Bild: Bernd Thissen/dpa

Seit Huub Stevens auf Schalke die Nachfolge von Domenico Tedesco angetreten ist, profitiert vor allem Omar Mascarell davon. Der schon als Flop abgestempelte Sommer-Neuzugang stand seit dem Trainerwechsel jedes Mal in der Startelf. Besonders auffällig war der 26-Jährige zuletzt beim 4:2-Sieg in Dortmund nicht – kurios, angesichts eines Top-Werts.

12,42 Kilometer lief Omar Mascarell, dessen Vorbilder beim FC Bayern München spielten oder sogar noch spielen, im 94. Bundesliga-Derby am Samstag (27. April). Keiner lief mehr.

Keiner lief im Revierderby mehr als Omar Mascarell

Zum Vergleich: Von den Feldspielern, die über 90 Minuten agierten, lief Manuel Akanji mit 8,99 Kilometer vom BVB am wenigsten. Mehr als drei (!) Kilometer weniger.

Selbst Dortmunds Raphael Guerreiro, der nach 78 Minuten ausgewechselt wurde, lief mit 9,20 Kilometer mehr als Akanji. Unabhängig davon legte Mascarell, der mit einem Wechsel zu Werder Bremen in Verbindung gebracht wird, mit über zwölf gelaufenen Kilometern einen echten Top-Wert für ein Bundesligaspiel hin.

Der lauffreudigste BVB-Spieler lief 1,5 Kilometer weniger als Mascarell

Axel Witsel war es, der mit 10,93 Kilometern für den BVB (mal wieder) am meisten unterwegs war. Überraschend, dass es kein Spieler des Tabellenzweiten an die Spitze der zurückgelegten Kilometer geschafft hat angesichts dessen, dass die Dortmunder Borussia wegen der Roten Karten gegen Marco Reus und Marius Wolf eigentlich insgesamt deutlich mehr hätten laufen müssen.

Nicht weniger überraschend ist angesichts der Laufleistung, dass Mascarell nicht noch mehr im Derby auffiel. Außer bei seiner Gelben Karte in der 89. Spielminute und dem anschließenden Griff von BVB-Stürmer Paco Alcacer an den Hals des Schalkers.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.

57 Ballkontakte und eine Passquote von 90 Prozent zeugen ebenfalls von einer guten Partie des defensiven Mittelfeldspielers. Dabei war er monatelang auf Schalke außen vor. Entweder aufgrund von Verletzungen oder aus Leistungsgründen.

Stevens hingegen setzt auf Mascarell, der in den vergangenen sechs Pflichtspielen immer in der Startelf stand und fünfmal davon über 90 Minuten spielen durfte. Nur bei der 2:5-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim war nach 81 Minuten Feierabend.

„Ja, die Situation hat sich für mich jetzt verändert“, sagte der Spanier am Donnerstag (2. Mai) vor dem Training in der Mixed Zone. Er spüre das Vertrauen des Trainerteams und sei glücklich.

Mascarell spürt das Vertrauen des neuen Trainerteams

Als Kritik an Ex-Trainer Domenico Tedesco wollte Mascarell das aber nicht verstehen.
„Fußball ist halt so: Mal spielst du und mal spielst du nicht. Man muss einfach hart weiterarbeiten.“

Harte Arbeit könnte auf ihn und seine Mitspieler warten, wenn David Wagner der nächste Trainer beim S04 wird. „Ich weiß nicht viel über ihn. Ich habe auch gelesen, dass es möglich ist, dass er nach Schalke kommt. Wenn er kommt, ist er herzlich willkommen. In der Vorbereitung müssen wir alles dafür tun, damit wir in der nächsten Saison sehr viel besser spielen.“

Aktuelle S04-Themen:

Wenn es stimmt, worauf Wagner Wert legt, dann werden die Königsblauen im nächsten Derby wohl erneut den laufstärksten Spielern stellen. Vielleicht ist es dann wieder Mascarell.