Sportvorstand gibt Auskunft

Wie plant Schalke mit Jonjoe Kenny und Juan Miranda? So äußert sich Jochen Schneider

Die Schalke-Profis um Jonjoe Kenny und Juan Miranda feiern den Auswärtssieg in Leipzig.
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Die Schalke-Profis um Jonjoe Kenny und Juan Miranda feiern den Auswärtssieg in Leipzig.

Mit Jonjoe Kenny und Juan Miranda verpflichtete der FC Schalke 04 im Sommer vergangenen Jahres zwei Verteidiger-Talente auf Leihbasis. Nun äußerte sich Sportvorstand Jochen Schneider zu den beiden Personalien.

  • Everton-Leihgabe Jonjoe Kenny avancierte bei S04 auf Anhieb zum Stammspieler.
  • Barca-Talent Juan Miranda kam hingegen bisher erst zu vier Pflichtspiel-Einsätzen.
  • Jochen Schneider ist bei beiden Spielern in engem Austausch mit den Vereinen.

Gelsenkirchen – Auch wenn die aktuelle Saison noch voll im Gange ist, laufen beim FC Schalke 04 bereits die Planungen für das kommende Spieljahr. Zwei Spieler, die dabei besonders im Blickpunkt stehen, sind Jonjoe Kenny (22) und Juan Miranda (20), der angeblich den FC Schalke 04 sofort Richtung FC Barcelona oder FC Utrecht verlassen will. In einem Interview gab Sportvorstand Jochen Schneider (49) jetzt Einblicke in den aktuellen Planungsstand bei den zwei Leihspielern.

Jonjoe Kenny und Juan Miranda: Zwei Verteidiger-Talente beim FC Schalke 04

Mit dem Wechsel auf der Trainerposition vollzog der S04 im Sommer 2019 auch einige taktische Änderungen. Während Domenico Tedesco (34) und Huub Stevens (66) meist eine Dreierkette spielen ließen, setzt David Wagner (48) auf die klassische Viererkette. Da die Königsblauen auf der Außenverteidiger-Position zuletzt allerdings nicht mehr optimal besetzt waren, musste Jochen Schneider sich auf die Suche nach neuen Abwehrspielern machen. 

Unter dem Maßstab einer neuen Nachhaltigkeit und dem verstärkten Fokus auf die Talent-Entwicklung fiel die Wahl auf Jonjoe Kenny, dessen Verbleib bei Schalke nun wahrscheinlicher wird und Juan Miranda. Der englische U21-Nationalspieler vom FC Everton sollte beim FC Schalke 04 Spielpraxis sammeln und die Kader-Lücke auf der rechten Abwehrseite schließen.

Schalke-Boss Jochen Schneider gibt Einblicke in Verhandlungsstand bei Jonjoe Kenny

Der Transfer ging voll auf. Ohne große Anlaufzeit zu benötigen, avancierte der 22-Jährige zum Stammspieler. Mit viel Dampf nach vorne und gutem Verhalten in der Defensive wurde Jonjoe Kenny, bei dem sich wegen des FC Everton für den FC Schalke 04 ein neues Problem auftut, schnell zu einem der Publikumslieblinge. 

Nur allzu verständlich ist da, dass Schalke (hier geht es zur Einzelkritik und den Noten für die Partie gegen Mainz 05) den Rechtsverteidiger, der bei den "Toffees" noch bis 2022 unter Vertrag steht, gerne länger an sich binden würde. Ohne Kaufoption wird dieses Unterfangen allerdings nicht einfach. 

In einem Interview mit Funke Sport (Bezahlschranke) sagte Jochen Schneider nun: "Wir sind mit den Verantwortlichen des FC Everton in einem sehr guten und vertrauensvollen Austausch und sind so verblieben, dass wir uns am Saisonende unterhalten werden, um zu schauen: Wie ist die Situation bei Everton, wie ist die des Spielers und wie die des FC Schalke 04." Zusätzlich äußerte sich Jochen Schneider auch zu den Schalke-Planungen auf der Torwart-Position.

In die Karten spielen könnte dem Schalke 04 beim Bemühen um Jonjoe Kenny dabei die Situation von Djibril Sidibé (27). Der rechte Außenverteidiger kam von der Saison auf Leihbasis von der AS Monaco und ist aktuell Stammspieler. Für 14 Millionen Euro könnten die Monegassen den 27-Jährigen fest verpflichten.

Jochen Schneider mit Entwicklung von S04-Leihgabe Juan Miranda zufrieden

Etwas anders gestaltet sich die Situation bei Juan Miranda. Die Linksverteidiger-Leihgabe des FC Barcelona verzeichnete bisher erst vier Pflichtspiel-Einsätze. Im Pokal-Krimi gegen Hertha gelang ihm seine erste Torbeteiligung. 

Trotz der geringen Spielanteile ist Jochen Schneider mit der Entwicklung des Abwehr-Talents zufrieden. "Ich finde schon, dass Juan funktioniert", so der Sportvorstand. Der Schalke-Boss nennt drei Gründe, warum Juan Miranda etwas Zeit zur Eingewöhnung benötigte. Zunächst sei er noch "ganz jung", dann würde in Deutschland ein anderer Fußball gespielt als in Spanien und schließlich würden sich die Katalanen deutlich mehr auf Ballbesitz fokussieren.

Video: Schalkes Jonjoe Kenny: "Lahm war mein Vorbild"

"Die Verantwortlichen aus Barcelona sind mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Ihnen ist klar, dass er sich hier durchsetzen muss, wenn er ein Spieler für Barcelona werden soll. Deshalb ist die Leihe ja auch auf zwei Jahre angelegt", machte Jochen Schneider deutlich. 

Für Jonjoe Kenny sei die Anpassung dagegen leichter gewesen, da der Spielstil des FC Everton "dem deutschen Fußball sicherlich näher ist als der spanische."

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