Bild: Marius Becker/dpa

Das Remis in Wattenscheid fühlte sich für viele auf Schalke eher wie eine Niederlage an. Nach dem Spiel zog S04-Trainer David Wagner (47) ein erstes Fazit.

  • Schalke gelang nur ein Unentschieden gegen Wattenscheid.
  • Trainer David Wagner (47) sah positive und negative Dinge gleichermaßen.
  • Der neue Coach zeigte sich erleichtert über die Debüts zweier Profis.

Nach dem 2:2-Unentschieden von Schalke gegen die SG Wattenscheid am Sonntag (14. Juli), bei dem die Königsblauen eine 2:0-Führung verspielt hatten, herrschte Redebedarf.

S04-Trainer Wagner: „Glückwunsch für das Ambiente“

Das Ergebnis rückte jedoch zunächst in den Hintergrund, ging es beim sogenannten „Retterspiel“ doch darum, den Regionalligisten SG Wattenscheid finanziell zu unterstützen. Das erkannte auch S04-Coach Wagner, der für Mark Uth (27) eine bestimmte Rolle vorgesehen hat, an.

Der FC Schalke 04 hilft mit einem Testspiel im Lohrheidestadion der finanziell angeschlagenen SG Wattenscheid 09. Foto: Raphael Wiesweg

„Die Idee hier einen Test zu haben für uns und dann auch unterstützend für Wattenscheid zu wirken, das ist voll aufgegangen“, sagte der neue Schalke-Trainer und sprach auch ein Lob für den Standort aus. „Glückwunsch an Wattenscheid für das Ambiente.“

Schalke sah Höhen und Tiefen

Alles in allem sah Wagner einen „gelungenen Nachmittag und gelungenen Abend“, musste aber dann doch auch noch auf das Spiel eingehen. „Es war für uns ein guter Test. Wir wurden gefordert“, erklärte er nach dem Spiel.

Zwar konnte Schalke erneut Tore erzielen, die Null konnte aber nicht gehalten werden. Dies erklärte sich der Neu-Trainer damit, dass die Mannschaft „einiges in den Beinen hatte und mit einer jungen Truppe antrat.“ Dass Jochen Schneider (48) schon seit Beginn an von ihm überzeugt ist, daran wird dieses Remis auch nichts ändern.

Wagner froh über zwei Schalke-Debütanten

Nachdem bereits Omar Mascarell (26) gegen Bottrop zu seinem Comeback kam, durften mit Markus Schubert (22) und Jonjoe Kenny (22) zwei neue Schalke-Profis ihr Debüt geben.

Schubert, der auch beim VfB im Gespräch war, wurde nach nur drei Tagen im Training direkt eingesetzt. Eine bewusste Entscheidung, wie Wagner erklärte. „Er wollte das unbedingt und auch Simon Henzler, unser Torwarttrainer hat auch gesagt, der will das machen.“ Mit solchem Verständnis für seine Spieler, wird klar, warum sich auch Weston McKennie (20) auf seinen neuen Trainer freut.

Markus Schubert, hier noch im Dress von Dynamo Dresden, kam zu seinem Debüt unter Wagner bei Schalke. Foto: Monika Skolimowska/dpa
Markus Schubert, hier noch im Dress von Dynamo Dresden, kam zu seinem Debüt unter Wagner bei Schalke. Foto: Monika Skolimowska/dpa

Der Schalke-Trainer war zufrieden mit der Leistung seines neuen Keepers, über dessen Chancen auf einen Stammplatz er bereits sprach: „Ich denke, er hat das richtig gut gemacht für drei Tage Training.“ Aber auch Kenny kam zu seinen ersten Minuten, wenn auch nur kurz.

Für den Engländer, der auch über sein Debüt sprach, sei es wichtig gewesen „reinzuschnuppern“, erklärte Wagner. Nach dem fulminanten 20:1-Sieg gegen Bottrop sah der Trainer das Unentschieden aber auch durchaus kritisch und fasste zusammen:

„Es waren einige Sachen gut, viele Sachen an denen wir arbeiten können und von daher war es für uns ein weiteres Spiel in der Vorbereitung, das wir mitnehmen und mit dem wir dann weiterarbeiten werden.“