Einnahmen für den S04

30 Millionen Euro auf einen Schlag: Schalke 04 winkt Mega-Deal mit Beigeschmack

30 Millionen Euro ganz ohne Transfers? Diese enorme Summe kann der FC Schalke 04 durch einen ganz anderen Verkauf verdienen.

Gelsenkirchen - Die Finanzen des FC Schalke 04 sehen alles andere als rosig aus. 217 Millionen Euro Schulden lasten auf dem Verein. Spätestens nach dem Abstieg in die zweite Liga muss der S04 einen konsequenten Sparkurs fahren.

VereinFC Schalke 04
OrtGelsenkirchen
StadionVeltins-Arena
Gründungsdatum4. Mai 1904

Schalke 04: Keine teuren Verträge - Schulden zwingen S04 zum Sparkurs

Dazu zählen unter anderem Einsparungen am Gehalts-Etat der Mannschaft. Große Namen mit großem Verdienst wie Klaas-Jan Huntelaar und Sead Kolasinac kann sich Schalke nicht mehr leisten.

„Sportlich wie menschlich schmerzt uns diese Entscheidung“, wird Sportvorstand Peter Knäbel auf der Homepage des FC Schalke 04 zitiert. „Mit Blick auf die derzeitige Budget- und Kaderstruktur – all die bekannten und öffentlich diskutierten Herausforderungen – war sie alternativlos. So ehrlich müssen wir sein“.

Schalke 04: Neun Millionen Euro Handgeld für Mark Uth, 30.000 Euro pro Punkt für Matija Nastasic

Wie der FC Schalke 04 sich selbst in die finanzielle Bredouille manövriert hat, rechnete jetzt der Kicker vor. Der damals ablösefreie Mark Uth soll von Schalke 04 bei seiner Vertragsunterschrift im Jahr 2018 ein Handgeld in Höhe von neun Millionen Euro kassiert haben. Davon flossen drei Millionen für den Transfer an den Berater.

In seinem Vertrag ist außerdem eine Punktprämie in Höhe von 17.500 Euro verankert. Peanuts im Vergleich dazu, was ein anderer Spieler verdient, falls Schalke nicht verliert: Matija Nastasic bekommt 30.000 Euro pro Punkt. Also 90.000 Euro pro Sieg.

Schalke-Stürmer Mark Uth soll vor einem ablösefreien Wechsel vom S04 zum 1. Köln stehen.

Schalke 04: Auch für einen Transfer von Mark Uth sieht S04 wohl keine Ablöse

Nach dem Abstieg in die zweite Liga muss der S04 derartige Top-Verdiener dringend loswerden. Bei Mark Uth steht etwa ein Transfer zum 1. FC Köln im Raum.

Ablösefrei, wohlgemerkt. Geld sieht der klamme Pottklub laut verschiedener Medienberichte dafür wohl nicht. Er muss nur nicht weiter das üppige Gehalt in Höhe von drei Millionen Euro zuzüglich verschiedener Prämien bezahlen.

Schalke 04 beim eSport: Startplatz in League-of-Legends-Liga soll angeblich verkauft werden

Wenigstens für einen Transfer von Amine Harit kann der FC Schalke 04 wohl noch Kohle kassieren. Doch auch so namhafte Vereine wie Atalanta Bergamo und die SSC Neapel, die laut Sky interessiert am talentierten Offensivspieler sind, werden kaum große Summen für eine Verpflichtung hinlegen.

Deshalb muss Schalke noch weitere Wege finden, um die maroden Finanzen aufzupolieren. Ein Weg dazu ist laut Bild-Zeitung der Verkauf des Startplatzes der esports-Abteilung in der europäischen League-of-Legends-Liga (LEC).

Schalke 04 könnte 30 Millionen Euro erhalten: Verkauf wegen Liquiditäts-Not bei S04?

Angeblich habe sich der Verein schon endgültig zu dem Verkauf entschieden. Insgesamt werde der Verein von einem Investor satte 30 Millionen Euro erhalten. Nach Informationen der WAZ ist der Deal noch nicht fix. Überraschend käme ein solches Geschäft aber nicht.

Wie die Bild-Zeitung weiter berichtet, zwingen Liquiditätsprobleme Finanz-Chefin Christina Rühl-Hamers (44) und Sportvorstand Peter Knäbel (54) dazu, die Lizenz schon jetzt abzugeben. Eigentlich hätte durch die eSports-Rechte mit einem jährlichen Wertzuwachs von fünf Millionen Euro gerechnet werden können.

Der FC Schalke 04 könnte mit der eSport-Abteilung Millionen einnehmen

Schalke 04: eSports-Spieler wären ablösefrei, keine Transfers mehr möglich

Die Verträge des gesamten eSports-Teams würden jetzt auslaufen, die sechs Spieler könnten ablösefrei gehen. Bei einem Verkauf der Spieler wären angeblich 500.000 Euro an Ablösen für Schalke möglich gewesen.

Die eSports-Abteilung wurde beim S04 im Mai 2016 auf Initiative des scheidenden Marketing-Vorstands Alexander Jobst und des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies gegründet. Die Investition ließ sich Schalke als erster Bundesligist damals acht Millionen Euro kosten.

Rubriklistenbild: © Tim Groothuis via Kirchner-Media

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