S04-Transferpläne in der Analyse

Schalke 04 plant den Bundesliga-Kader: Fünf neue Spieler statt Itakura-Kauf

Der FC Schalke 04 muss auf einen Kauf von Ko Itakura verzichten. Dafür rücken aber gleich fünf Positionen beim S04 in den Fokus.

Gelsenkirchen – Diese Nachricht enttäuscht viele Fans des FC Schalke 04: Der S04 muss Ko Itakura gehen lassen, wie der Klub am Dienstagnachmittag (31. Mai) bestätigte. Einen der Aufstiegsgaranten bei den Gelsenkirchenern. Die Kaufoption von etwa 5,9 Millionen Euro ist für die Königsblauen schlichtweg zu teuer. Finanzielle Wetten auf die Zukunft, wie sie in der jüngeren blau-weißen Vergangenheit häufig vorkamen, sollen nicht mehr getätigt werden.

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
OrtGelsenkirchen
StadionVeltins-Arena

Schalke 04 plant den Bundesliga-Kader: Fünf neue Spieler statt Itakura-Kauf

Ein Kauf von Ko Itakura hätte dem S04 zwar einen defensiv- und spielstarken Spieler gebracht. Geld für die weitere Kaderplanung wäre aber rar gesät. Vor allem mit Blick auf die Kaderbreite hätte der FC Schalke 04 vor Problemen gestanden. Denn ob frische Kohle für Verkäufe von unter anderem Amine Harit und Ozan Kabak überhaupt in diesem Sommer nach Gelsenkirchen fließt, ist keinesfalls sicher.

Daher planen die „Knappen“ den Bundesliga-Kader ohne Ko Itakura. Zuletzt hieß es bereits, dass der S04 auf drei Positionen nach Verstärkungen sucht: im Tor, im zentralen Mittelfeld und im Sturm. Doch durch den Abgang des Japaners sowie von Andreas Vindheim, bei dem Schalke 04 ebenfalls die Kaufoption (ca. 1,3 Millionen Euro) nicht zog, sind zwei weitere Stellen offen.

Schalke 04: Torwart-Transfer für eine neue Nummer eins lässt auf sich warten

Insgesamt sucht der FC Schalke 04 auf fünf Positionen nach neuen Spielern, wie die WAZ berichtet. Angesichts der Ereignisse der vergangenen Wochen fehlt es dem S04 in den jeweiligen Mannschaftsteilen nicht nur an der Kaderbreite, sondern auch an Spielern mit Bundesliga-Format (alle S04-Transfer-News bei RUHR24). Sportdirektor Rouven Schröder bestätigte am Dienstag (31. Mai), dass noch „zahlreiche Kaderentscheidungen umgesetzt werden müssen“.

Angefangen im Tor, wo Ralf Fährmann als Nummer zwei und Michael Langer an Position drei feststehen. Stefan Ortega von Arminia Bielefeld ist beim S04 im Gespräch, sein Vertrag läuft zum 30. Juni 2022 aus. Doch eine Entscheidung, wo der 29-jährige Keeper seine Karriere fortsetzen möchte, steht noch aus. Bei den Arminen bewies er aber seine Klasse. Nicht umsonst galt auch der FC Bayern München einst als Interessent, um den Torwart als Ersatzmann hinter Manuel Neuer zu installieren.

Stefan Ortega wird mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht.

Schalke 04 sucht Abwehrchef: Fehlende Bundesliga-Erfahrung in der Defensive des S04

Ko Itakura selbst fühlte sich zwar eher auf der Sechs wohl, doch als Abwehrchef hätte der FC Schalke 04 den Japaner gut gebrauchen können. Wer füllt diese Rolle nun in der Bundesliga aus? Malick Thiaw gilt nicht als Lautsprecher, zudem ranken sich Verkaufsgerüchte um den 20-Jährigen. Marcin Kaminski absolvierte zwar in der 2. Liga 31 Spiele, offenbarte aber auch Probleme im Stellungsspiel, vor allem gegen leichtfüßige und flinke Gegenspieler.

Mit den beiden Neuzugängen Leo Greiml und Ibrahima Cisse sowie dem Norweger Marius Lode hat der S04 zudem drei weitere Innenverteidiger im Kader, die ihre Bundesliga-Tauglichkeit erst unter Beweis stellen müssen. Ein erfahrener Abwehrmann an ihrer Seite wäre sicherlich von Vorteil. Dass Ozan Kabak noch einmal für Schalke 04 auflaufen wird, gilt angesichts des millionenschweren Gehalts als sehr unwahrscheinlich. Position zwei bei der Suche auf dem Transfermarkt umfasst daher laut WAZ einen Abwehrchef.

Schalke 04: Drei Spieler für das zentrale Mittelfeld sind zu wenig

Position drei hat ebenfalls mit Ko Itakura zu tun. Selbst bei einem Verbleib des Japaners hätte sich der S04 nach einem Abwehrchef oder einer Verstärkung für das zentrale Mittelfeld umgesehen. Danny Latza und Florian Flick wird am ehesten die Bundesliga-Tauglichkeit zugesprochen, Victor Palsson konnte sich zuletzt bereits in der 2. Liga nicht mehr im internen Konkurrenzkampf durchsetzen.

Der FC Schalke 04 soll an Tom Krauß von RB Leipzig interessiert sein.

Hartnäckig hält sich der Name Tom Krauß von RB Leipzig als möglicher S04-Neuzugang. Der deutsche U21-Nationalspieler folgt dem Schalker Instagram-Account bereits seit einigen Tagen, laut dem kicker verhandeln die Blau-Weißen aktuell mit den Sachsen wegen einer Leihe.

Schalke 04: Stammspieler-Optionen auf der rechten Abwehrseite rar gesät

Auf den Außenbahnen drückte Schalke 04 in den vergangenen Jahren regelmäßig der Schuh. Andreas Vindheim musste den Klub wieder verlassen, mit Mehmet Aydin und Reinhold Ranftl verbleiben zwei etatmäßige Rechtsverteidiger. Dazu kämen Henning Matriciani und Timo Becker als Defensiv-Allrounder. Als Stammspieler-Option in der Bundesliga gilt jedoch am ehesten nur Aydin.

Ein neuer Rechtsverteidiger wäre laut WAZ-Angaben daher sinnvoll, zuletzt bot sich Jonjoe Kenny dem S04 an. Je nach Spielsystem könnte bei den Königsblauen aber auch Bedarf auf den offensiven Außenpositionen bestehen.

Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder befindet sich nur auf Spieler-, sondern auch auf Trainer-Suche.

Schalke 04 sucht neuen Stürmer für die Kaderbreite – oder als Startelf-Kandidat?

Position Nummer fünf umfasst den Angriff. Mit Simon Terodde und Marius Bülter hatte der S04 in der zweiten Liga ein kongeniales Duo, dahinter stand Marvin Pieringer parat, der jedoch zuletzt verletzt ausfiel. Als Terodde und Bülter im Dezember 2021 nicht zur Verfügung standen, wurde es eng im Schalker Sturm.

Auch hier wäre eine Verstärkung für die Kaderbreite laut WAZ sinnvoll. Zumal Simon Terodde und Marius Bülter erst noch unter Beweis stellen müssen, dass sich auch der höchsten deutschen Spielklasse eine gute Saison spielen können. Terodde gelangen in 58 Bundesliga-Spielen bislang erst zehn Tore. Wie auch Hamburg24 berichtet, wäre HSV-Stürmer Robert Glatzel eine S04-Option.

Schalke 04: Kaderplanung hängt fest mit dem neuen Trainer zusammen

Über allem steht beim FC Schalke 04 aber die Trainersuche. Schließlich sollten die Transfergeschäfte im Idealfall nach dem Plan und Spielsystem des Coaches ausgerichtet sein. Setzt er auf eine Dreierkette in der Abwehr? Möchte er mit offensiven Außenspielern spielen lassen? Diese und weitere Überlegungen müssten in die Planungen einfließen.

Die Suche nach einem Torwart, einem Abwehrchef, einem Spieler für die rechte Außenbahn, einem zentralen Mittelfeldspieler sowie einem Angreifer dürfte aber eine zentrale Rolle spielen, um den Kader in der Breite für die Bundesliga gut aufstellen zu können.

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

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