Ex-Aufsichtsratsvorsitzender beim S04

Trotz Rücktritt: Clemens Tönnies möchte dem FC Schalke 04 treu bleiben

Clemens Tönnies möchte weiterhin Spiele des FC Schalke 04 in der Veltins-Arena besuchen.
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Clemens Tönnies möchte weiterhin Spiele des FC Schalke 04 in der Veltins-Arena besuchen.

Clemens Tönnies möchte auf Spiele des FC Schalke 04 in der Veltins-Arena nicht verzichten. Auch einem weiteren Bundesligisten bleibt er treu.

  • Clemens Tönnies bleibt weiterhin Fan des FC Schalke 04.
  • Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende des S04 will weiter die Veltins-Arena besuchen.
  • Einen Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und einer NRW-Bürgschaft für den Verein weist er zurück.

Gelsenkirchen - Clemens Tönnies (64) will nach seinem Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 (alle S04-Texte unter RUHR24.de) dem Bundesliga-Verein dennoch treu bleiben. Der Unternehmer wird weiterhin auf der Tribüne in der Veltins-Arena sitzen.

Geboren

27. Mai 1956 (Alter 64 Jahre), Rheda, Rheda-Wiedenbrück

Vermögen

2,3 Milliarden US-Dollar (2020)

Eherpartnerin

Margit Tönnies

Kinder

Maximilian Tönnies, Julia Tönnies

Geschwister

Bernd Tönnies, Annette Hermann, Andrea Tönnies

FC Schalke 04: Clemens Tönnies bleibt S04 auch nach dem Rücktritt treu

"Ich werde Schalke nicht den Rücken kehren, werde weiter zu Spielen gehen", sagte der 64-jährige dem Westfalen-Blatt. Dann schickte er eine emotionale Liebeserklärung hinterher.

"Ich kann doch nicht einfach die schönsten 26 Jahre meines Lebens, die ich dort hatte, abhaken". Schalke liege ihm "natürlich unglaublich am Herzen. Und das bleibt auch so."

Ob er dann künftig neue Spieler auf Schalke sieht, bleibt abzuwarten. Sein Nachfolger als Aufsichtsrats-Chef, Jens Buchta, hat erklärt, warum es beim S04 noch dauern kann, bis Transfers bekannt gegeben werden.

Clemens Tönnies beim FC Schalke 04: Rücktritt wegen wirtschaftlicher Schieflage und Corona

Clemens Tönnies hat am 30. Juni seinen Rücktritt als Aufsichtsratsvorsitzender des FC Schalke 04 bekannt gegeben. Seit 1994 war er zuvor Mitglied im Aufsichtsrat des S04 und stand diesem seit 2001 vor.

Zuletzt wurden die sportlichen und wirtschaftlichen Probleme auf Schalke aber immer größer. Zudem brachte ihn der Coronavirus-Ausbruch im Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück noch mehr unter Druck.

Schalke-Rücktritt und NRW-Bürgschaft laut Clemens Tönnies in keinem Zusammenhang

Spekulationen, das Land NRW habe vor dem Hintergrund des massiven Coronavirus-Ausbruchs mit etwa 1.500 infizierten Beschäftigten seinen Rücktritt bei Schalke zur Bedingung für eine Landesbürgschaft für den Verein gemacht, erteilte Clemens Tönnies sogleich eine Absage: "Das ist eine Geschichte, die ich noch nicht gehört habe."

Die von seiner Firma dem S04 zur Verfügung gestellte Kreditlinie über 25 Millionen Euro sei zudem "lange ausgelaufen. Jegliches Engagement wäre immer von privater Seite", erklärte Tönnies.

Clemens Tönnies (l.) und Peter Peters bei einem Schalke-Spiel in der Veltins-Arena.

FC Schalke 04 und Arminia Bielefeld: Clemens Tönnies will weiter ins Stadion gehen

Nicht nur Schalke, auch zu Spielen des Bundesliga-Aufsteigers Arminia Bielefeld möchte er weiter gehen, obwohl die Ostwestfalen nach dem Coronavirus-Ausbruch die Zusammenarbeit mit seiner Firma beendet haben. "Es passt leider hinein in eine völlig überhitzte Stimmung, geprägt von Hetze und Unsachlichkeit." 

Er habe ein sehr ehrliches Entschuldigungsschreiben von Arminia Bielefeld bekommen, sagte Clemens Tönnies. Er hätte sich gewünscht, "dass das, was dort bedauert wird, vorher gegriffen hätte. Dann wäre das so nie passiert. Aber auch hier werde ich weiter zum Fußball gehen." 

Coronavirus-Ausbruch in Rheda-Wiedenbrück: Ex-Schalke-Boss Clemens Tönnies ist sich keiner Schuld bewusst

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs bei seinem Werk in Rheda-Wiedenbrück weist Ex-Schalke-Boss Clemens Tönnies unterdessen jede Schuld von sich und seinem Betrieb. Manch einer habe einen politischen Feldzug gegen den Fleischfabrikanten geführt.

Das sei für ihn eine Frechheit und dagegen wolle man sich jetzt zur Wehr setzen. "Wir haben uns immer an Recht und Gesetz gehalten", versicherte Clemens Tönnies. "Wir wissen bis heute nicht, welchen Rechtsbruch wir begangen haben sollen." Mit dpa-Material.