Mulder: Da läuft etwas im Mittelfeld schief

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Youri Mulder konnte 1997 mit Schalke den UEFA-Pokal gewinnen. Nun steckt sein Ex-Klub in der Krise. Der Holländer begibt sich nun auf Fehleranalyse.

Im Jahr 1997 war Youri Mulder einer der Helden des Eurofighter-Teams und gewann mit Schalke den UEFA-Pokal. Nun schaut er besorgt auf seinen Ex-Klub.

Damals wie heute eine Doppelbelastung

Die Situation ist eine ähnliche. Als man damals den UEFA-Pokal gewann, beendete man die Bundesliga-Saison auf Platz 12. Heute ist Schalke wieder eher unten in der Tabelle anzutreffen - aber auch in der Runde der letzten 16 in der Champions League.

Mulder erinnert sich bei BILD im Interview: "Die Euphorie war riesengroß, der Druck stieg und die Doppelbelastung hat viel Kraft gekostet", so der 49-Jährige. Auch nach der Schalker Vizemeisterschaft der letzten Saison waren die Erwartungen hoch.

Zu schwach begonnen

Doch als es noch keine Doppelbelastung gab in der Anfangsphase der Saison, habe man nicht konzentriert genug gespielt, so Mulder. "Man war offensichtlich zu sehr von sich selbst überzeugt. Und hat gedacht, es läuft so weiter wie in der Vorsaison. Aber das ist tückisch."

Dadurch dass Schalke jetzt in der Krise steckt, werde man oft unterschätzt und darin sieht Mulder die Chance: "Es gibt viele Top-Klubs in der Champions League, die Schalke als Traumlos ansehen. Die sich S04 als vermeintlich leichten Gegner wünschen. Das muss Schalke ausnutzen."

Problem: Der Sturm wird nicht bedient

Aber wie kam es eigentlich zu der Misere bei Schalke? Zu der bereits angesprochenen Fahrlässigkeit kommt eine mangelnde Torgefahr der Stürmer. Mulder sieht das Problem aber nicht bei Uth, Burgstaller und Co.

"Es kann doch kein Zufall sein, dass Mark Uth nicht regelmäßig trifft, Guido Burgstaller auch nicht. Dann muss es doch an etwas anderem liegen. Da läuft etwas im Mittelfeld schief", so der Holländer.

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Neue Stürmer solle man sich deshalb nicht im Winter zulegen, jedoch seien Neuzugänge im Winter stets willkommen. "Es ist immer gut, im Winter Neue zu holen. Das bringt neuen Elan in die Kabine", erklärte Mulder der BILD.

Laut Mulder ist das Problem auf Schalke also nicht auf einen Faktor herunterzubrechen. Eins steht jedoch fest: Es fallen zu wenig Tore. Und sollte die S04-Offensive weiterhin zu ineffektiv sein, könnte man ja nochmal einen Holländer aus dem Ruhestand holen.