20. Zweitliga-Spieltag

Schalke 04: Einzelkritik nach Schützenfest in Aue – viermal Note eins

Der höchste Sieg der aktuellen Zweitliga-Saison für den S04: Mit 5:0 besiegte der FC Schalke 04 Erzgebirge Aue. Vier Spieler bekommen in der Einzelkritik die Note eins.

Aue – Der FC Schalke 04 hat bei Erzgebirge Aue mit 5:0 (2:0) gewonnen. Beim Spiel am 20. Zweitliga-Spieltag überzeugte unter anderem ein S04-Neuzugang, wie die Einzelkritik mit Noten zeigt.

VereinFC Schalke 04
TrainerDimitrios Grammozis
GegnerErzgebirge Aue

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – alle Noten der S04-Profis

Martin Fraisl: Der Keeper war nahezu beschäftigungslos und mehr als weiterer Aufbauspieler eingebunden statt als Torverhinderer. Als er gefordert war, war der Torwart aber da. Er passte gut auf gegen Prince Osei Owusu, der aus kurzer Distanz den Ball in Richtung Tor brachte (14.). Martin Fraisl schimpfte nach einer Viertelstunde in Richtung der Mitspieler, dass diese enger am Gegenspieler sein sollen. In zwei Szenen agierte der Torhüter nicht ganz sicher und ließ den Ball abklatschen, das gibt in der Einzelkritik die Note: 2,5

Malick Thiaw: Spielte auf der linken Seite der Abwehr-Dreierkette statt wie gewohnt auf rechts. Zu Beginn hatte der 20-Jährige Probleme, zeigte immer wieder Stockfehler und war gegen Prince Osei Owusu bei dessen Chance nicht konsequent genug (14.). Im weiteren Verlauf war der Youngster aber besser im Spiel. In der 83. Minute ließ er jedoch Dimitrij Nazarov im Strafraum laufen, weshalb sich Keeper Martin Fraisl einmal verpflichtet fühlte, den Verteidiger durchzurütteln. Note: 3,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 2,5 für Salif Sané

Salif Sané: Er gewann so gut wie alle Zweikämpfe und glänzte als Ballverteiler. Genau deshalb zeigte sich Trainer Dimitrios Grammozis auch so froh, dass der Senegalese wieder als Abwehrchef wirken kann. Einmal marschierte Salif Sané sogar weit nach vorne und leitete einen Angriff ein, der aber nicht zum Erfolg führte (20.). Er bekam gleich zweimal einen Tritt ab und musste einmal kurz behandelt werden, konnte aber weitermachen. Zwei haarsträubende Fehlpässe in der zweiten Halbzeit blieben ohne Konsequenz. Note: 2,5

Ko Itakura: Der Japaner agierte gegen Aue souverän, aber unauffällig. Einen Kopfball setzte er in der 6. Minute deutlich am gegnerischen Tor vorbei. Nach 68 Minuten war Schluss für die Leihgabe. Note: 3

Andreas Vindheim feierte ein Traum-Debüt für den FC Schalke 04 und bekommt in der Einzelkritik gegen Aue die Note eins.

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 1 für Andreas Vindheim

Andreas Vindheim: Der Neuzugang feierte ein glanzvolles Startelf-Debüt mit einem Tor, einer Vorlage und der Beteiligung an zwei weiteren Toren. In der 43. Minute setzte Andreas Vindheim zum 70-Meter-Sprint an und vollendete schließlich einen Konter zum 2:0. Da blieb der norwegische Außenverteidiger eiskalt vor Martin Männel. Schon am 1:0 war der Neue beteiligt, er lieferte die Flanke vor dem Terodde-Treffer. In der 63. Minute flankte der rechte Außenverteidiger punktgenau auf den Kopf von Danny Latza, der zum 4:0 einnetze (63.). Mit einer Flanke vor dem Pieringer-Tor acht Minuten später war der Norweger auch hier dabei. Defensiv zudem stark seine Grätsche, als er einen Abschluss von Ben Zolinski aus kurzer Distanz verhinderte. Note: 1

Victor Palsson: Der S04-Kapitän offenbarte im Spielaufbau bekannte Probleme und leistete sich einige Fehlpässe. Vor dem 2:0 war sein langer Ball auf Marvin Pieringer aber goldrichtig. Über Simon Terodde und Andreas Vindheim fand der Ball schließlich ins Tor. In Sachen Zweikämpfen war der Sechser aber vorbildlich, nur in der 43. Minute ließ er Prince Osei Owusu zu viel Platz bei dessen Flanke auf Ben Zolinski (43.), dessen Schuss dann Vindheim abwehrte. Note: 3,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 3,5 für Thomas Ouwejan

Thomas Ouwejan: Nach dem Kiel-Spiel sprach Trainer Dimitrios Grammozis davon, dass Thomas Ouwejan „nicht den allerbesten Fuß“ hatte. Auch in Aue tat sich der Niederländer bei Standards schwer, was womöglich aber auch am seifigen Boden lag. Viele Angriffe gingen zwar vor allem in den Anfangsminuten über seine Seite, doch der S04 machte zu wenig daraus. Im weiteren Verlauf blieb der linke Außenverteidiger eher unauffällig. Note: 3,5

Blendi Idrizi zeigte ein gutes Spiel für den FC Schalke 04 in Aue und bekommt in der Einzelkritik die Note 2.

Rodrigo Zalazar: Der Uruguayer war in Aue nicht so präsent, wie in den vorherigen Spielen. Aber er rieb sich auf und gewann in der ersten Halbzeit drei Kopfballduelle im Mittelfeld. Doch offenbar war das nicht genug für Trainer Dimitrios Grammozis. Nach 45 Minuten war jedoch bereits Schluss für den Offensivspieler, Danny Latza kam für ihn nach der Pause. Note: 3,5

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 2 für Blendi Idrizi

Blendi Idrizi: Er war deutlich aktiver als Rodrigo Zalazar in der Offensive, viel ging über die linke Seite im Zusammenspiel mit Thomas Ouwejan. Stark, wie der Kosovare vor dem 1:0 auf die Abwehrreihe zudribbelte, nachdem er sich zuvor nach Pass von Salif Sané gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt hatte. Selbst hätte er in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit treffen können, verfehlte aber knapp das Tor per Flachschuss. Vielleicht wäre in der Szene ein Direktschuss besser gewesen, als sich erst gegen mehrere Gegenspieler in eine vermeidlich bessere Position zu dribbeln. Insgesamt war Blendi Idrizi aber immer anspielbereit und kam auf dem tiefen Boden in Aue sehr gut zurecht. Note: 2

Marvin Pieringer: Der 22-Jährige begann neben Simon Terodde im Sturm und rechtfertigte die Entscheidung von Trainer Dimitrios Grammozis spätestens mit seinem Tor zum 5:0 in der 72. Minute. Er suchte immer wieder seinen Sturm-Kollegen und legte diesem Chancen in der 18. und 28. Minute auf. Besser war dann die Vorlage in der 51. Minute auf Danny Latza zum 3:0 als er zuvor gut nachsetzte und sich so Raum verschaffte. Einmal scheiterte Marvin Pieringer zudem selbst an Martin Männel aus spitzem Winkel (46.). Note: 1,5

Simon Terodde (m.) bekommt in der S04-Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue die Note eins.

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 1 für Simon Terodde

Simon Terodde: Der Top-Torschütze der Königsblauen bastelt weiter an seiner vierten Zweitliga-Torjägerkanone. In der 36. Minute stand der 33-Jährige dort, wo ein Stürmer stehen muss. Nach Hereingabe von Andreas Vindheim, die zu kurz von Aue geklärt wurde, schoss der Angreifer zum 1:0 ins Netz. In der 18. und 28. Minute scheiterte er noch an Keeper Martin Männel. Vor dem 2:0 spielte Simon Terodde einen starken Ball auf Vindheim durch die Abwehrlücke. Nach 60 Minuten war der Arbeitstag des Torjägers beendet, Marius Bülter kam für ihn herein. Note: 1

Danny Latza: Der eigentliche S04-Kapitän kam nach der Halbzeitpause für Rodrigo Zalazar ins Spiel und feierte seine ersten beiden Treffer überhaupt für die Profis des FC Schalke 04. Der gebürtige Gelsenkirchener, der schon als Jung-Profi das königsblaue Trikot trug, war per Rechtsschuss sowie per Kopfball erfolgreich. Zudem rieb er sich in einigen Zweikämpfen auf. Aufgrund der beiden Tore gibt es in die Einzelkritik die Note: 1

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – Note 3,5 für Marius Bülter

Marius Bülter: Manch ein Fan hatte den Angreifer in der Startelf vermutet, stattdessen kam er erst nach 60 Minuten für Simon Terodde ins Spiel. Fast wäre Marius Bülter ein Tor gelungen, er scheiterte aber an Martin Männel (70.). 15 Ballkontakte standen am Ende für den Stürmer zu Buche. Note: 3,5

Marius Lode: Der norwegische Neuzugang kam nach 67 Minuten für Ko Itakura ins Spiel und sorgte mit dafür, dass am Ende die Null bei den Gegentoren stand. Ohne Note

Schalke 04: Einzelkritik gegen Erzgebirge Aue – keine Note für Darko Churlinov und Yaroslav Mikhailov

Darko Churlinov: In der 80. Minute für Pieringer eingewechselt als das Spiel schon mit 5:0 entschieden war. Ohne Note

Yaroslav Mikhailov: Die Leihgabe von Zenit St. Petersberg kam in der 81. Minute für Blendi Idrizi. Ohne Note

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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