Analyse von Schalke-Youngster

Großer Frust beim S04: Pechvogel Malick Thiaw überrascht mit Reaktion nach Eigentor

Malick Thiaw war beim FC Schalke 04 der Unglücksrabe bei der 0:3-Pleite gegen Bayer Leverkusen. Aber die Aussagen des 19-Jährigen nach dem Spiel überraschten.

Gelsenkirchen – Es war die Szene des Spiels des FC Schalke 04. Der S04 schiebt VAR-Frust nach einem Eigentor von Malick Thiaw (19) gegen Bayer Leverkusen. Doch der Spieler im Mittelpunkt der Aktion beeindruckt nach der Partie mit einer überraschenden Analyse.

NameMalick Thiaw
Geboren8. August 2001 (Alter 19 Jahre), Düsseldorf
Größe1,91 Meter
NationalitätFinnisch
Aktuelles TeamFC Schalke 04 (#33 / Abwehrspieler)

FC Schalke 04: Keine gute Leistung des S04 gegen Bayer Leverkusen

Der FC Schalke 04 verlor mit 0:3 gegen Bayer Leverkusen am Sonntagabend (6. Dezember). Es war das 26. Spiel des S04 in Folge ohne einen Sieg in der Bundesliga.

Die Königsblauen zeigten insgesamt keine gute Leistung gegen die Werkself. Kein Wunder, dass die S04-Einzelkritik nach der Pleite gegen Leverkusen nicht gut ausfiel und sogar einmal die Note 6 beinhaltete.

Malick Thiaw (S04): Verteidiger des FC Schalke 04 trifft per Eigentor zur Führung für Leverkusen

Vor allem für Malick Thiaw, der gegen Bayer als Rechtsverteidiger aushelfen musste, war es ein rabenschwarzer Sonntag. Denn durch ein Eigentor besiegelte er die 1:0-Führung der Gäste aus Leverkusen in der 10. Minute. Allerdings hatte es vor dem Tor ein Foulspiel von Aleksandar Dragovic (29) gegeben. Schiedsrichter Benjamin Cortus (38) gab den Treffer trotzdem, obwohl sogar der VAR die Szene prüfte.

„Ich finde, die Situation ist nicht strittig. Mir schreiben vier Verantwortliche von anderen Vereinen, dass es eine Frechheit ist, das Tor zu geben“, sagte S04-Sportvorstand Jochen Schneider (50) im Anschluss an die Partie bei Sky. Der 50-Jährige war auch eine knappe halbe Stunde nach dem Abpfiff der Begegnung immer noch stocksauer.

Schalke-Verteidiger Malick Thiaw liegt nach seinem Eigentor gegen Bayer Leverkusen am Boden.

Wiederum ganz anders fiel jedoch die Analyse vom Schützen des Eigentores aus. Malick Thiaw richtete seine Kritik nämlich weniger an den Schiedsrichter Benjamin Cortus, sondern vielmehr an seine eigene Person: „Ich denke, ich habe mich da ein bisschen dumm angestellt. Natürlich schiebt er mich ein bisschen. Kann man pfeifen, denke ich. Da muss ich mich cleverer anstellen und daraus lernen. Ist halt sch... jetzt, ich muss es besser machen.“

Malick Thiaw (S04): Analyse der eigenen Fehler statt Kritik am Schiedsrichter

Statt den Referee an den Pranger zu stellen, analysierte Malick Thiaw vom FC Schalke 04 seinen Fehler im Zweikampf ganz trocken. Auf dem Feld sah das bei Offensivmann Mark Uth (29) noch ganz anders aus, der wutentbrannt auf den Schiedsrichter losging und dafür die Gelbe Karte bekam.

Doch die überraschende Analyse von Malick Thiaw, der Mittelpunkt eines Tweets von Bayer Leverkusen war, der einen Shitstorm auf Twitter auslöste, war noch nicht beendet. „Ich stehe mit dem Gesicht Richtung Tor, das ist dann schwer zu verteidigen. Ich muss mich seitlich hinstellen, damit ich den Ball rausköpfen kann“, so der 19-Jährige.

Bei Sky-Experte Dennis Aogo (33) lösten diese Worte eine große Verwunderung aus – aber nicht im negativen Sinne. „Hut ab, sich da so hinzustellen. Diese Selbstkritik mit 19 Jahren zu haben – davor ziehe ich den Hut“, sagte der Ex-Profi des FC Schalke 04 am Sonntagabend. Tatsächlich war Malick Thiaw einer der wenigen Spieler des S04, die sich den Fragen der Journalisten stellten.

FC Schalke 04: Malick Thiaw droht beim S04 ein Platz auf der Bank

Obwohl beim FC Schalke 04 der Frust nach der (Fehl-)Entscheidung des Schiedsrichters groß ist, richtete Malick Thiaw den Blick bereits wieder nach vorne. Denn am Sonntag (13. Dezember) wartet mit dem FC Augsburg der Tabellenzehnte auf das Schlusslicht der Bundesliga.

„Wir müssen einfach Männer sein und Eier haben. Was wir zur Zeit machen, ist einfach sch...“, so Malick Thiaw am Sky-Mikro. Es bleibt abzuwarten, ob der 19-Jährige dann ebenfalls wieder in der Startformation stehen wird. Wie bereits bei der 1:4-Niederlage des S04 in Gladbach, hatte der Verteidiger enorme Probleme auf der Außenposition.

Der gelernte Innenverteidiger musste gegen die Borussia auf links sowie gegen Leverkusen auf rechts verteidigen. Beides nicht seine Parade-Positionen. Gerade in Sachen Schnelligkeit hatte der Youngster große Defizite, beispielsweise gegen Moussa Diaby am Sonntagabend. Aber auch im Offensivspiel auf der Außenbahn war die Spielweise von Malick Thiaw noch deutlich ausbaufähig.

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