Harte Urteile: Das sagen Tedesco und Heidel über Rudy

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Sebastian Rudy saß beim Schalke-Heimspiel gegen Leverkusen noch nicht einmal auf der Ersatzbank. Foto: Ina Fassbender/dpa

Sebastian Rudy stand gegen Leverkusen nicht im Schalke-Kader. Die Begründungen von Trainer Tedesco und Manager Heidel sind hart. Jetzt mehr erfahren.

Zum ersten Mal stand Sebastian Rudy diese Saison nicht im Schalke-Kader, obwohl er fit war. Von der Startelf in Augsburg am 15. Dezember flog er vier Tage später gegen Leverkusen direkt auf die Tribüne. Die Begründungen vom Trainer und vom Manager lassen tief blicken.

Fünfmal stand Sebastian Rudy diese Saison im Schalke-Kader, ohne eingesetzt zu werden. Nun stand er gegen Leverkusen am Mittwoch (19. Dezember) zum zweiten Mal gar nicht erst im 18er-Aufgebot, obwohl er einsatzbereit gewesen wäre.

Der Unterschied zum 11. Dezember: Dort wurde Rudy bewusst in der Champions League gegen Lokomotive Moskau nicht eingesetzt. Er wurde wie viele andere auch für das darauffolgende Bundesligaspiel beim FC Augsburg geschont.

Der Plan ging aber überhaupt nicht auf. Der zentrale Mittelfeldspieler erwischte in Augsburg einen schwarzen Tag. Eine Auswechslung gegen Nabil Bentaleb bereits in der Halbzeitpause war die Folge.

Rudy aus sportlichen Gründen aus dem Kader geflogen

Vor dem Anpfiff gegen Bayer Leverkusen gab Chef-Trainer Domenico Tedesco gegenüber „Sky“ zwei Gründe an, warum Rudy weder in der Startelf noch im Kader stünde.

Zum einen aus Gründen der Schonung: „Er hat in der Bundesliga zuletzt nahezu alle Spiele gemacht.“ Zum anderen aber, und wohl vor allem, aus sportlichen Gründen.

„Die letzten beiden Spiele waren nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Domenico Tedesco über Sebastian Rudy

Das Spiel vor dem in Augsburg war das gegen den BVB (1:2). Dort durfte der 28-Jährige über die volle Distanz spielen.

16,5 Mio. Euro hat der deutsche Nationalspieler gekostet, als Schalke ihn im Sommer vom FC Bayern verpflichtet hat. Bislang eine Fehlinvestition.

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Rudy wirkt wie ein Fremdkörper im Spiel der „Knappen“. Dabei war er Tedescos absoluter Wunschspieler. Von Spielern wie ihm erwarten die Verantwortlichen in schwierigen Situationen mehr.

Dass der Ex-Bayern-Spieler am Mittwoch (19. Dezember) im Schalke-Aufgebot komplett fehlte, war für Manager Christian Heidel nicht überraschend. Im Gegenteil.

„Das hat mich nicht so sehr verwundert.“ Um dann noch hinterher zu schieben: „Das war absolut richtig.“

Ein Urteil, das wie ein Schlag in die Magengrube wirken dürfte. Vor allem, wenn er das restliche auch noch lesen wird.

„Es geht nicht um Namen, sondern um Leistung. Die Entscheidung liegt beim Trainer. Aber Rudys Leistung in Augsburg war nicht gut genug, um sich für das Heimspiel gegen Leverkusen zu qualifizieren. Wir brauchen Spieler, die alles reinhauen.“