Müder Auftritt von Schalke 

Note 5 für gleich sechs Schalke-Akteure: Die S04-Einzelkritik zur Niederlage gegen den 1. FC Köln

Der FC Schalke 04 war auch gegen den 1. FC Köln chancenlos. Das zeigen auch die Noten der Einzelkritik.
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Der FC Schalke 04 war auch gegen den 1. FC Köln chancenlos. Das zeigen auch die Noten der Einzelkritik.

Der FC Schalke 04 hatte beim 3:0 des 1. FC Köln keine Chance. Das zeigen auch die Noten in der Einzelkritik. Ein unerfahrener Youngster überraschte jedoch ein wenig.

  • Der FC Schalke 04 musste am 24. Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Köln eine erneute Niederlage hinnehmen.
  • Die müde Leistung der Schalke-Profis spiegelt sich auch in den Noten der Einzelkritik wider.
  • Die beste Note erhält dabei ein ganz unerfahrener S04-Profi.

Köln/Gelsenkirchen - Die Schalke-Profis konnten nach der Niederlage gegen den 1. FC Köln nur schwer eine Fehleranalyse betreiben. Die müde Leistung schien sie zu beschäftigen. In der Einzelkritik werden einige Schwachpunkte deutlich. 

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Alexander Nübel patzt sich in eine Krise

Alexander Nübel: Trug an den ersten beiden Gegentreffern keine Schuld, zeigte dennoch eine unsichere Leistung. Zudem hatte der kommende FC Bayern-Torwart sonst keine große Möglichkeit, sich zu beweisen. Sein Eigentor in der 75. Minute zeigte jedoch: Alexander Nübel, dessen Schutz durch David Wagner Clemens Tönnies begeistert, ist schwer verunsichert. Das Spiel hätte der S04 auch ohne diesen Patzer verloren, doch bringt ein unruhiger Schlussmann ebenfalls keine Ruhe in die aktuell müde Mannschaft. Unschön: Nach der Partie musste er Schmähungen der S04-Fans über sich ergehen, doch S04-Legende Olaf Thon nimmt Alexander Nübel in SchutzNote: 5

Jonjoe Kenny: War den schnellen Kontern des 1. FC Köln oft hilflos ausgesetzt. Benno Schmitz und Ismail Jakobs hatten die linke Seite der Gastgeber fest im Griff. Der Schalke-Profi, der in der Hinrunde noch begeisterte, konnte seine offensiven Vorstöße nicht ausführen, erlaubte sich einige Stockfehler und wirkte oft verzweifelt. Note: 5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Ozan Kabak muss früh vom Platz

Ozan Kabak: Musste zum Schrecken von Schalke bereits in der 28. Minute das Feld verlassen, nachdem er sich bei einem Kopfballduell verletzt hatte. Zuvor vergab er zwar eine Torchance, brachte der S04-Defensive aber ein wenig der gewohnten Stabilität. Note: 3,5

Matija Nastasic: Stand gegen den 1. FC Köln im Vergleich zu seiner eigentlichen Qualität neben sich. Beim 1:0 konnte er Sebastiaan Bornauw nicht am Kopfballtreffer hindern. Auch beim 2:0 durch Jhon Cordoba schien Matija Nastasic nicht konsequent genug. Wirkte in seinen Aktionen oft unschlüssig und zeigte ein verbesserungswürdiges Stellungsspiel. Gerade, weil man Besseres von ihm kennt, eine schlechte Leistung. Note: 5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Note 4,5 für überforderten Weston McKennie

Bastian Oczipka: Schien oft, ähnlich wie sein Pendant Jonjoe Kenny auf der rechten Seite, überfordert. Der agile und gefährliche Florian Kainz aufseiten der Kölner machte ihm viele Probleme. Der Linksverteidiger zeigte sich bemüht, ab und zu Akzente in der Offensive zu setzen. Doch viel ging nicht. Note: 4

Weston McKennie: Der US-Amerikaner, der oftmals als Allrounder bei Schalke zum Einsatz kommt, wirkte oftmals wie ein Fremdkörper. Orientierte sich vor der Verletzung und Auswechslung von Ozan Kabak auch defensiv, leistete sich jedoch fahrlässige Ballverluste im Zentrum, die zu einigen Kontern führten. In der zweiten Halbzeit des Spiels des FC Schalke 04 gegen den 1. FC Köln (der Ticker zum Nachlesen) etwas besser. War stets bemüht - doch das reicht nicht. Note: 4,5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Note 5 für Mascarell-Ersatz

Nassim Boujellab: Wurde für den verletzten Omar Mascarell, der für den FC Schalke 04 zwei überragende Bundesliga-Statistiken aufweist, in die Startelf geworfen, konnte den S04-Kapitän aber nicht annähernd ersetzen. Große Fußstapfen für einen Spieler mit fünf Bundesliga-Einsätzen. Wirkte oft überfordert und konnte vor der Abwehr nicht aufräumen. Verließ in der 74. Minute für Ahmed Kutucu den Platz. Note: 5

Alessandro Schöpf: Konnte das Offensiv-Vakuum, das Suat Serdar hinterließ, nicht füllen. Wurde für Amine Harit auf die Zehner-Position gezogen. Dort konnte er jedoch kein kreatives Spiel aufziehen, denn die Defensive des 1. FC Köln stand hoch, störte früh und ließ kaum etwas zu. Defensiv war er oftmals auch einen Schritt zu spät. Note: 5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Offensive kommt kaum zum Zug

Benito Raman: Der Belgier durfte rechts neben Alessandro Schöpf mehr den Flügelspieleraktivitäten nachgehen. In der Anfangsphase kam der Schalke-Angreifer das ein oder andere Mal durch, doch der letzte Ball wollte nicht ankommen. Bemühte sich stets, ein wenig zu wirbeln. Ohne nennenswertes Offensiv-Spiel des S04 konnte sich aber auch der schnelle 25-Jährige nicht beweisen. Note: 4

Amine Harit: War gegen den 1. FC Köln ungewohnt auf der linken Seite aufgestellt, fehlte dadurch aber auch im Zentrum mit seinen guten Ideen. Konnte zwar immer wieder sicher Pässe an den Mann bringen, doch der feine Fuß der Vorrunde scheint ein wenig erlahmt zu sein. Ließ sich immerhin des Öfteren defensiv fallen und half aus. Doch die Kölner machten mit dichtem Stellungsspiel clevere Pass-Stafetten unmöglich. Zudem verursachte er den ein oder anderen Kölner Konter. Note: 4,5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Note 5 für Stürmer - Todibo überzeugt

Michael Gregoritsch: Wurde als Stoßstürmer von David Wagner eingesetzt, konnte aber auch keine Akzente setzen. Die Kölner stellten den Österreicher oft zu, der dadurch wenig Ballaktionen hatte. Eine Chance gab es für ihn kurz vor dem Halbzeitpfiff, nachdem ihm ein abgefälschter Schuss von Weston McKennie vor die Füße gefallen war. Vergab die größte Schalke-Chance und musste ab der 58. Minute Platz für Guido Burgstaller machen. Note: 5

Jean-Clair Todibo: Musste bei seinem vierten Bundesliga-Einsatz früh in der 28. Minute den verletzten Ozan Kabak ersetzen - und tat das den Umständen entsprechend gut. Strahlte oft Ruhe aus, konnte viele Ballgewinne verzeichnen und machte es dem hungrigen Jhon Cordoba oft schwer. Note: 3,5

Einzelkritik 1. FC Köln gegen Schalke 04: Guido Burgstaller wieder nur bemüht

Guido Burgstaller: Kam in der 59. Minute für Michael Gregoritsch. Sollte die Schalke-Offensive noch einmal anheizen, fand aber nie so wirklich ins Spiel. War gewohnt mit Kampf, Einsatz und Laufleistung da - war aber keine Gefahr für das Tor von Timo Horn bei den Kölnern. Hatte in der 86. Minute noch einen Ball im Köln-Strafraum, vertändelte den Ball jedoch gegen den starken Bornauw. Note: 4,5

Ahmed Kutucu: Kam in der 74. Minute für Nassim Boujellab. War immer aktiv, lief viel und zeigte Hunger. Doch wie der Rest der Schalke-Offensive war auch er keine wirkliche Bedrohung für das Kölner Tor. Half am Ende sogar noch fleißig hinten mit. Ohne Note

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