Konsequenzen für S04-Abteilung

Entscheidung zu E-Sport steht: Schalke 04 winkt eine Hammer-Summe

Auf Schalke wird es weiterhin E-Sport geben. Doch offenbar in einem kleineren Umfang. Dafür winkt nun viel frisches Geld.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 musste die Mitgliederversammlung 2021 abbrechen. Beschlüsse konnten aufgrund von technischen Problemen nicht durchgeführt werden. Trotzdem wurden Neuigkeiten bekannt.

NameFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
OrtGelsenkirchen
StadionVeltins-Arena
TrainerDimitrios Grammozis

FC Schalke 04 verkauft Geschäftsbereich im E-Sport: S04 winkt hoher Millionen-Betrag

So zeichnet sich nun tatsächlich ab, dass dem FC Schalke 04 durch einen Verkauf im E-Sport ein Millionen-Betrag winkt. Bei der Mitgliederversammlung am Sonntag (13. Juni) bestätigte mit Marketing-Vorstand Alexander Jobst erstmals öffentlich ein Verantwortlicher, dass der Klub sich zu diesem Schritt entschieden hat.

„Wir haben uns die Entscheidung schwer gemacht, dass wir uns von diesem Geschäftsbereich sehr wahrscheinlich trennen müssen“, so der 47-Jährige mit Bezug auf das Strategiespiel „League of Legends“. Denn: Dem kompletten Bereich des E-Sport wird der S04 nach RUHR24-Informationen nicht den Rücken kehren.

FC Schalke 04: Im E-Sport verdient der S04 vor allem wegen Strategiespiel „League of Legends“

Mit der E-Sport-Abteilung bedient der FC Schalke 04 neben dem Strategiespiel „League of Legends“ noch die Fußball-Spiele „PES“ und „FIFA“. Aus wirtschaftlicher Sicht ist aber vor allem nur Ersteres für den Klub von Interesse.

„Wir wissen bei Schalke: Wir sind am Ende ein Fußballklub, haben wirtschaftliche Prioritäten zu setzen, um den Rucksack leichter werden zu lassen. Dazu gehört die Entscheidung, dass man sich von einem lukrativen Zweig trennen muss“, so Alexander Jobst auf der Mitgliederversammlung weiter.

Alexander Jobst kündigte bei der Mitgliederversammlung 2021 des FC Schalke 04 einen Verkauf in der E-Sport-Abteilung an.

FC Schalke 04: Verkauf von E-Sport-Startplatz bringt S04 ungefähr 30 Millionen Euro

Für den scheidenden Marketing-Vorstand ist „die Entscheidung schade“. Trotzdem bittet Alexander Jobst „um Verständnis, dass sich Schalke auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren hat.“

Nach RUHR24-Informationen winken dem FC Schalke 04 für den Verkauf des Startplatzes in der „League of Legends European Championship“ (LEC) um die 30 Millionen Euro. 2019 hatte der S04 dafür acht Millionen Euro ausgegeben. Dank des E-Sports winkt den Königsblauen jetzt also ein hoher Gewinn.

FC Schalke 04: Verkauf im E-Sport wäre erst zur nächsten Saison

Klar ist: Die erst am Freitag (11. Juni) gestartete Sommer-Saison wird der FC Schalke 04 definitiv zu Ende spielen. Das Saisonende ist für den 16. November vorgesehen.

Alexander Jobst ist als Vorstandsmitglied beim FC Schalke 04 unter anderem für das Marketing verantwortlich.

Verkauft der S04 den LEC-Startplatz, dann gilt dieser nach RUHR24-Informationen erst zur nächsten Saison in 2022. Bis es so weit ist, müssen aber mit den Königsblauen nicht nur der Verkäufer noch final zustimmen, sondern ebenso ein Käufer sowie der Betreiber der Liga.

FC Schalke 04 Vorreiter im E-Sport: S04-Investitionen haben sich gelohnt

Noch im Juni wird der FC Schalke 04 um Chief Gaming Officer Tim Reichert nach Informationen dieser Redaktion eine Entscheidung finalisieren. Zum Leidwesen der Abteilung, die sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt hat und sich auch für diese Saison gut vorbereitet sieht.

Unabhängig davon zeigte die vorausschauende Vorgehensweise des S04 als weltweiter Vorreiter eines Fußball-Klubs, so in den E-Sport zu investieren, dass die Entscheidung aus monetärer Sicht goldrichtig war. Ein Grund dafür, warum der Verein sich für diese Entscheidung so lange Zeit gelassen hat und die erneut vor Augen führt, wie ernst es um die „Knappen“ bestellt ist.

FC Schalke 04: Verkauf im E-Sport beeinflusst nicht die S04-Planungen bei den Fußball-Profis

Stellt sich nur noch die Frage danach, was der FC Schalke 04 mit dem hohen Millionen-Betrag anstellt. Der neue Sportdirektor Rouven Schröder überraschte vor kurzem in einer digitalen Medienrunde damit, dass der Ausgang um die E-Sport-Zukunft seine Kaderplanung überhaupt nicht beeinflusse.

Es scheint, als reinvestiere der S04 diese Einnahmen also nicht in neue Spieler, sondern viel mehr in die Tilgung der Schulden. Hiervon hat der Bundesliga-Absteiger aber bekanntlich auch genügend von.

Rubriklistenbild: © FC Schalke 04

Mehr zum Thema