Coronavirus legt Fußball lahm

Comeback in Gefahr: Sonderregelung könnte Schalke-Einsatz von Ozan Kabak verhindern

Ozan Kabak steht nach überstandener Verletzung vor seinem Comeback für den S04 und darf trotzdem möglicherweise nicht spielen.
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Ozan Kabak steht nach überstandener Verletzung vor seinem Comeback für den S04 und darf trotzdem möglicherweise nicht spielen.

Das Comeback von Ozan Kabak beim FC Schalke 04 ist in Gefahr. Eine Sonderregelung wegen des Coronavirus könnte der Grund dafür sein.

  • Die Bundesliga könnte trotz der anhaltenden Pandemie des Coronavirus bald fortgesetzt werden.
  • Die Sicherheitsvorkehrungen könnten den FC Schalke 04 jedoch treffen.
  • Eine noch diskutierte Sonderregelung könnte einen Einsatz von Ozan Kabak unmöglich machen.

Gelsenkirchen - Eine Fortsetzung der Bundesligasaison wird immer wahrscheinlicher. Aufgrund der grassierenden Coronavirus-Pandemie und einer möglichen Sicherheitsvorkehrung muss der FC Schalke 04 (alle Artikel unter RUHR24.de) aber vielleicht auf Abwehrchef Ozan Kabak (20) verzichten.

FC Schalke 04: Ozan Kabak vor Bundesliga-Pause wegen des Coronavirus noch verletzt

Die Bundesliga-Pause, die die Pandemie des Coronavirus mit sich brachte, startete bereits in der zweiten Märzwoche 2020. Sein letztes Spiel für die Königsblauen in der laufenden Saison machte Ozan Kabak am 29. Februar. 

Im Spiel gegen 1. FC Köln zog sich Ozan Kabak eine schwere Verletzung zu und drohte sogar für den Rest der Saison auszufallen. Wenig später wurde die Saison jedoch auf Eis gelegt und die Schalke-Abwehrhoffnung schien zuletzt sogar auf dem Weg der Besserung. Doch selbst bei voller Genesung droht er nun bei einer Fortsetzung der Bundesliga zu fehlen.

FC Schalke 04: Ozan Kabak in möglicher Coronavirus-Regel in der Risikogruppe

Denn wie der Kicker in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll es von offizieller Seite eine Diskussion über den generellen Ausschluss bestimmter Profis geben. Diese mögliche Sonderregelung könnte bei einer Bundesliga-Fortsetzung auch Ozan Kabak treffen.

Bei der Entscheidung soll es nämlich um Spieler gehen, die aufgrund einer Vorerkrankung Teil der Coronavirus-Risikogruppe sind. Dazu zählt auch der 20-jährige Innenverteidiger vom am angeblich an Fodé Ballo-Touré (23) interessierten S04, der an Diabetes leidet. Doch noch ist nichts entschieden.

FC Schalke 04: Ozan Kabak setzt bei Bundesliga-Fortsetzung wegen Coronavirus Prioritäten

Ozan Kabak erklärte zuletzt im Interview mit Schalke TV, dass er seit zwei Wochen nun einen Trainingsplan verfolge. "Es läuft für mich aktuell sehr gut – mal sehen, was die Zeit noch bringen wird", so der türkische Nationalspieler. Weiterhin erklärte er seine Sorgen bezüglich des Coronavirus.

Ozan Kabak vom FC Schalke 04 gehört aufgrund seiner Vorerkrankung zur Risikogruppe.

Beim S04-Prof i überwiege nicht die Angst, selbst zu erkranken, sondern "die Angst, andere Menschen zu infizieren." Dennoch wolle er positiv bleiben. Eine mögliche Bundesliga-Fortsetzung könnte einige Unklarheiten mit sich bringen.

FC Schalke 04: Ozan Kabak bei Bundesliga-Fortsetzung wegen Coronavirus arbeitsrechtlich abgesichert

Denn was, wenn sich Profis aus der Risikogruppe dazu entscheiden würden, bei einer Wiederaufnahme der Bundesligasaison nicht spielen zu wollen? Bei einem Profi ohne Vorerkrankung würde sich eine Weigerung wie ein Vertragsbruch auswirken.

Das erklärte Dr. Jan Friedrich Beckmann, Arbeitsrechtsexperte aus dem geschäftsführenden Ausschuss der Arbeitsgemeinschaft Sportrecht im Kicker. Anders verhalte es sich aber bei Risikogruppen-Profis wie Ozan Kabak vom FC Schalke 04, der trotz Coronavirus seine Mitgliederversammlung abhalten will.

"Dann kann man vertreten, dass es dem Fußball unzumutbar ist, sich dem Risiko auszusetzen", so der Experte. Abhängig sei die Angelegenheit davon, ob die medizinische Lage hundertprozentig geklärt sei.

Ozan Kabak hätte also wahrscheinlich eine Möglichkeit, bei zu großer Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus den Dienst für Schalke zu verweigern. Offen bleibt nur, ob das S04-Talent bei einer Bundesliga-Fortsetzung bei eigener Risikobereitschaft dennoch ausgeschlossen wird.