Ablösefrei bei Abstieg? Schalke bezieht offiziell Stellung zu Rudy-Artikel

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Sebatian Rudy vom FC Schalke 04. Foto: Tim Rehbein/dpa

Steigt Schalke in die 2. Liga ab, kann Sebatian Rudy ablösefrei wechseln. Zu dieser Meldung nahm der FC Schalke 04 offiziell Stellung.

Auf Schalke wollen viele nicht an das Horror-Szenario denken oder glauben nicht daran. Die Fakten zeigen aber: Der S04 steht nur drei Punkte vor dem Relegationsplatz 16. Ein Abstieg hätte vor allem finanzielle Einbußen zur Folge. Ein ablösefreier Wechsel von Sebastian Rudy zählt aber nicht zu möglichen Szenarien.

Update, Mittwoch (27. März), 17.17 Uhr: Sollte der FC Schalke 04 im Sommer wirklich absteigen, wäre Sebastian Rudy nicht ablösefrei. Das gab der FC Schalke 04 in einer offiziellen Mitteilung am Mittwochnachmittag bekannt.

Der Arbeitsvertrag von Sebastian Rudy gelte bis Juni 2022 - unabhängig von der Zugehörigkeit zur 1. oder 2. Bundesliga.

Ursprungsmeldung, Mittwoch (27. März), 9.16 Uhr: "Schalke steht für eine große Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern. Sie sind nicht der Grund für die sportliche Situation", sagt Marketingvorstand Alexander Jobst gegenüber der Sport Bild.

Keiner der rund 600 Mitarbeiter würde bei einem Abstieg entlassen werden, berichtet das Fußball-Magazin in seiner aktuellen Ausgabe (27. März), obwohl der S04 gewaltige Einbußen hinnehmen müsste. Bei Spielern wie zum Beispiel Sebastian Rudy sieht es schon anders aus, heißt es in der Print-Ausgabe.

Zwar würde der 29-Jährige nicht entlassen werden. Doch der Deutsche Nationalspieler dürfte angeblich den Verein ablösefrei verlassen.

Rudy kam für 16 Mio. Euro vom FC Bayern zu Schalke

Rudy kam im Sommer 2018 für 16 Mio. Euro vom FC Bayern München zu Schalke. Sein Vertrag gilt aber nur für die 1. Liga.

Das gilt für einen Großteil der Spieler. Der S04 müsste aber sowieso finanziell gewaltige Abstriche machen. Beim Gehaltsbudget ist laut Sport Bild die Rede von 40 bis 50 Prozent Kürzungen, sofern die "Knappen" den bitteren Gang in die 2. Liga antreten müssten.

Im Gegensatz zu Rudy würde das auf beispielsweise Mark Uth zutreffen, der sich den Passus in seinem Kontrakt nicht streichen ließ, wie das Fußball-Magazin weiter berichtet. Der Deutsche Nationalspieler war ebenfalls im Sommer 2018 zu den Königsblauen gekommen und hatte - wohl wie viele andere - nicht mit dem Schlimmsten gerechnet.

Auf den ersten direkten Abstiegsplatz 17 hat Schalke derzeit noch neun Punkte Vorsprung. Auf dem Rang steht Hannover 96, der nächste Gegner des S04.

Aktuelle S04-Themen:

Rudy und Co. winkt am Sonntag (31. März) also eine große Chance, zumindest dahin ein beruhigendes Polster aufzubauen. Der VfB Stuttgart, der mit Schalkes Ex-Trainer Markus Weinzierl derzeit auf dem Relegationsplatz 16 steht, gastiert am nächsten Spieltag bei Eintracht Frankfurt.