2. Bundesliga-Spieltag

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Ein S04-Profi überragt bei Last-Minute-Remis

Schalke Spieler gehen klatschend in die Kurve.
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Schalke 04 erkämpft sich gegen Gladbach einen Punkt. Alle Noten in der Einzelkritik.

Der FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach trennten sich nach einem wilden Spiel mit 2:2. Alle Noten für den S04 in der Einzelkritik.

Gelsenkirchen - Im 2. Bundesligaspiel hat der FC Schalke 04 den ersten Punkt eingefahren. Gegen Borussia Mönchengladbach belohnte der S04 seine couragierte Leistung noch mit einem 2:2. Die Noten zum Spiel fallen daher überwiegend positiv aus.

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Alle Noten für den S04 im Überblick

Alexander Schwolow: Die Nummer 1 des Revierklubs erwies sich als starker Rückhalt. Gleich mehrfach reagierte Alexander Schwolow glänzend und machte gute Möglichkeiten der Gladbacher zunichte. In der 15. Minute war er erstmals hellwach, als Thuram in die Tiefe geschickt wurde. Schwolow stürmte mutig heraus und blockierte den Torschuss. Stark waren auch seine beiden Reaktionen in der 77. und 78. Minute. Zunächst parierte er einen satten Volleyschuss. Anschließend zeigte er eine Glanztat, als Bensebaini nach einer Ecke zum Kopfball kam. Seine gute Leistung wird jedoch durch das zweite Gegentor getrübt. Dabei kam es zu einem Missverständnis mit Alex Kral. Der Torhüter wollte den Ball locker abfangen, während der Tscheche den Ball per Kopf klären wollte. Am Ende behinderten sich beide gegenseitig, sodass der Ball vor den Füßen von Thuram landete, der zum zwischenzeitlichen 1:2 einschieben konnte. Note: 2,5

Cedric Brunner bekommt in der S04-Einzelkritik die Note 3,5.

Cedric Brunner: Der frühere Bielefelder startete gut in die Partie. Seine Seite hielt er weitestgehend dicht und gewann den Großteil seiner Zweikämpfe. Mit zunehmender Spieldauer wurde es jedoch immer luftiger. Am Ende rollten viele Angriffe über seine Flügel. Nicht immer konnte Cedric Brunner diese stoppen. In der Offensive war der 28-Jährige zudem kaum zu sehen. Bei ihm ist insgesamt noch Luft nach oben. Note: 3,5

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Note 4,0 für Maya Yoshida

Maya Yoshida: Der Japaner zeigte an der Seite von Malick Thiaw eine weitestgehend konzentrierte Vorstellung. Im Vergleich zu seinem Partner in der Innenverteidigung, war er jedoch deutlich unauffälliger. Spielaufbau und Zweikampfverhalten waren solide. Beim Ausgleichstreffer durch Jonas Hofmann war Maya Yoshida allerdings zunächst zu weit weg von seinem Gegenspieler. Im Anschluss war er außerdem zu zaghaft. Note: 4,0

Malick Thiaw: Der U21-Nationalspieler rückte für Marcin Kaminski in die Startelf und war eine echte Bereicherung in der Defensive. Insbesondere bei hohen Bällen und Standards verteidigte Malick Thiaw resolut. Im Spielaufbau zeigte er sich darüber hinaus unaufgeregt und konzentriert. Einzig sein kleiner Aussetzer in der 22. Minute trübt den positiven Eindruck. Nach einem hohen Ball ließ er sich zu leicht von Marcus Thuram abschütteln, der im Anschluss aus aussichtsreicher Position zum Abschluss kam. Beim Ausgleichstreffer stimmte außerdem die Ordnung nicht. Nichtsdestotrotz war seine Leistung ein Bewerbungsschreiben für weitere Aufgaben. Note: 2,5

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Note 4,5 für Alex Kral

Thomas Ouwejan: Über seine Seite kam besonders in der ersten Halbzeit mächtig Dampf nach vorne. Oftmals setzte sich Thomas Ouwejan auf dem Flügel durch und flankte scharf vor das Tor. Schon in der 3. Minute hätte Tobias Mohr daraus Profit schlagen können. Der Mittelfeldspieler verpasste den Ball aber knapp. Trotzdem steckte der Niederländer nicht auf und brachte Flanke um Flanke in den Strafraum. Mit etwas Glück wäre so ein weiterer Treffer möglich gewesen. An zwei Treffern hatte Thomas Ouwejan dennoch seine Aktien. Vor dem 1:0 spielte er einen guten Ball auf Torschütze Rodrigo Zalazar. Beim Gegentreffer zum 1:1 stand er wiederum nicht gut und ließ den Ball zu einfach an sich vorbei. Note: 3

Alex Kral gab trotz großem Engagement eine unglückliche Figur gegen Gladbach ab.

Alex Kral: Seine Aufgabe als „Staubsauger“ vor der Abwehr meisterte Alex Kral in Halbzeit 1 noch sehr ordentlich, ohne dabei spielerisch zu glänzen. Diese Aufgabe war heute jedoch ohnehin für andere Mitspieler vorgesehen. Immer wieder warf er sich in gefährliche Zweikämpfe und konnte so die Angriffe der Fohlen zumeist unterbinden. Mit einem guten Stellungsspiel machte er den Offensivspielern der Gladbacher das Leben schwer. In Halbzeit zwei spürte man dagegen einen deutlichen Leistungsabfall. Die Folge: Alex Kral war an beiden Gegentoren unmittelbar beteiligt. Beim 1:1 war er zu zaghaft im Zweikampf und konnte den Ball nicht vernünftig klären. Beim Treffer zum 1:2 gab es offenbar ein Kommunikationsproblem mit Alexander Schwolow. Beide behindert sich gegenseitig, sodass Thuram locker einschieben konnte. Note: 4,5

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Note 1,0 für Rodrigo Zalazar

Tom Krauß: In der Schaltzentrale war Tom Krauß relativ unauffällig. Wie nahezu alle seiner Teamkollegen war er engagiert und sorgte für Stabilität. Darüber hinaus hatte der U21-Nationalspieler bis auf 2-3 gute Zweikämpfe nur wenig Szenen. Er muss künftig noch präsenter sein, um dem Spiel seinen Stempel aufdrücken zu können. Note: 4,0

Rodrigo Zalazar: Der Heißsporn war der überragende Akteur gegen Gladbach. Bereits in der 9. Minute setzte Rodrigo Zalazar eine erste Duftmarke. Sein Distanzschuss ging aber knapp über den Kasten. In der 29. Minute zielte er dann genauer. Aus knapp 20 Metern fasste er sich ein Herz und zog ab. Der harte Flachschuss landete unhaltbar in der linken unteren Ecke. Kurz vor der Halbzeit hätte der Offensivspieler fast einen weiteren Treffer per Freistoß erzielt. Yann Sommer reagierte jedoch glänzend. Auch im Anschluss war der Uruguayer immer wieder gefährlich und trieb die Offensivbemühungen des S04 weiter an. Doch auch in der Defensive war er sich für nichts zu schade. In der 66. Minute wurde er unter großem Applaus für Mollet ausgewechselt. Ein bärenstarker Auftritt. Erst nach seiner Auswechslung wurde das Spiel richtig wild. Note: 1,0

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Note 2,0 für Marius Bülter

Marius Bülter: Hinter Simon Terodde hat Marius Bülter heute im wahrsten Sinne des Wortes Fußball „gearbeitet“. Der 29-Jährige war in der Offensive sehr umtriebig, ohne dass er dabei selbst groß in Szene gesetzt worden ist. In der 15. Minute kam er nach einer Hereingabe von Thomas Ouwejan aus der Drehung zum Abschluss. Bei diesem Versuch fehlte allerdings die nötige Präzision und Schärfe. Dafür spulte Bülter gegen Ball ein unglaubliches Laufpensum ab. Immer wieder lief er die Gladbacher Defensivspieler energisch an und warf sich in die Zweikämpfe. Sein Spiel war von großer Einsatzbereitschaft geprägt. Am Ende belohnte er sein Engagement mit einem coolen Strafstoßtor. Note: 2,0

Marius Bülter sicherte dem S04 per Elfmeter noch einen Punkt.

Tobias Mohr: Einsatzbereitschaft zeigte auch Tobias Mohr. Ähnlich wie Marius Bülter überzeugte er durch Engagement und gutes Anlaufverhalten. Spielerisch war beim Neuzugang aus Heidenheim allerdings noch Luft nach oben. Mehrmals versuchte er den Ball scharf ins Zentrum zu spielen. Seine Versuche waren jedoch zu ungenau. Man merkte ihm an, dass er sich noch ans Schalker-Spiel und die Bundesliga gewöhnen muss. Nach 66 Minuten war dann Schluss. Jordan Larsson kam für ihn in die Partie. Bei Tobias Mohr war es trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung. Note: 3,5

Schalke-Einzelkritik gegen Gladbach: Note 3,0 für Simon Terodde

Simon Terodde: Der Zweitligatorschützenkönig war von Beginn an der absolute Zielspieler. Bereits früh war zu erkennen, dass seine Mitspieler versuchten, Simon Terodde immer wieder durch Flanken in die Show zu bekommen. Der Sturmtank, der für Sebastian Polter in die Startelf rückte, kam allerdings nicht zu einer klaren Abschlusschance. Entweder stand Simon Terodde nicht richtig oder die Hereingaben waren zu ungenau. Mit ihm wirkte das Offensivspiel dennoch gefährlicher. Alleine aufgrund seiner Präsenz in der Box war die Defensive der Gäste oftmals verunsichert. Spielerisch muss in den kommenden Wochen noch mehr kommen. Nach 66. Minuten wurde er für Sebastian Polter ausgewechselt. Note: 3,0

Jordan Larson: Der Schwede feierte in der 60. Minute sein Bundesliga-Debüt. Ab und an blitzte sein Tempo kurzzeitig auf. Ansonsten war es aber eher ein zurückhaltender Start. Für eine seriöse Bewertung hatte Jordan Larson jedoch zu wenig Szenen. Note: 3,5

Sebastian Polter: Durfte in der letzten halben Stunde für Simon Terodde aufs Feld. Ähnlich wie sein Vorgänger kam er aber nicht zu nennenswerten Torchancen. Ohne Note.

Florent Mollet: Der Franzose ersetzte ab der 66. Minute den starken Rodrigo Zalazar. Im Spiel nach vorne konnte er in kurzer Zeit einige Akzente setzten. Er machte Hoffnung auf mehr. Ohne Note.

Dany Latza: Wurde in der 85. Spielminute für Alex Kral eingewechselt. Ohne Note.

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