DFB-Reformvorschlag: Rummenigge stichelt gegen S04-Vorstand Peters

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Karl-Heinz Rummenigge. Foto: Sven Hoppe/dpa

Rummenigge hat im Interview einen Reformvorschlag von S04-Vorstand Peters belächelt. Darin ging es um die Aufgaben des DFB-Präsidenten. Hier die Infos.

Nach dem unrühmlichen Abgang von Reinhard Grindel (57) sucht der Deutsche Fußball Bund (DFB) weiterhin nach einem neuen Präsidenten. Auch strukturelle Veränderungen werden gefordert. Ein entsprechender Reformvorschlag von S04-Vorstand Peter Peters (56) wird von Karl-Heinz Rummenigge (63) nur belächelt.

  • Peter Peters fordert ein Ende der One-Man-Show auf der Position des DFB-Präsidenten.
  • Karl-Heinz Rummenigge belächelt den Vorschlag.
  • Ein neuer DFB-Präsident wird noch immer gesucht.

Bislang war es üblich, dass der DFB-Präsident den Deutschen Fußball Bund auch in der Führung der UEFA und der FIFA vertritt. S04-Vorstand und Vizepräsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) Peters fordert, dass diese Aufgaben künftig auf mehrer Personen verteilt werden sollen.

Rummenigge: "Peters ist ein Liga-Mann"

Dem Vorschlag kann Rummenigge nicht viel abgewinnen. "Wir brauchen an der DFB-Spitze eine Person, die den deutschen Fußball repräsentiert - national und international. Diese Aufgaben sind eng miteinander verbunden, die kann man gar nicht trennen. Und es sind Verbands-Positionen, Peters ist ein Liga-Mann", so der Bayern-Boss im Interview mit der Sport Bild.

Rummenigge belächelt Vorschlag von Peters

Dass Uefa-Präsident Aleksander Ceferin (51) der gleichen Meinung wie Rummenigge ist, freut den 63-Jährigen. "Es war vorauszusehen, dass Uefa-Präsident Aleksander Ceferin beim Treffen mit Peters in Budapest dessen Vorschlag schmunzelnd ablehnen würde."

Suche nach einem neuen DFB-Präsidenten hält an

Nach dem Rücktritt von Reinhard Grindel ist noch immer kein neuer DFB-Präsident gefunden worden. Zwischenzeitlich zählte auch Christoph Metzelder (38) zum Kandidatenkreis. Der neue DFB-Präsident soll wohl mehr Bundespräsident als Bundeskanzler sein.

Rummenigge, der zuletzt einen Anruf von Jochen Schneider bezüglich des öffentlichen Werbens um Alexander Nübel erhielt, wünscht sich eine starke Persönlichkeit an der DFB-Spitze. "Es darf kein Papiertiger geholt werden, der zum Spielball der neuen DFB-Gremien nach der Strukturreform wird."

Beim DFB kündigen sich Veränderungen an

Wichtigster Gegenstand der Strukturreform: Die Trennung der DFB GmbH und dem DFB e.V. mit seinen gemeinnützigen Aktivitäten. DFL-Boss Seifert hält es sogar für eine Option, dass beide Abteilungen von unterschiedlichen Personen geleitet werden.

Wie ran berichtet, soll bis Ende August ein neuer DFB-Präsident gefunden werden.