32. Bundesliga-Spieltag

Star-Quartett kassiert Note 5: Mangelhafte S04-Einzelkritik gegen die TSG Hoffenheim

Fünfmal Note 5! Die Einzelkritik zum FC Schalke 04 nach der Pleite bei der TSG Hoffenheim fällt deutlich aus. Dabei enttäuschen vor allem die Leistungsträger.

Sinsheim - Spiel eins für die Königsblauen nach dem feststehenden Abstieg in die zweite Liga ging gründlich in die Hose: Die TSG Hoffenheim besiegte den S04 mit 4:2 und profitierte vor allem von einer starken zweiten Halbzeit bei sich und einer extrem schwachen bei den Gästen. Hier die Einzelkritik zum FC Schalke 04 samt Noten.

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 4,5 für Ralf Fährmann

Ralf Fährmann: In der ersten Halbzeit parierte der Torwart, was es zu parieren gab. Spektakulär auszeichnen musste er sich dabei nicht. Hätte er aber bei den Gegentoren in Halbzeit zwei dann. Sah sowohl beim 2:2 als auch 3:2 der TSG Hoffenheim nicht sonderlich glücklich aus. Bei den anderen beiden Gegentoren war er machtlos. Note: 4,5

Timo Becker: Durfte heute als rechter Innenverteidiger auflaufen und gewann mehr Zweikämpfe, als er verlor. Insgesamt eine unauffällige Partie, war bei der schnellen und sehenswerten Kombination des Gegners vor dem 2:4 aber mit in der Verlosung. Note: 4,5

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 4 für Torschützen Shkodran Mustafi

Shkodran Mustafi: Begann mit einem katastrophalen Fehlpass vor dem Strafraum, klärte dafür im Verlauf der ersten Halbzeit mehrmals gut. Köpfte zudem das 2:0. Legte vor dem Anschlusstreffer der TSG Hoffenheim den Ball aber etwas zu ungenau in die Mitte zum Mitspieler ab. Note: 4

Shkodran Mustafi (2.v.r.) mitten in der Jubeltraube. Für den FC Schalke 04 traf der Innenverteidiger zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen die TSG Hoffenheim.

Bastian Oczipka: Eine unauffällige Partie vom heute auf der linken Innenverteidiger-Position eingesetzten Abwehrspieler. Bereitete das 2:0 durch eine gute Eckball-Flanke vor. Hatte dem Sturmlauf der gegnerischen Offensive aber ebenfalls nichts entgegenzusetzen. Note: 4,5

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 5 für Suat Serdar

Alessandro Schöpf: Erstmals seit Mitte März durfte der Mittelfeldspieler mal wieder von Beginn an auflaufen, konnte seine Chance aber nicht nutzen. Leitete das 1:0 zwar mit ein, verlor aber ansonsten wesentlich mehr Zweikämpfe, als er gewann. Zudem konnte er nicht dabei helfen, dass viele Angriffe über die rechte S04-Seite liefen. Note: 4,5

Suat Serdar: Leitete das 1:0 von Mark Uth mit einem klugen Flachpass in den Strafraum ein. Ansonsten aber fiel der eigentliche Leistungsträger der Königsblauen mit einem überharten Einsteigen in der 35. Minute negativ auf und ging viel zu zaghaft in der 65. Minute in den Zweikampf mit Florian Grillitsch, der den 2:1-Anschlusstreffer dann einleitete. Bezeichnend, dass für ihn drei Minuten später Feierabend war. Note: 5

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 4,5 für Debütant Florian Flick

Florian Flick: Der 21-Jährige kam zu seinem Profi-Debüt und spielte im defensiven Mittelfeld. Nicht geschickt in der 18. Minute, als er mit einem hohen Bein einen Freistoß zentral vor dem Strafraum verursachte. Ebenso ungeschickt sein zu hartes Einsteigen nach 59 Minuten, woraus die Freistoßflanke resultierte, die zum 3:2 führte. Durfte 90 Minuten spielen und hatte die wenigsten Ballkontakte aller Spieler, die 90 Minuten auf dem Platz standen. Note: 4,5

Florian Flick (l.) absolvierte gegen die TSG Hoffenheim sein Profi-Debüt.

Sead Kolasinac: Der offensive Linksverteidiger hatte in der 44. Minute eine gute Szene, als er eine wohlüberlegte und gefühlvolle Flanke auf Amine Harit schlug. Ansonsten hatte der Kapitän des FC Schalke 04 auf seiner Seite seine liebe Mühe und Not. Sah vor allem zweimal (17./76.) in Zweikämpfen nicht wie ein erfahrener Profi, sondern eher wie ein unerfahrener Debütant aus. Note: 5

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 5 für Amine Harit

Amine Harit: So empfiehlt sich der kreative Kopf des FC Schalke 04 nicht für einen neuen Verein. Fiel ungewohnt mit Foulspielen in der ersten Halbzeit am eigenen Strafraum auf, spielte ungenau einen Konter auf Klaas-Jan Huntelaar und setzte nur einen Torschuss ab. Zu Recht war nach 73 Minuten für ihn Feierabend. Note: 5

Mark Uth: Ausgerechnet der Ex-Hoffenheimer und jener Schalker, der in der Krawall-Nacht am meisten abbekam, war der beste beim S04.. Wobei es keine Glanzleistung war. Neben seinem Tor zum 1:0 fiel er mit seiner guten Technik aber ein paar Mal positiv auf. Unnötig war hingegen die Gelbe Karte in der zweiten Halbzeit, in der er wie alle völlig abtauchte, wegen Ballwegschlagens. Note: 3,5

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim - Note 5,5 für Klaas-Jan Huntelaar

Klaas-Jan Huntelaar: Ein schwaches Spiel vom „Hunter“. Offensiv bis auf zwei Szenen praktisch unsichtbar, defensiv mit zwei entscheidenden Fehlern. War sowohl beim 2:2 als auch beim 2:3 zu weit von seinem Gegenspieler weg. In dieser Verfassung wäre er dem FC Schalke 04 keine Hilfe für die 2. Liga. Note: 5,5

Klaas-Jan Huntelaar (l.) war bei zwei Gegentoren des FC Schalke 04 nicht nah genug an seinem Gegenspieler.

FC Schalke 04: Einzelkritik gegen TSG Hoffenheim

Can Bozdogan: Durfte nach 68 Minuten für Suat Serdar spielen. Ohne Note

Steven Skrzybski: Stand erstmals nach seiner schweren Bänderverletzung, die er Anfang Januar erlitt, wieder im Kader. Wurde nach 73 Minuten für Amine Harit eingewechselt. Ohne Note

Jimmy Kaparos: Nach 73 Minuten machte Alessandro Schöpf für den nächsten Bundesliga-Debütanten Platz. Der Niederländer spielt sonst für die U23 im defensiven Mittelfeld. Ohne Note

Levent Mercan: Wurde in der 86. Minute für Mark Uth eingewechselt. Es war sein erster Einsatz bei den Profis in dieser Saison. Ohne Note

Matthew Hoppe: Durfte ebenfalls ab der 86. Minute noch spielen. Klaas-Jan Huntelaar musste für ihn Platz machen. Ohne Note

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