Trainer hofft auf Freitestung

Schalke 04: Corona-Quarantäne nervt Grammozis – Spiel „eine Katastrophe“

Dimitrios Grammozis befindet sich weiterhin in Corona-Quarantäne. Der Trainer des FC Schalke 04 hält den Kontakt zum Team, fühlt sich aber nicht wohl.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 musste vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli gleich mehrere Hiobsbotschaften hinnehmen. S04-Trainer Dimitrios Grammozis fehlte aufgrund eines positiven Corona-Tests ebenso wie Sportvorstand Peter Knäbel. Dazu waren neun Spieler nicht einsatzbereit. Jetzt verrät der Coach, wie er trotz Quarantäne Kontakt zum Team hält und was ihn dabei besonders nervt.

NameDimitrios Grammozis
Geboren8. Juli 1978 (Alter 43 Jahre), Wuppertal
Größe1,79 Meter
Position beim FC Schalke 04Trainer

Schalke 04: Grammozis genervt von Quarantäne – S04-Spiel „eine Katastrophe“

Bei der 1:2-Niederlage des S04 gegen den FC St. Pauli war Dimitrios Grammozis nicht dabei. Und auch gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag (10. Dezember) fehlte der Trainer. „Ich werde leider nicht auf der Bank sitzen“, so der Trainer am Donnerstag (9. Dezember) bei der digital abgehaltenen Pressekonferenz.

Dem Coach gehe es gut, er hatte vor dem St.-Pauli-Spiel grippale Anzeichen, die jetzt aber wieder weg seien. Der 43-Jährige musste die Partie aus dem heimischen Wohnzimmer verfolgen, war dabei vor allem von einem Umstand sehr genervt und sprach von einer „Katastrophe“.

Schalke 04: Dimitrios Grammozis coachte S04-Spieler am Fernseher

So habe Dimitrios Grammozis gemeinsam mit seiner Familie das Spiel auf dem Fernseher im Wohnzimmer verfolgt, im Nebenraum habe er via Laptop die Möglichkeit gehabt, analytischer auf die Partie zu schauen. Kontakt hatte der Trainer vor allem mit Co-Trainer Matthias Kreutzer und Spielanalyst Lars Gerling via Sprachnachrichten. Er habe drei bis vier Dinge angesprochen, die das Trainerteam aber sowieso genauso gesehen hatte.

Doch das Spiel nur am TV verfolgen zu können, sei für den Trainer „eine Katastrophe“ gewesen. Er habe teilweise sogar versucht, „Spieler am Bildschirm zu coachen, obwohl sie mich natürlich nicht hören konnten“.

Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis ist genervt von der Corona-Quarantäne.

Schalke 04: Dimitrios Grammozis sieht Verbesserungspotenzial in der Defensive

Anzusprechen hätte der Trainer einiges gehabt: „Wir waren immer in Schlagdistanz, um den Gegner zu bedrängen, haben aber nicht zugepackt und Restabstand gehalten. Das müssen wir absolut besser machen.“

Unter Woche gab es immer wieder Videoschaltungen zwischen dem Trainerteam und Dimitrios Grammozis, der zudem auch mit einigen Spielern telefonierte. Der Coach musste aber auch zugeben: „In Videoschalten kann man das, was man fühlt, nicht so richtig rüberbringen.“ Auch die Trainingseinheiten verfolgte der Trainer per Videoaufnahme.

Schalke 04: Dimitrios Grammozis hofft auf eine Freitestung

Gegen den 1. FC Nürnberg musste Dimitrios Grammozis erneut das Spiel am heimischen Fernseher verfolgen. Der Trainer hofft aber, dass er in diesem Jahr noch auf die Trainerbank zurückkehrt: „Ich habe vorgestern (Mittwoch, Anm.d.Red.) einen PCR-Test gemacht, der leider positiv ausgefallen ist. Ich hoffe, dass ich mich vielleicht freitesten lassen kann und dann Mitte nächster Woche aus der Quarantäne raus kann.“

Denn ein Punkt nervt den Trainer laut eigener Aussage noch mehr, als das Spiel aus dem Wohnzimmer schauen zu müssen: „Ich hoffe, wenn das vorbei ist, muss ich diese Zeit nie wieder erleben. Mir fehlen die Jungs, mir fehlen die Spieler, mir fehlt das tägliche Arbeiten mit ihnen.“

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