S04-Trainer erklärt Spielstil

„Kein Tiki-Taka-Klub“: Wie Dimitrios Grammozis den FC Schalke 04 spielen lassen will

Der Spielstil des FC Schalke 04 lässt sich in der Bundesliga-Saison 2020/21 einfach zusammenfassen: nicht erfolgreich. Unter Trainer Dimitrios Grammozis soll sich das ändern. Das ist sein Plan.

Gelsenkirchen – Sein erstes Training als Trainer des FC Schalke 04 hat Dimitrios Grammozis (42) am Mittwochnachmittag (3. März) erfolgreich geleitet. Jetzt gilt es, den Fokus auf das Bundesliga-Spiel am Freitag (5. März) gegen den FSV Mainz 05 zu lenken. Zuvor verriet der Coach den künftigen Spielstil des S04.

NameDimitrios Grammozis
Geboren8. Juli 1978 (Alter 42 Jahre), Wuppertal
Größe1,79 Meter
Position als SpielerMittelfeld
Aktueller VereinFC Schalke 04 (Trainer)

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis übernimmt den Tabellenletzten der Bundesliga

Der neue Trainer des FC Schalke 04, Dimitrios Grammozis, übernimmt keine leichte Aufgabe. Mit lediglich neun Punkten nach 23 Spieltag rangiert der S04 auf dem letzten Tabellenplatz der Bundesliga. Der Abstieg in die 2. Liga rückt von Woche zu Woche näher.

Doch womöglich ist der 42-Jährige der Retter in der Not. Mit Dimitrios Grammozis kommt sogar das Gewinner-Gen auf Schalke, wie RUHR24-Redakteur Marcel Witte kommentiert. Doch zur Wahrheit gehört auch: Für Siege braucht der S04 Tore, und davon haben die „Knappen“ in 23 Spielen erst 16 geschossen.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis hat nicht viel Zeit bis zum ersten Spiel mit dem S04

Dimitrios Grammozis gab sich am Mittwoch bei seiner Vorstellung positiv gestimmt, wenngleich er einräumte: „Es ist klar, dass man in der Kürze der Zeit Fußball-Inhalte nicht so ausgeprägt trainieren kann.“ Dennoch handele es sich beim FC Schalke 04 nicht um eine Anfänger-Mannschaft, sondern gestandene Profis.

So wolle der Trainer mit den Spielern zwei bis drei Spielphasen gemeinsam erarbeiten. Der Hauptschwerpunkt liege aber vorerst darauf, sich mit den Jungs zu unterhalten, um zu sehen, wie sie zu Lösungen beitragen können.

Dimitrios Grammozis möchte mit dem FC Schalke 04 kein „Tiki-Taka“ spielen lassen. Er erklärt jetzt seine Art des Fußballs.

Doch langfristig hat sich Dimitrios Grammozis ein anderes Ziel gesetzt. „Man muss erst einmal gucken, wohin man kommt, was der Verein verkörpert, dazu zählt die Geschichte und wie die Leute den Verein leben“, so der 42-Jährige.

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis sieht harte Arbeit statt Tiki-Taka beim S04

Beim FC Schalke 04 bedeute das laut dem Deutsch-Griechen vor allem eines: harte Maloche. „Schalke ist nicht gerade der Tiki-Taka-Klub, sondern harte Arbeit, Zusammenhalt und gemeinsam Gas geben in vorderster Linie. Das kann man den Jungs vermitteln. Inhaltlich geht zunächst nicht viel, ich bin aber guter Dinge“, verriet der Coach.

Die Werte Kampf und Leidenschaft mögen den einen oder anderen Anhänger an die Zeiten der Eurofighter zurückerinnern. Diese spielten in der Saison 1996/97 wahrlich nicht den besten Fußball, machten das aber mit Einsatz und Willen wett.

Dementsprechend stellt der FC Schalke 04 auch sein Scouting um. Die einfache Devise, wie der Ex-Sportvorstand Jochen Schneider (50) stellvertretend für die sogenannte „Taskforce Kaderplanung“ um Peter Knäbel (54), Norbert Elgert (64) und Matthias Schober (44), sagte, lautet: „Wir haben relevante Märkte definiert, die zu Schalke passen, mit Mut zur Lücke. Da sind auch Länder dabei, mit denen Schalke in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht hat.“

FC Schalke 04: Dimitrios Grammozis fordert Mut von seinen Spielern

Doch vorerst richtet der S04 den Fokus auf den Bundesliga-Abstiegskampf. Dass Dimitrios Grammozis zwar mit seinem Zitat „kein Tiki-Taka-Klub“ den Schalker Kreisel außer Acht lässt, der als früher Vorreiter des Spielstils mit schnellen kurzen Pässen gilt, missfällt einigen Fans in den Sozialen Netzwerken.

Doch der Trainer hat auch nicht ausgeschlossen, dass die Fans offensiven Fußball von ihm und seinem Team sehen könnten. So sagte Dimitrios Grammozis bereits im März 2019 gegenüber der FAZ, als er gerade beim SV Darmstadt gestartet war: „Ich fordere die Jungs auf, mutiger zu sein. Mut gehört dazu, denn man kann nicht gleichzeitig Angst haben und versuchen, mit spielerischen Mitteln hinten raus zu spielen.“

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa

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