DFB-Pokal

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Siebenmal Note 6 beim Pokal-Desaster

Schalke 04 geht gegen die TSG Hoffenheim mit 1:5 im DFB-Pokal unter. Nur drei Spieler bekommen eine Note 4 – aber sieben Profis waren „Ungenügend“.

Sinsheim/Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 ist am Dienstagabend (18. Oktober) aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Bei der 1:5-Niederlage des S04 gegen die TSG Hoffenheim versuchte sich Trainer Frank Kramer mit einer Dreier-Abwehrkette. Der Plan ging nicht auf. Die Einzelkritik mit Noten.

BegegnungTSG Hoffenheim - FC Schalke 04
WettbewerbDFB-Pokal, 2. Runde
SpielterminDienstag (18. Oktober), 20.45 Uhr
Ergebnis5:1 (3:0)

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Alle Noten des S04 im DFB-Pokal

Alexander Schwolow: Fünf Gegentore musste der Torwart beim FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim schlucken. Beim 0:2 hätte er womöglich noch den Ball aus der kurzen Ecke kratzen können, der Schuss kam aber mit viel Wucht auf den Kasten. Beim 0:4 spekulierte Schwolow früh, TSG-Verteidiger Ozan Kabak kam per Kopf eher an den Ball. Das sah unglücklich aus. Stark immerhin, wie der Torhüter gegen Dennis Geiger parierte (16. Spielminute). Ein undankbares Spiel für Alexander Schwolow. Note: 4

Tobias Mohr: Agierte als Linksfuß auf der rechten Außenverteidiger-Position und hatte mit Gegenspieler Angelino große Probleme. Schon in der zweiten Minute fehlte er, als der Spanier frei zum Schuss kam. Was sich Frank Kramer mit dieser Aufstellung gedacht hat? Die Idee ging überhaupt nicht auf. Vor dem 0:2 griff er auf der linken Seite Robert Skov nicht an, der auf Angelino vorlegen konnte. Nach 39 Minuten nahm Trainer Kramer den Flügelspieler vom Platz. Note: 6

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 6 für Henning Matriciani

Henning Matriciani: Der 22-Jährige war gegen Hoffenheim als Innenverteidiger komplett überfordert. Ob Munas Dabbur oder Georginio Rutter – die TSG-Stürmer konnten schalten und walten wie sie wollten. Sah nach 41 Minuten schon Gelb, als er Angelino voll abräumte. Bezeichnend, wie er Mitspieler Maya Yoshida anschoss und so den Ball unfreiwillig auf den Hoffenheimer Christoph Baumgartner auflegte, dessen Schuss Schwolow aber zur Ecke parierte. Sah auch beim 0:5 nicht gut aus, als er Angelino einfach flanken ließ. Note: 6

Alex Kral: Der Tscheche startete schwach als Innenverteidiger, lief beim 0:1 durch Munas Dabbur nur hinterher und ließ sich dann ausdribbeln. Danach der einzige Schalke-Profi, der das Hoffenheimer Tempo mitgehen konnte und zumindest ansatzweise Gegenwehr leistete. Nach der Mohr-Auswechslung als defensiver Mittelfeldspieler unterwegs, ordnen konnte er die königsblaue Defensive aber nicht. Beim 0:5 war Kral nicht nah genug dran an Torschütze Pavel Kaderabek im Strafraum. Note: 4,5

Alex Kral (r.) versuchte sich gegen die Niederlage des FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim zu stemmen. Er ist in der Einzelkritik der beste S04-Defensivspieler.

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 6 für Maya Yoshida

Maya Yoshida: Der Japaner machte dort weiter, wo er am Freitag gegen Hoffenheim aufgehört hatte. Es wurde nicht besser. Tempo-mäßig war Maya Yoshida den TSG-Angreifern komplett unterlegen, kam stets zu spät. Beim 0:3 konnte der Routinier die Defensive nicht richtig sortieren, griff dann Dennis Geiger an, sodass Munas Dabbur freie Bahn auf das Tor hatte. Note: 6

Thomas Ouwejan: Er hatte enorme Probleme mit Robert Skov, der nach Belieben flanken und passen durfte. Thomas Ouwejan stand stets mehrere Meter weit weg vom Profi der TSG Hoffenheim. Der Niederländer hatte Glück, dass der Schiedsrichter in der 46. Minute auf Abseits entschied. Ouwejan und Torwart Schwolow schauten sich dabei nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“ an – der Ball flog ins Tor. Note: 6

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 6 für Florian Flick

Florian Flick: Im Bundesliga-Spiel saß er 90 Minuten lang auf der Bank, die DFB-Pokal-Partie war kein Bewerbungsschreiben für einen erneuten Startelf-Einsatz. Florian Flick war gegen Hoffenheim beim 0:3 viel zu weit weg von Torschütze Munas Dabbur. Beim 0:4 verlor er das Duell mit Ozan Kabak. Insgesamt verlor Flick fünf von sechs Zweikämpfen. Das war nichts, macht in der Einzelkritik die Note: 6

Danny Latza (am Boden), hier beim Ballverlust gegen Ozan Kabak, machte eine schwachte Partie für Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim.

Danny Latza: Verlor den Ball vor dem 0:1 (5.) viel zu einfach im Mittelfeld gegen Ozan Kabak, Hoffenheim schaltete schnell um. Warum der Kapitän ansonsten nur wenig Spielzeit bekommt, dürfte auch an Aktionen wie dieser liegen. Immerhin: Der gebürtige Gelsenkirchener hatte die einzige gute Chance in der ersten Halbzeit, Oliver Baumann parierte den Schuss von Danny Latza zur Ecke (45.). Note: 6

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 5,5 für Jordan Larsson

Jordan Larsson: In der ersten Halbzeit nicht zu sehen, zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem Schuss mit links nach einem Alleingang über die rechte Seite. Der Ball ging knapp am Winkel vorbei (49.). Das hebt die Einzelkritik zumindest ganz leicht, ansonsten war es das aber auch wieder mit positiven Aktionen. In der 86. Minute ging Larsson mit Krämpfen vom Platz. Note: 5,5

Florent Mollet: Hatte 25 Ballkontakte, war kaum zu sehen. Beim 0:2 von Angelino schaute der Franzose nur zu statt den Hoffenheimer anzugreifen. Bezeichnende Szene: Prallte in der 20. Minute mit dem Schiedsrichter zusammen und blieb kurz liegen. Nach 59 Minuten war Schluss für ihn. Note: 6

Florent Mollet kann es nicht fassen. Für seinen Auftritt beim FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim bekommt er die Note 6 in der Einzelkritik.

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 5 für Simon Terodde

Simon Terodde: Der 34-Jährige konnte einem leidtun, weshalb die Bewertung in der Einzelkritik schwerfällt. Nur 13 Ballkontakte verzeichnete Simon Terodde, eine verwertbare Flanke segelte nicht in den Strafraum. Der Stürmer hing völlig in der Luft, nach 59 Minuten kam Sebastian Polter für ihn rein. Note: 5

Mehmet Aydin: Kam nach 39 Minuten für Tobias Mohr ins Spiel. Schalke stellte auf eine Viererkette um, mit Mehmet Aydin als Rechtsverteidiger. Stabilität brachte das nicht. Fehlenden Einsatz konnte man dem 20-Jährigen aber nicht vorwerfen, er hatte die meisten Ballabnahmen aller Schalker (3). Note: 4,5

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 4 für Dominick Drexler

Dominick Drexler: Sorgte nach seiner Einwechslung (60.) für den einzigen Lichtblick: Dominick Drexler traf zum 1:5 des FC Schalke 04 gegen die TSG Hoffenheim. Note: 4

Kenan Karaman: Ebenfalls in der 60. Minute gekommen. Einzige Offensiv-Szene: Ein Kopfball nach einer Ecke, der am Tor vorbeiging (88.). Note: 5

Schalke-Einzelkritik gegen Hoffenheim: Note 4 für Sebastian Polter

Sebastian Polter: Brachte nach der Einwechslung (60.) etwas Schwung in die Schalker Offensive. Legte das Tor von Dominick Drexler auf und versuchte es einmal selbst, scheiterte aber an Oliver Baumann (72.). Note: 4

Marius Bülter: Kam in der 86. Minute für Jordan Larsson ins Spiel. Ohne Note

Rubriklistenbild: © Marco Steinbrenner/Kirchner-Media

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