Basler nimmt Tönnies in Schutz: "Ihn zu verurteilen ist Schwachsinn"

Mario Basler ist für seine klaren Ansagen bekannt.
+
Mario Basler ist für seine klaren Ansagen bekannt.

Mario Basler (50) hat den S04-Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies (63) nach seinen rassistischen Aussagen verteidigt. Alle Infos dazu gibt es hier.

Beim DFB-Pokalspiel ihrer Mannschaft in Drochtersen protestierten die Schalker Fans mit einer Choreographie gegen Rassismus und Clemens Tönnies (63). Mario Basler (50) nahm den Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden daraufhin in Schutz.

  • Tönnies hatte mit rassistischen Äußerungen für Empörung gesorgt.
  • Die S04-Fans protestierten mit Spruchbändern und roten Karten gegen ihren Aufsichtsratsvorsitzenden.
  • Daraufhin verteidigte Ex-Profi Basler seinen Bekannten Tönnies.

"Ich kenne Clemens Tönnies seit ein paar Jahren. Ich weiß, dass er sehr viel Geld ausgibt für karitative Zwecke", sagte Basler am Sonntag (11. August) im Sport1-Doppelpass.

Basler will Tönnies nicht verurteilen

Basler weiter: "Er weiß selbst, dass seine Aussage ein großer Fehler war. Ihn jetzt zu verurteilen, das ist für mich großer Schwachsinn."

Tönnies, der nach dem Rassismus-Eklat von Kevin-Prince Boateng scharf kritisiert wurde, hatte beim Tag des Handwerks in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“, hatte Tönnies, dem Neffe Robert (41) Größenwahn vorwirft, gesagt.

"Jeder hat schon mal ein falsches Wort verloren"

Die Worte des Schalker Aufsichtsratsvorsitzenden seien zwar falsch gewesen, sie seien allerdings kein Einzelfall, erklärte Basler.

„Ich glaube jeder oder vielleicht 90 Prozent haben in ihrer Runde schon mal ein falsches Wort verloren. Das habe ich auch schon getan", so der Ex-Profi.

Basler provoziert mit Vergleich

Für den Kurvenprotest der Schalker Fans äußerte Basler zunächst noch Verständnis. Er lobte das Engagement der Anhänger gegen Rassismus.

Dann aber erklärte der 50-Jährige, er hoffe, "dass die Schalker Fans sich ein Beispiel daran nehmen und nie wieder Pyrotechnik benutzen im Stadion". Das dürfe man nämlich auch nicht.

Immer wieder fällt Basler durch besonders kontroverse Aussagen auf. Zuletzt ätzte er beispielsweise heftig gegen Schalkes Ex-Trainer Tedesco.