FC Schalke 04 lange nur Durchschnitt

Note 2 für S04-Duo: Die Einzelkritik zum späten Kantersieg gegen den FC Schweinfurt

Vor allem zwei S04-Profis betrieben im DFB-Pokal Eigenwerbung. Ansonsten fällt die Einzelkritik gegen den FC Schweinfurt trotz des Sieges durchschnittlich aus.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 kann doch noch gewinnen. Beim 4:1--Erfolg des S04 im DFB-Pokal gegen Schweinfurt lieferte die Mannschaft von Trainer Manuel Baum allerdings lange Zeit keine gute Vorstellung ab. Dementsprechend fallen Noten und Einzelkritik aus.

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 2 für Elfmeter-König Ralf Fährmann

Ralf Fährmann: Der Torwart des FC Schalke 04 ist der heimliche Matchwinner. Wirkte nur in der 4. Minute unsicher, als er unter einer Flanke herlief. Beim Gegentor war er machtlos und schon in der 21. Minute aufmerksam, als er sich mutig in einen Ball schmiss. Sein parierter Elfmeter in der 70. Minute verhinderte den Ausgleich für den FC Schweinfurt, der danach gebrochen wirkte. Diese Einzelkritik dürfte dem S04-Torwart guttun. Note: 2

Kilian Ludewig: Der Rechtsverteidiger der Königsblauen hatte nur in der 49. Minute eine gute Szene, als er aus der Distanz abzog. Dass der Ball deutlich links neben das Tor des FC Schweinfurt flog, passte dann zu seiner Leistung. Verlor einige Zweikämpfe, spielte unsauber und hatte auf seiner Seite immer wieder Probleme. Note: 4,5

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 5,5 für ganz schwachen Malick Thiaw im DFB-Pokal

Malick Thiaw: Ein rabenschwarzer Tag für den jungen Innenverteidiger des FC Schalke 04. Am Freitag gegen den VfB Stuttgart nicht nur wegen seines Tores noch mit einer guten Einzelkritik. Gegen den FC Schweinfurt hingegen mit einer ganz schwachen Leistung, weswegen nach 45 Minuten auch Feierabend war. Verlor mehrere wichtige Zweikämpfe, so auch den vor dem 1:0 für den Regionalligisten und wirkte auch sonst völlig von der Rolle. Note: 5,5

Matija Nastasic (l.) vom FC Schalke 04 bekam für einen Patzer und einen Geistesblitz gegen den FC Schweinfurt eine durchschnittliche Note und Einzelkritik.

Matija Nastasic: War vor dem 1:0 der „Schnüdel“ mit in der Verlosung, als er im Mittelfeld schlecht aussah. Dafür sehr aufmerksam nach dem parierten Elfmeter von Ralf Fährmann, als er den Nachschuss verhinderte und klärte. Note: 3,5

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 5 für S04-Linksverteidiger Hamza Mendyl

Hamza Mendyl: Mit dieser Leistung (und auch Einzelkritik) hat sich der Linksverteidiger nicht für mehr Einsätze empfehlen können. Zeigte altbekannte Schwächen im Spielverständnis und in der Ballverarbeitung. Symptomatisch eine Szene in der 33. Minute, als er ohne Bedrängnis mit dem Ball ins Seitenaus sprintete. Bereitete zwar in der 26. Minute die erste Chance des FC Schalke 04 gegen den FC Schweinfurt vor. Ansonsten lieferte er Trainer Manuel Baum null Argumente, in Zukunft öfter auf ihn zu setzen. Nach 63 Minuten gegen Bastian Oczipka ausgewechselt. Note: 5

Benjamin Stambouli: Dreimal in Folge saß der Publikumsliebling zuletzt 90 Minuten auf der Bank. Bekam nun im DFB-Pokal mal wieder die Chance von Beginn an. Die konnte der Defensivspezialist aber nicht nutzen. Trotz seiner Erfahrung. Ist nach der langen Verletzungspause noch weit von seiner Bestform entfernt und lieferte noch keine Bestätigung für die Vertragsverlängerung. Note: 4

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 2 für S04-Doppeltorschütze Alessandro Schöpf

Steven Skrzybski: Der Offensivspieler bereitete die ersten beiden Tore des FC Schalke 04 vor. Einmal mit viel Übersicht vor dem 1:1, durch Vedad Ibisevic, einmal mit Glück beim 2:1, weil sein Schuss von der Unterkante der Latte vor die Füße von Alessandro Schöpf fiel. Ansonsten war nicht viel von ihm zu sehen. So wird er es schwer haben, in Zukunft öfter zum Einsatz zu kommen. Note: 3

Alessandro Schöpf: Zwei Tore in einem Spiel bringen automatisch eine gute Einzelkritik. Beide waren gegen den FC Schweinfurt technisch ansprechend. Beim 2:1 musste er in der Luft den Ball unter Bedrängnis schnell verarbeiten, ehe er überlegt abschloss. Beim 3:1 schoss er platziert und ansatzlos außerhalb des Strafraums flach in die untere Ecke. Fleißig ist Alessandro Schöpf sowieso immer, nun wurde er dafür auch mal belohnt. Note: 2

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 4 für enttäuschenden Nabil Bentaleb

Nabil Bentaleb: Er bringt alles mit, heißt es immer von den Verantwortlichen des FC Schalke 04. Seit Jahren. Gezeigt hat er das selten bis gar nicht. Auch nicht gegen den viertklassigen FC Schweinfurt. Konnte dem königsblauen Spiel aus dem Zentrum heraus praktisch nie Struktur verleihen. Eine Einzelkritik, die man nur zu gut vom algerischen Nationalspieler kennt. Note: 4

Benito Raman: 75 Minuten lang war vom S04-Stürmer gar nichts zu sehen. Wenn doch, dann durch eine schlampige Ballverarbeitung, die einmal sogar Manuel Baum wegen einer aussichtsreichen Position hörbar aufregte. Drehte dann auf, nahm zweimal innerhalb von drei Minuten den Ball technisch überragend mit, schloss aber nicht überragend ab. In der 86. Minute belohnte er sich dann wenigstens noch mit einem Tor. Da stimmte Ballmitnahme und der Abschluss. Note: 3

Einzelkritik Schalke 04 - FC Schweinfurt: Note 3 für S04-Torschützen Vedad Ibisevic

Vedad Ibisevic: Wirkte zunächst in vielen Situationen behäbig, setzte teils sogar gar nicht konsequent nach. Machte dann aber das, wofür er im Sommer verpflichtet wurde: Tore schießen. Erst verpasste er zwar zweimal die Chance zur Führung. Traf dann aber zum eminent wichtigen Ausgleich direkt nach der Führung des FC Schweinfurt. Job erledigt. Nach 63 Minuten war Feierabend. Note: 3

Salif Sané: Spielte ab der 46. Minute für den völlig indisponierten Malick Thiaw. Stellte sich sehr ungeschickt an, als er den Elfmeter verschuldete. Im Gegensatz zum verschuldeten Elfmeter am Freitag (30. Oktober) gegen den VfB Stuttgart war das nicht einfach nur unglücklich - aber genauso der Ball auch nicht drin, dank Ralf Fährmann. Note: 4,5

Vedad Ibisevic (r.) bekam trotz seines Tores für den FC Schalke 04 gegen den FC Schweinfurt nur eine durchschnittliche Note und Einzelkritik.

Bastian Oczipka: Durfte nach 63 Minuten an Stelle von Hamza Mendyl spielen und leitete das 3:1 von Alessandro Schöpf mit einer Flanke mit ein. Spielte unspektakulärer als Mendyl, aber deutlich stabiler. Eine typische Einzelkritik für den erfahrenen Linksverteidiger. Note: 3,5

Goncalo Paciencia: In der 63. Minute musste Vedad Ibisevic für ihn Platz machen. Hatte dann nur eine auffällige Szene, als er völlig unnötig mit dem Torwart des FC Schweinfurt aneinandergeriet, weil er ihn bei einem schnellen Abschlag hindern wollte. Sammelt weiter keine Pluspunkte. Note: 4,5

Omar Mascarell: Spielte ab der 73. Minute für Benjamin Stambouli. Ohne Note

Amine Harit: Drei Minuten vor Abpfiff noch für Benito Raman eingewechselt. Ohne Note

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