S04-Boss wird deutlich

Schalke-Klartext nach Transfer von Malick Thiaw: „Jammern ist verboten“

Nach sieben Jahren verließ Malick Thiaw den FC Schalke 04. Peter Knäbel trauert dem Transfer nicht hinterher – doch kalt lässt der Abschied ihn auch nicht.

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 ist runderneuert in die Bundesliga-Saison 2022/23 gestartet. 26 Zugänge stehen 26 Abgänge gegenüber. Ein Transfer ließ die königsblaue Kasse kräftig klingeln – doch hätte dieser zu einem anderen Zeitpunkt womöglich noch mehr Geld eingebracht (S04-Transfer-News bei RUHR24).

VereinFC Schalke 04
Gründung4. Mai 1904
TrainerFrank Kramer
StadionVeltins-Arena

Trauer nach Schalke-Transfer? „Jammern ist verboten“ wegen Ex-S04-Star

Doch Trauern ist bei S04 deswegen nicht angesagt. „Jammern ist verboten“, sagt Sportvorstand Peter Knäbel der WAZ über den Abschied von Malick Thiaw. Der 21 Jahre alte Innenverteidiger war im jüngst abgelaufenen Transferfenster zum AC Mailand gewechselt.

Das brachte Königsblau fünf Millionen Euro ein. Durch Bonuszahlungen könnte die Ablösesumme noch steigen. „Wir haben sehr gut abgewogen, ob es der richtige Zeitpunkt und das richtige Gesamtpaket ist“, betont Knäbel.

Malick Thiaw verlässt FC Schalke 04: S04-Spieler abzugeben, „fällt immer schwer“

Thiaw hätte dem FC Schalke 04 in den kommenden Jahren womöglich weitaus mehr Geld einbringen können. Doch an den Spekulationen beteiligt sich Knäbel nicht: „Ob Thiaw irgendwann 25 Millionen Euro wert ist? Es ist wie mit Aktien. Man weiß nie, ob es der richtige Zeitpunkt ist, sie abzugeben.“

Kalt lässt der Abschied des Schalker Eigengewächses den S04-Boss aber nicht. „Natürlich würden wir uns wünschen, Spielern dieser Kategorie und mit dem Talent eine glänzende Perspektive aufzuzeigen. Die eigenen Spieler vor dem 25. Geburtstag zu verlieren, fällt immer schwer, weil man eine Beziehung zu ihnen aufbaut“, sagt Knäbel.

S04-Sportvorstand Peter Knäbel

Thiaw war 2015 ablösefrei von Borussia Mönchengladbach zum FC Schalke gewechselt. Knäbel: „Die Vereine kämpfen immer früher mit immer größeren Summen um die größten Talente.“

Rubriklistenbild: © Tim Rehbein/RHR-FOTO

Mehr zum Thema