist aktuell aber nicht bekannt. Finanzvorständin Christina Rühl-Hamers sagte jedoch vor einigen Wochen: „Sogar ein weiteres Jahr in der zweiten Liga haben wir aus finanzieller Sicht konkret in unseren Planungen als ein Szenario berücksichtigt.“

Dennoch steht der FC Schalke 04 vor einem großen Problem. Wie die WAZ berichtet, könnte der S04 die Zweitliga-Lizenz nur mit Auflagen erhalten. Diese könnten etwa durch Spielerverkäufe erfüllt werden.

Beim Nicht-Aufstieg drohen dem FC Schalke 04 weitere Sparmaßnahmen.

Schalke 04 braucht Geld: Leihspieler Ozan Kabak erlebt nächste Horror-Saison

Hohe Transfer-Erlöse für die Leihspieler wie Ozan Kabak und Amine Harit wären daher hilfreich. Dass sich die beiden Profis im Jahr 2022 plötzlich doch zu gewinnbringenden Leihgaben entwickeln, erscheint aktuell aber sehr unwahrscheinlich.

Ozan Kabak bereitet dem FC Schalke 04 viele Sorgen, denn der 21-Jährige erlebt bei Norwich City die nächste Horror-Saison. Mit den Engländern steht der junge Türke auf dem letzten Tabellenplatz der Premier League. Eine vereinbarte Kaufoption würde für die „Canaries“ nur im Falle des Klassenverbleibs zur Pflicht werden. 13 Millionen Euro würden dem S04 laut Medienberichten zustehen.

Schalke 04 mit Finanz-Sorgen: Hohe Transfer-Einnahmen im Sommer 2022 eher unwahrscheinlich

Amine Harit hatte bei Olympique Marseille zuletzt ein Erfolgserlebnis. Er traf am Sonntagabend (2. Januar) beim 3:0 im französischen Pokal gegen den Fünftligisten US Chauvigny. Doch optimal verläuft die Leihe nicht. Der Marokkaner kommt bislang erst auf zwölf Einsätze mit 635 Spielminuten, dabei erzielte er zwei Tore und eine Vorlage. Eine Kaufoption haben die Franzosen nicht.

Ihren Wert konnten Amine Harit und Ozan Kabak daher nicht steigern. Dazu käme, dass dem S04 wie bereits nach dem Bundesliga-Abstieg ein langes Warten drohe. Der Verteidiger wechselte am 30. August, der Marokkaner sogar erst einen Tag später. Zuvor bekamen beide für nahezu zwei komplette Monate ihr Gehalt von den Königsblauen ausgezahlt und trainierten mit.

Dieses Szenario droht dem FC Schalke 04 auch im Sommer 2022, da interessierte Klubs womöglich bis zum Transfer-Schluss um die Ablösen feilschen werden. Um die fehlenden Einnahmen im Falle des Nicht-Aufstiegs zu kompensieren, könnte es daher sein, dass der S04 weitere Sparmaßnahmen ergreifen muss.

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