Finanzielle Lage beim S04 angespannt

Alexander Jobst warnt Schalke: So ernst ist die Lage trotz der Liga-Fortsetzung

S04-Vorstandsmitglied Alexander Jobst warnt. Die Lage beim FC Schalke sei trotz Bundesliga-Fortsetzung weiterhin ernst.

  • Da die Bundesliga fortgesetzt werden kann, gewinnt der FC Schalke 04 etwas an Zeit.
  • Doch der S04 ist finanziell nach wie vor schwer gebeutelt, wie Alexander Jobst verrät.
  • Das Vorstandsmitglied von Schalke mahnt, dass es nicht einfacher wird.

Gelsenkirchen - In diesen Tagen steigt die Spannung unter den Fußball-Fans, da der sogenannte Re-Start der Bundesliga unmittelbar bevorsteht. Gleich zum Auftakt gibt es unter anderem den Derby-Kracher zwischen dem BVB und S04 (live im TV und Live-Stream).

FC Schalke 04 wegen Existenz weiter angespannt: S04 drohen 15 Millionen Euro wegzubrechen

Fürs Erste werden die Bundesliga-Klubs aufatmen, dass die Saison fortgesetzt werden kann und somit beispielsweise weitere TV-Gelder fließen können. Der eine oder andere Klub, wie zum Beispiel der S04 (alle Artikel unter RUHR24.de), war zwingend kurzfristig darauf angewiesen, um liquide zu bleiben.

Doch die Existenz-Angst ist in Gelsenkirchen noch nicht überwunden. Zuletzt setzte es den nächsten Schock beim FC Schalke 04, weil wegen der fehlenden Dauerkarten-Einnahmen für die nächste Saison 15 Millionen Euro komplett wegzubrechen drohten.

FC Schalke 04: Finanzielle Lage beim S04 trotz Bundesliga-Fortsetzung weiter angespannt

Die Königsblauen müssen daher aktuell einen großen Spagat machen und sich zum einen auf das aktuelle Tagesgeschäft konzentrieren und zum anderen mit Weitblick planen. Da gibt es nur selten Grund zur Freude. Zuletzt zeigte sich S04-Sportvorstand Jochen Schneider wegen der neuen Regel mit fünf Auswechselungen pro Spiel begeistert.

Die bittere Wahrheit im blau-weißen Kosmos klingt aber nach wie vor nicht gut. Selbst dann nicht, wenn die Saison 2019/2020 zu Ende geführt werden kann.

Alexander Jobst muss den FC Schalke 04 als Vorstand für Marketing und Kommunikation durch eine schwere Krise führen.

FC Schalke 04: Alexander Jobst mahnt vor schwerer S04-Zukunft

Im Interview mit der WAZ (Bezahlschranke) unterstrich Alexander Jobst (46), wie ernst die Lage beim FC Schalke 04 ist. Selbst für seine Verhältnisse lehnte sich der S04-Vorstand für Marketing und Kommunikation weit aus dem Fenster.

"Wir haben in den letzten Jahren konsolidiert, aber natürlich weiter einen hohen Stand an Verbindlichkeiten, diesen Berg schieben wir durch die Corona-Krise jetzt noch weiter vor uns her – und er wächst voraussichtlich nochmal an. Man muss nicht studiert haben, um zu sagen: Damit wird es nicht einfacher für die Zukunft."

FC Schalke 04: Alexander Jobst steht zu seiner Existenz-Aussage über den S04

Im Geschäftsjahr 2019 häufte der FC Schalke 04 Verluste über 26 Millionen Euro an. Noch dazu plante der S04 für das Geschäftsjahr 2020 erneut mit Verlusten zwischen 10 und 25 Millionen Euro – da hatte die Krise rund um das Coronavirus aber noch gar nicht zugeschlagen.

Alexander Jobst steht nach wie vor "vollumfänglich hinter der Aussage", die er wenige Wochen zuvor zur Existenz der "Knappen" tätigte. "Ich habe sie zu einem Zeitpunkt getroffen, an dem überhaupt nicht absehbar war, ob wir die Bundesliga-Saison fortsetzen können."

FC Schalke 04 wird laut Alexander Jobst durch die Krise geführt werden können

Doch der Marketing- und Kommunikations-Vorstand des FC Schalke 04 betonte ebenso, dass der umfangreiche Maßnahmenplan den Klub durch die Krise führen werde. "Danach werden wir ganz genau schauen, wo unser Verein in Zukunft hinwill."

Fürs Erste wäre das kurzfristig das internationale Geschäft. Sofern der S04 nicht wenigstens den sechsten Platz für das Erreichen der Europa League packt, wird das Unterfangen nur noch komplizierter.

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