Bild: Uwe Anspach/dpa

Spielen die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané in der kommenden Saison nicht international? Ihrem Verein Man City droht angeblich der Ausschuss aus der Champions League. Die Lage scheint sehr ernst zu sein.

Die New York Times hat am Montag (13. Mai) berichtet, dass Man City in der Saison 2019/2020 der Ausschluss aus der Champions League droht. Grund dafür sollen Verstöße gegen die Financial-Fair-Play-Regeln (FFP) sein.

Empfehlung gegen Man City soll bereits ausgesprochen sein

Demnach soll die Finanzbehörde der Europäischen Fußball-Union (UEFA) Entsprechendes empfohlen haben. Der Entschluss wurde laut des Berichts der amerikanischen Tageszeitung vor zwei Wochen in der UEFA-Zentrale in Nyon getroffen. Die UEFA selbst wollte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nichts kommentieren.

Jetzt beginnt das bange Warten für Man City, ob der ehemalige belgische Premierminister Yves Leterme als Leiter der Untersuchung der Empfehlung nachkommt. Der 58-Jährige hat das letzte Wort in diesem Zusammenhang.

Man City wurde soeben erneut Meister in England

Mit einer Entscheidung wird noch in dieser Woche gerechnet. Also nur wenige Tage, nachdem der englische Erstligist die Meisterschaft erfolgreich verteidigen konnte.

Doch der Weg dorthin steht stark in der Kritik. Auch wegen der ehemaligen Bundesligaspieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané investierte Man City in den vergangenen Jahren über 1 Milliarde Euro in das Team.

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Die FFP-Regeln besagen im Kern seit 2013, dass ein Klub über einen Zeitraum von drei Jahren nicht mehr Geld ausgeben darf, als er einnimmt. Ein Defizit von 30 Millionen Euro darf ausgeglichen werden.

Zudem sind Investitionen in Infrastruktur, Jugend und Frauenfußball von der Rechnung ausgenommen. Hat es Man City mit dem Scheich Mansour an der Spitze nun aber übertrieben?

Bereits 2014 Geldstrafe über 20 Millionen Euro kassiert

Der Klub wurde bereits 2014, genau wie Paris Saint-Germain, wegen Verstößen gegen das FFP zu einer Geldstrafe von 20 Millionen Euro verurteilt. Dass die UEFA laut New York Times im März die Ermittlungen erneut aufgenommen hat, lag wohl an finanziellen Unregelmäßigkeiten beim Klub um Gündogan, Sané und Co.

So soll Scheich Mansour laut Enthüllungen von Football Leaks über Jahre verschleierte Zahlungen an Man City geleistet haben. Stattdessen sollen Sponsoren viel weniger gezahlt haben, als im Vertrag festgeschrieben war. Das gehe aus Dokumenten hervor, die dem Spiegel und dem Recherchenetzwerk EIC vorlägen.

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Ob die Untersuchungen die Zukunft von Gündogan beeinflussen? Der ehemalige BVB-Spieler wechselte 2016 auf die Insel.

Ebenso übrigens wie Sané, der dem S04 trotzdem noch immer viel Geld einspielt. Der Flügelspieler zögert ebenfalls seit Monaten seinen Kontrakt bei Man City vorzeitig zu verlängern.