Slapstick-S04 enttäuscht total

Horror-Noten nach Debakel: Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg

Sead Kolasinac, Shkodran Mustafi, Malick Thiaw und Suat Serdar (v.l.) beim Spiel des FC Schalke 04 in Wolfsburg.
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Einzelkritik und Noten: Shkodran Mustafi erwischte beim Spiel des FC Schalke 04 in Wolfsburg einen rabenschwarzen Tag.

Der FC Schalke 04 hat in Wolfsburg wieder maßlos enttäuscht. Für den Auftritt in der zweiten Halbzeit gibt es in der Einzelkritik schlechte Noten.

Wolfsburg/Gelsenkirchen - Eine halbe Stunde lang hielt der S04 ordentlich mit. Dann allerdings brach Schalke 04 bei der 0:5-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg völlig auseinander. In der Einzelkritik gibt es sogar einmal Note 6.

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Alle Noten für den S04

Frederik Rönnow: Der Torhüter des FC Schalke 04 war der ärmste Mensch auf dem Platz. Hanebüchene Fehler seiner Vorderleute brachten ihn fünfmal in Situationen, bei denen jede Hilfe zu spät kam. Wenn er etwas halten konnte, dann tat er das auch. Als der S04 nach etwa einer Stunde komplett in sich zusammenfiel, konnte er noch einige sehenswerte Paraden zeigen. Unsicherheiten im Passspiel schmälern die Einzelkritik. Note: 3

Timo Becker: Er bekleidete wieder die Position als rechter Innenverteidiger in der Dreierkette des FC Schalke 04. Eine kämpferische Leistung kann man sich nicht absprechen, trotzdem passte die Abstimmung mit William vor allem in der zweiten Halbzeit oft nicht. Nach vorne kam auch nicht viel. Note: 5

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Note 6 für Shkodran Mustafi

Shkodran Mustafi: Als er in der 32. Minute das 1:0 für den VfL Wolfsburg köpfte, spiegelte sich die gesamte Saison des FC Schalke wider. Der Ex-Weltmeister war ein ständiger Unsicherheitsfaktor, „klärte“ mehrfach direkt in die Mitte. Vor dem 3:0 verlor er den Ball im Dribbling an der Strafraumgrenze. Diese Leistung war unterirdisch. Note: 6

Malick Thiaw: Der junge Innenverteidiger des S04 war auch beteiligt an der Slapstick-Aktion, die zur Führung für den VfL Wolfsburg führte. Ansonsten machte er einen abgeklärteren Eindruck als sein erfahrener Kollege. Und nicht so viele Fehler. In der Einzelkritik reicht das noch zu Note: 4

Shkodran Mustafi (l.) köpfte das 1:0 für den VfL Wolfsburg gegen den FC Schalke 04.

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Noten 5 für William und Serdar

William: Gegen seinen Stammverein beackerte der Leihspieler wieder die rechte Außenbahn. 90 Ballkontakte sind mit großem Abstand der Bestwert beim S04. Das Problem: Dabei kam offensiv wenig rum. Gab aber immerhin nach einer Stunde den ersten Schalke-Schuss aufs Tor ab. Im Defensivzweikampf zunächst nicht ganz schlecht. Aber beim 0:4 war er unsichtbar, vor dem 0:5 ließ er sich zu leicht abschütteln. Note: 5

Suat Serdar: Der Mittelfeldspieler des FC Schalke 04 war nur selten am Ball. Wenn er doch mal aus der Unsichtbarkeit auftauchte, dann passierte wenigstens manchmal spektakuläres. Wie etwa sein katastrophaler Fehlpass, der eine Minute vor dem 0:1 eine exzellente Umschaltsituation zunichtemachte. Das eine oder andere sehenswerte Zuspiel war zwar auch dabei, aber von ihm erwartet man viel, viel mehr. Note: 5

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Sead Kolasinac im Zentrum überfordert

Sead Kolasinac: 10,9 Kilometer Laufleistung sind nicht überragend, beim FC Schalke 04 reichte das gegen den VfL Wolfsburg aber trotzdem, um lauffreudigster Spieler der gesamten Mannschaft zu sein. Ansonsten aber sehr schwach unterwegs, mit folgenschwerem Ballverlust vor dem 0:2 (51.). Die neue Position im zentralen Mittelfeld soll dem Kapitän eine noch wichtigere Funktion verleihen. Gegen den VfL Wolfsburg lief das Spiel aber trotzdem komplett an ihm vorbei. In der Einzelkritik daher nur Note: 5,5

Kerim Calhanoglu: Er spielte erst zum zweiten Mal in der Bundesliga. Zeigte zumindest Willen und Biss, gewann aber trotzdem nur ein Drittel seiner Zweikämpfe. Auch die Fehlpassquote war deutlich zu hoch. Ein Dutzend seiner Zuspiele landete beim Gegner. Ihm kann man eine schwache Leistung wesentlich eher verzeihen als den gestandenen Profis im Kader, die ebenfalls nicht liefern. Note: 5

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Amine Harit zeigt sein Können zu selten

Alessandro Schöpf: Etwas überraschend erhielt der Österreicher gegen den VfL Wolfsburg von Beginn an eine Chance. Nutzte dieser aber nicht. Auch er leistete sich viel zu viele Ballverluste, brachte keine Ideen oder spielerischen Mehrwert ins Spiel des FC Schalke 04. Note: 5,5

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis kann es nicht fassen: Seine Mannschaft hat gegen den VfL Wolfsburg total enttäuscht.

Amine Harit: Der Marokkaner ist aktuell der einzige Profi im Angriffsspiel des S04, der zumindest in einzelnen Aktionen Bundesliga-Niveau erkennen lässt. In der Anfangsphase setzte er mehrfach seine Mitspieler ordentlich ein, diese wussten dann aber nichts mit dem Ball anzufangen. Ein-zwei Dribblings und Hackentricks sind aber gemessen an seinen Fähigkeiten zu wenig. Note: 5

Schalke 04 in der Einzelkritik gegen den VfL Wolfsburg: Benito Raman abgemeldet

Benito Raman: Als einziger Stürmer des FC Schalke 04 durchlebte er einen gnadenlos unauffälligen Nachmittag. Das Bemühen war erkennbar, aber die Zuspiele blieben aus. Und wenn der Belgier seltenerweise doch am Ball war, gelang nicht viel am Ende stehen nur 23 Ballkontakte, 0 Torschüsse und 0 Vorlagen. Note: 5

Benjamin Stambouli: Schon nach einer guten Stunde ersetzte er Alessandro Schöpf. Der Defensiv-Allrounder hatte die Aufgabe, ein Debakel zu verhindern. Auch er konnte nicht mehr helfen. Note: 5

Bastian Oczipka: Kam nach 72 Minuten für Kerim Calhanoglu ins Spiel. Ohne Note

Matthew Hoppe: Er ersetzte ebenfalls nach 72 Minuten Benito Raman. Ohne Note

Mikail Maden: Dem 19-jährigen Norweger wurde die zweifelhafte Ehre zuteil, beim 0:5 in Wolfsburg sein Bundesliga-Debüt zu „feiern“. Er kam nach 85 Minuten für Amine Harit. Ohne Note