TV-Gelder allein reichen nicht aus

Schalke durch Coronavirus in der Krise - so will sich der S04 vor der Insolvenz retten

Der FC Schalke 04 bangt um seine Existenz. Wegen der Coronavirus-Krise steckt der S04 in einer finanziellen Krise. So soll der Verein gerettet werden.

  • Der FC Schalke 04 kann sich derzeit finanziell noch gerade so über Wasser halten.
  • Doch die Coronavirus-Pandemie könnte den S04 langfristig schaden.
  • Um sich vor einer Insolvenz zu retten, muss der Verein drastische Schritte gehen.

Gelsenkirchen - Beim FC Schalke 04, dem ein Mega-Umbruch mit elf Abgängen droht, muss derzeit gezittert werden - die Zukunft der Königsblauen ist aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Pandemie ungewiss. Finanziell steht der Verein sehr schlecht dar: Die Insolvenz droht.

FC Schalke 04: Verein steckt wegen Coronavirus in der finanziellen Krise

Seit dem 25. Spieltag herrscht in der Fußballbundesliga, dessen Wiederaufnahme RUHR24-Redakteur Christian Keiter für vertretbar hält, Stillstand. Ein Zustand, der vielen Vereinen der ersten und zweiten Liga stark zusetzt. So auch Schalke - der Verein steckt wegen der fehlenden Einnahmen durch den Ticketverkauf und den TV-Geldern in der finanziellen Krise.

Ein kurzes Aufatmen gab es für die Schalker immerhin. So haben sich der Pay-TV-Sender Sky und die DFL auf eine Zahlung der TV-Gelder für den Monat April geeinigt. Bei den Geldern soll es sich um eine Summe von 16 Millionen Euro handeln. Diese Zahlung allein wird den angeblich an Fodé Ballo-Touré (23) interessierten FC Schalke 04 jedoch nicht retten können.

TV-Gelder allein können den FC Schalke 04 nicht retten - S04 muss auf das Coronavirus reagieren

Laut einem Bericht der Sport Bild soll der S04 (möglicher Termin für das Derby gegen den BVB) die TV-Gelder bereits verpfändet haben. Demnach gehen die Einnahmen also nicht direkt auf das Konto der Königsblauen, sondern werden direkt an Dritte weitergeleitet. Um sich vor einer Insolvenz zu retten, muss der Verein weitere Spar-Maßnahmen einleiten.

Erste Schritte hatte man bereits vor einigen Wochen getan. So verzichten aktuell die Spieler sowie weitere Mitarbeiter des S04 wegen der Coronavirus-Pandemie auf ihr Gehalt. Doch die dadurch erzielten Ersparnisse sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. 

Der Klub wird nicht drumherum kommen, einige seiner Profis abzugeben - die Transfers könnte Schalke 04, dessen Derby beim BVB live im Free-TV von Sky gezeigt wird, Gelder im zweistelligen Millionenbereich in die Kasse spielen.

FC Schalke 04: Mehrere Spieler sollen den S04 wegen des Coronavirus verlassen

Um Transfereinnahmen zu generieren hat der FC Schalke 04 offenbar vor allem drei Spieler im Fokus, die den Verein aufgrund des Coronavirus verlassen sollen, wie die Sport Bild berichtet. Im Fokus stehen demnach Mark Uth (28), Sebastian Rudy (30) sowie Nabil Bentaleb (25). Alle drei Spieler sind derzeit an andere Klubs ausgeliehen

Während Mark Uth, mit dessen Rückkehr Schalke aktuell rechnet, bei den Königsblauen nicht gut zurechtkam, läuft es für den Offensivspieler beim 1. FC Köln deutlich besser. Die Kölner möchten den 28-Jährigen auch gerne langfristig an sich binden. Der S04 könnte bis zu zehn Millionen Euro für den Spieler verlangen.

Coronavirus-Krise: Gelingen dem FC Schalke 04 die nötigen Transfers?

Auch Sebastian Rudy scheint sich bei seinem Leihverein, der TSG Hoffenheim, wohlzufühlen. Zuletzt hatte sich allerdings abgezeichnet, dass die Hoffenheimer die Kaufoption wohl eher nicht ziehen werden. Die Ablöse in Höhe von rund sechs Millionen Euro sei den Verantwortlichen in Zeiten des Coronavirus wohl zu hoch.

Wird die TSG Hoffenheim für Schalkes Leihspieler Sebastian Rudy die Kaufoption ziehen?

Besser stehen die Chancen auf einen Transfer von Nabil Bentaleb. Neben dem aktuellen Leihverein Newcastle United gibt es dem Bericht zufolge Vereine aus mehreren Ländern, die den 25-Jährigen ins Visier genommen haben. Auch hier könnte der S04, der im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Saison auf einen Platz in der Champions League hoffen darf, eine Ablösesumme in Millionenhöhe erwarten. Im Ernstfall müsste der Verein womöglich zusätzlich den Verkauf weiterer Profis in Betracht ziehen

Einsparungen so gut es geht: FC Schalke 04 will sich vor Insolvenz retten

Des Weiteren werden die Verantwortlichen beim FC Schalke 04 (weitere Artikel zum S04 bei RUHR24) einige Spielerverträge angehen müssen. So laufen die Verträge von Benjamin Stambouli (29) und Daniel Caligiuri (32), der trotz Verhandlungsstopp beim S04 verlängern will, diesen Sommer aus. 

Aktuell sollen die Spieler auf Schalke jeweils circa drei Millionen Euro verdienen. Der FC Schalke 04, der nach der Derby-Schmach zwei Quarantäne-Optionen hat, will die Verträge offenbar nur zu deutlich geringeren Konditionen verlängern.

Ansonsten bleibt für die Königsblauen weiterhin darauf zu hoffen, dass im Mai der Spielbetrieb in der Liga wieder aufgenommen werden darf. Bei einer Austragung der letzten neun Spieltage würden dem Verein zwar weiterhin die fest eingeplanten Zuschauereinnahmen fehlen. Dafür könnte man dann wieder mit den wichtigen TV-Geldern rechnen und so eine Insolvenz wohl noch einmal abwenden.

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