Bild: Ricky Fitchett/ZUMA Wire/dpa

Fünf Jahre lang spielte Rafinha einst für den FC Schalke 04. In einem Interview erhebt der Rechtsverteidiger nun schwere Vorwürfe gegen Felix Magath und spricht über ein schwieriges Ende bei den Königsblauen.

Rafinha und Felix Magath werden wohl keine Freunde mehr. Der Brasilianer wirft seinem ehemaligen Trainer einen mehr als nur schlechten Umgang vor.

Rafinha durfte nicht von Schalke zum FC Bayern wechseln

„Als ich noch sechs Monate Vertrag hatte, sagte man zu mir: ‚Du kannst zu jedem Team gehen, nur nicht zum FC Bayern München. Wenn du auch nur träumen solltest, bei den Bayern zu unterschreiben, werden wir deine Karriere zerstören.‘ Das hat Felix Magath nicht wortwörtlich gesagt – er hat schlimmere Worte benutzt“, wird der Ex-Schalker von Fox Sports zitiert.

Zwischen 2005 und 2010 spielte Rafinha für die „Knappen“. Von 2009 bis 2011 war Magath Trainer auf Schalke.

Über Genua nach München

Kein Wunder also, dass der S04 den Rechtsverteidiger vor Ende der Vertragslaufzeit verkaufte. Allerdings nach Italien und nicht nach München. Genauer gesagt zum FC Genua.

Dabei hatte Rafinha noch lukrativere Angebote. „Ich hatte Angebote vom FC Liverpool und AC Mailand, sogar ein Gespräch mit dem damaligen Milan-Trainer Leonardo, der mich anrief. Aber ich wollte nur zum FC Bayern“, zitiert Fox Sports den 33-Jährigen weiter.

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Schlussendlich landete der Brasilianer doch in Italien. Was er nicht wusste: Der FC Genua und der FC Bayern hatten ein Agreement getroffen.

„Der Präsident von Genua sagte zu mir, dass ich zu gut für den Klub sei und ich nicht lange hier bleiben würde. Sie würden mich nicht aufhalten und nichts gegen einen Wechsel unternehmen. Ich könne beruhigt sein“, so Rafinha gegenüber Fox Sports.

Der Präsident sollte Wort halten. „Im Dezember kam er zu mir und sagte, dass ich verkauft sei. Zum FC Bayern. Er hatte mich für 7 Millionen Euro von Schalke verpflichtet und wusste aber direkt, dass er mich weiterverkaufen würde – für 12 Millionen Euro.“

Verständnis für die Aussagen von Magath hat Rafinha nur bedingt. „Auf der einen Seite verstand ich, warum er so handelte. Er verteidigte den Klub, für den er arbeitete und ich war einer der wichtigsten Spieler im Team. Auf der anderen Seite war ich erst 24 Jahre alt. Das war sehr hart.“

Rafinha muss den FC Bayern nach acht Jahren verlassen

Sein Berater sollte fortan sofort einen anderen Verein finden. „Gott sei Dank gab es gute Optionen. Aber ich wollte nur zum FC Bayern.“

Dort spielt Rafinha seit 2011 noch immer. In diesem Sommer muss er aber Abschied nehmen. Der Deutsche Rekordmeister verlängert den auslaufenden Vertrag nicht.

Aktuelle S04-Themen:

266 Pflichtspiele absolvierte der Brasilianer für die Münchener, 198 für Schalke. Weitere kommen wohl noch in der Heimat hinzu, ehe die Karriere beendet wird.