Alexander Nübel äußert sich zu Schalke-Vertrag:"Ich habe da keinen Zeitplan"

Schalke-Torwart Alexander Nübel ist beim FC Bayern München im Gespräch. Schalke will jedoch verlängern. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
+
Schalke-Torwart Alexander Nübel ist beim FC Bayern München im Gespräch. Schalke will jedoch verlängern. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Alexander Nübel ist heiß umworben. Schalke möchte mit ihm verlängern. Der Torwart lässt sich jedoch Zeit. Im Kicker erklärt er sich. Hier mehr lesen:

Schalke wartet weiter auf eine Entscheidung von Alexander Nübel (22). Nun hat sich der Torwart zu seiner Situation geäußert.

Schalke würde am liebsten gestern statt heute mit dem jungen Torwart-Talent verlängern. Die Wahl zum Kapitän, die im Netz für Aufsehen sorgte, wurde von Vielen als Taktik verstanden, um ihn langfristig zu binden.

Nübel: "Ein wenig Ehrfurcht, habe aber Bock drauf"

Die Ernennung zum Kapitän sei für Nübel, über den Manuel Neuer (33) nach dem Sieg auf Schalke sprach, eine große Ehre gewesen, wie er im Interview mit dem Kicker erklärt. "Ein wenig Ehrfurcht ist dabei, aber die Vorfreude überwiegt eindeutig."

Dass nach der Ernennung zum Kapitän ein potentieller Wechsel des jungen Torhüters, dem zunächst ein Zweikampf im Schalke-Tor drohte, den Schalke-Fans sauer aufstoßen könnte, ist ihm durchaus bewusst. Das sei aber nicht der Grund für sein Herauszögern einer Entscheidung. "Ich kann versichern, dass in meinen Überlegungen keine Rolle spielt."

Zeit, Zeit und nochmal Zeit

Dass sich Nübel mit seiner Entscheidung Zeit lässt, ist mittlerweile unumstritten. Sogar ein neues Angebot liegt ihm vor. Sein Zögern habe aber nichts mit dem Angebot oder Schalke an sich zu tun, wie Nübel gegenüber dem Kicker erklärt. "Es geht alleine um die Zeit, die ich brauche."

Und auch weiterhin wolle sich der 22-Jährige bei seiner Entscheidung mehr Zeit nehmen. "Ich habe da keine Zeitplan." Er sei noch jung und eine Entscheidung hätte aktuell eine enorme Tragweite. "Ich bin dankbar, dass Schalke mir die Zeit gewährt." Sportvorstand Jochen Schneider (48) erklärte erst kürzlich, dass man dem Torwart keine Frist setzen wolle.

Weiterhin Kritik an Schalke-Herangehensweise

An den neuen S04-Sportvorstand richtet Nübel noch ein paar warme Worte. "Wir haben nun mit Jochen Schneider einen neuen, sehr guten Sportvorstand, der nah an der Mannschaft ist." Schneiders Vorgänger Christian Heidel (56) wurde dagegen oftmals vorgeworfen, er solle eine Verlängerung mit Nübel verpasst haben.

Für den Torwart sei die Herangehensweise von Schalke, die er bereits kritisierte, weiterhin ein wichtiger Punkt. Und dabei klingt viel nach einer verpassten Chance. "Es gab Zeiten, da hätte ich ohne Weiteres verlängert."

Doch das Verhältnis Nübel-Schalke schien öfters ein wenig zerrüttet. Als Beispiel nennt der junge Torhüter seinen abgelehnten Wunsch im Winter zu Konkurrent FC Augsburg zu wechseln. "Ich war etwas enttäuscht. Ich habe einfach nach einer Lösung gesucht, zu spielen."

Am Ende spielte er dann aber doch für Schalke, der laut des Beraters nicht chancenlos bei Nübel ist. Ein wichtiger Aspekt, da er so auch bei der U21-Europameisterschaft gesetzt war, wie der frische S04-Kapitän im Kicker erklärt. "Sonst wäre es da sehr eng für mich geworden." Ob das neue Amt und der neue Sportvorstand ihn zum Verbleib bewegen können, bleibt weiterhin abzuwarten.