Schlaflose Nächte

Schalke 04: Mark Uth litt unter Jagd-Szenen bei S04 – schockierende Details

2020/21 war eine tragische Saison für den S04, als der Verein sang- und klanglos abstieg. Mark Uth erinnert sich an ein einschneidendes Erlebnis.

Gelsenkirchen – Die vergangene Saison war nicht einfach für den FC Schalke 04. Eine historische Sieglos-Serie deutete schon früh den Abstieg in die zweite Liga an. Momente, die Fans und Spielern wohl immer in Erinnerung bleiben: Die Jagd-Szenen, nachdem der S04-Abstieg in Bielefeld besiegelt wurde.

SpielerMark Uth
Geboren24. August 1991 (Alter 30 Jahre), Köln
Aktueller Verein1. FC Köln

Schalke 04: Mark Uth schildert Jagd-Szenen nach S04-Abstieg – „Wollte einfach nach Hause“

Damals empfingen Fans die Mannschaft zur Rückkehr an der Veltins-Arena. Ein Video zeigt, wie die Schalke-Profis flüchteten, nachdem sie von einem wütenden Mob verfolgt wurden.

Zu den verfolgten Profis zählte auch Mark Uth, der nach dem S04-Abstieg in seine Heimat zum 1. FC Köln wechselte. Doch die Abstiegs-Saison mit den Königsblauen ist für ihn eine zum Vergessen. Was ihm anscheinend nicht so leicht fiel.

Schalke 04: Stürmer Mark Uth nennt Details zu Jagd-Szenen nach S04-Abstieg

Der Abend, an dem er von den Fans verfolgt wurde, hing dem Angreifer offenbar noch eine Weile in den Knochen. In einem Interview verriet er jetzt Details: „Es war kein schöner Abend. Man ist enttäuscht, wenn man absteigt. Und dann kommt man nach Hause und es warten 400 Hooligans auf einen und jagen einen über den Arena-Campus“, erklärte er laut Sport.de in der Dokumentation „24/7 FC“.

Mark Uth zählte zu dem Trio, das nach den Attacken nicht mehr für Schalke 04 auflaufen wollte – zusammen mit Suat Serdar und Amine Harit. Inzwischen tragen alle drei nicht mehr das blau-weiße Trikot.

Mark Uth spielt jetzt wieder für den 1. FC Köln. Der Abschied von Schalke 04 verlief nicht ohne Beschwerden.

Schalke 04: Mark Uth und S04 trennen sich im Clinch – Stürmer jetzt beim 1. FC Köln

Bei den S04-Fans hat Mark Uth Ansehen eingebüßt – und das scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Der Ex-Schalke-Profi erklärte in der Dokumentation weiter, dass auch die Tage nach der Verfolgungsjagd „schwer gewesen“ seien.

Auch, „weil ich nicht gut schlafen konnte. Weil ich immer wieder daran gedacht habe und immer einen Adrenalin-Schub hatte, als ich darüber nachgedacht habe. Das war wirklich nicht einfach“, verrät Mark Uth weitere Details. Kein Wunder, dass sowohl Schalke 04 als auch der Stürmer den Wechsel im Sommer nach dem S04-Abstieg forcierten.

Mark Uth, gebürtiger Kölner, schien dies besonders wichtig zu sein: „Ich wollte einfach nach Hause, weil ich diese Stadt liebe und gerne hier wohne.“ Deswegen gebe es für ihn keinen anderen Verein, erklärte er. In der bisherigen Saison sammelte er in der Dom-Stadt zehn Einsätze und erzielte ein Tor.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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