"Die typisch deutsche Denke"

Max Meyer hegt keinen Groll gegen Schalke, aber ... 

Max Meyer (l.) im Zweikampf mit Pierre-Emerick Aubameyang (r.).
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Max Meyer (l.) im Zweikampf mit Pierre-Emerick Aubameyang (r.).

Der Wechsel von Max Meyer vom FC Schalke 04 zu Crystal Palace hat hohe Wellen geschlagen. In einem Interview macht der ehemalige Profi des S04 reinen Tisch.

  • Max Meyer wechselte im Sommer 2018 vom FC Schalke 04 zu Crystal Palace.
  • Der Wechsel des ehemaligen Profis des S04 verlief damals nicht ohne Nebengeräusche.
  • Mittlerweile hat der 24-Jährige unter anderem über seine "königsblaue" Vergangenheit gesprochen.

Gelsenkirchen/ London - Im Sommer 2018 sorgte Max Meyer (24), dessen Vater Achim mit einem irren Video für einen Skandal sorgt, mit seinem ablösefreien Wechsel vom S04 in die englische Premier League für große Aufregung. Anderthalb Jahre später blickt der 24-Jährige unter anderem auf seine Zeit bei den "Knappen" zurück.

FC Schalke 04: Max Meyer wechselte 2018 zu Crystal Palace in die Premier League

Ganz ohne Nebengeräusche verlief der Wechsel von Max Meyer vom FC Schalke 04 zu Crystal Palace allerdings nicht. Der Mittelfeldspieler hat der deutschen Medienlandschaft seit seinem Abschied aus Gelsenkirchen daher den Rücken gekehrt. Dennoch hegt er keinen Groll gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. 

"Ich kann jetzt sagen, dass es damals nicht so dramatisch war, vieles wurde aufgebauscht. Ich schaue mir nach wie vor sehr gerne die Spiele von Schalke an und drücke dem Verein die Daumen, dass man erfolgreich ist. Ich hege keinen Groll gegen S04", stellt der 24-Jährige in einem exklusiven Interview mit Sport1 fest. 

FC Schalke 04: Max Meyer widerspricht Sichtweise zu Crystal Palace

Dass Max Meyer damals bei Crystal Palace gelandet ist, sorgte jedoch bei einigen Beobachtern für ein verwundertes Augenreiben. Schließlich wollte der gebürtige Oberhausener seiner Karriere einen merklichen Schub verpassen. In der deutschen Medienlandschaft wurde der Wechsel allerdings überaus kritisch beäugt.

"Das ist die typisch deutsche Denke, dass man den Klub für unscheinbar hält. Wenn die Journalisten hier anderthalb Jahre arbeiten und die Qualität in der Mannschaft und in der Liga sehen würden, dann würden sie anders denken", erwidert der ehemalige Profi des FC Schalke 04.

Crystal Palace: Max Meyer kann sich Spitze gegen Schalke nicht verkneifen

Eine kleine Spitze gegen den S04 kann sich der 24-Jährige dann allerdings doch nicht verkneifen: "Wenn ich sage, ich habe mal bei Schalke gespielt, dann wissen viele Leute auch nicht, um welchen Klub es sich handelt."

Eine spezielle Sichtweise, wenn man bedenkt, dass Schalke in der jüngeren Vergangenheit mehrfach in der Champions League vertreten war. Crystal Palace hingegen findet man – und das ist an dieser Stelle völlig wertungsfrei gemeint – zumeist im Niemandsland der Premier-League-Tabelle. 

Max Meyer gehört bei Crystal Palace nicht immer zum Stammpersonal

Insgesamt bestritt der 24-Jährige bislang 42 Premier-League-Spiele. Allerdings gehörte Max Meyer auch in der laufenden Spielzeit, insbesondere zu Saisonbeginn, nicht immer zum Stammpersonal bei Crystal Palace

Seinen Abschied von Schalke 04 bereut er dennoch nicht: "Ich bereue nichts, denn ich denke nicht, dass ich mich damals falsch verhalten habe. Ich habe zu Beginn der Saison 2017/18 schon gesagt, dass ich nach dem Jahr gerne gehen möchte. Dann habe ich gute Leistungen gebracht und Schalke hat reagiert", stellte Ex-Schalke-Profi Max Meyer, der im Januar böse vom ehemaligen BVB-Profi Pierre-Emerick Aubameyang (30) gefoult wurde, im Interview mit Sport1 fest. 

Video: Crystal Palace verwechselt Neuzugang Max Meyer mit Joshua Kimmich

Eine Rückkehr in die Bundesliga schließt der ehemalige Schalker dennoch nicht aus: "Ich fühle mich wirklich sehr wohl. Aber ich kann und will nichts ausschließen, natürlich kann die Bundesliga mal wieder ein Thema werden", so der 24-Jährige. 

Momentan legt der 24-Jährige seinen Fokus allerdings auf die Premier League. An Abschied denke er momentan nicht.