Bild: Achim Scheidemann/dpa

Zusammen holten sie 1997 mit dem FC Schalke 04 den UEFA-Cup und wurden 2001 „Meister der Herzen“. Doch Rudi Assauer und Huub Stevens verband weit mehr als ihre gemeinsame Arbeit für Schalke.

„Ich habe einen engen Freund verloren“, sagte Huub Stevens nun in einem Interview mit dem Sportbuzzer zum Tod von Rudi Assauer am vergangenen Mittwoch. „Es tut sehr weh.“

Stevens konnte Assauer immer anrufen

Auch als die beiden schon nicht mehr zusammenarbeiteten, habe Stevens Assauer immer anrufen können. „Unsere gemeinsamen Zeiten, die guten und die schlechten, werde ich nie vergessen“, so Schalkes Jahrhunderttrainer.

„Seine Ehrlichkeit, seine Direktheit“, nennt Stevens als Eigenschaften, die er an Assauer besonders geschätzt habe. „Wir haben nach einer Verhandlung nie sofort einen Vertrag unterschrieben. Es gab eine mündliche Einigung und irgendwann das Stück Papier. Seine Tür stand immer für alle offen.“

Krankheit veränderte Assauer

In den letzten Jahren habe sich Assauer durch seine Alzheimer-Krankheit jedoch sehr verändert. “ Er war durch diese Scheißkrankheit schon seit Jahren nicht mehr der Rudi, wie wir alle ihn kannten, nicht mehr der Assi, der mein Freund war“, so Stevens gegenüber dem Sportbuzzer.

Mit dem Gewinn des UEFA-Cups feierten Stevens und Assauer gemeinsam den größten Erfolg der Schalker Vereinsgeschichte. Foto: Bernd Thissen dpa

Bei seinem letzten Besuch vor einigen Monaten habe der ehemalige Schalker Manager seinen einstigen Trainer nicht mehr erkannt. „Wenn ich ihm in die Augen geschaut habe, dann habe ich nicht mehr den Rudi erkannt, der er noch vor eineinhalb Jahren war.“

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Auch die Kommunikation mit Assauer sei durch die Krankheit sehr schwierig geworden. „Er war sehr ruhig, in sich versunken. Wenn er früher einen Raum betrat, dann stand da eine Persönlichkeit mit großer Ausstrahlung. Und zuletzt wusste er nicht mehr, wo er war.“