Im Epizentrum des Coronavirus

Ex-Schalke-Spieler gewährt Einblick in den Horror von Bergamo: "Ich hoffe, dass alles schnell aufhört"

Lennart Czyborra, Ex-Schalke-Spieler, von Atalanta Bergamo spricht über das Coronavirus. 
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Lennart Czyborra, Ex-Schalke-Spieler, von Atalanta Bergamo spricht über das Coronavirus. 

Lennart Czyborra, ehemalig in der Schalke-Jugend, ist Spieler von Atalanta Bergamo und berichtet über den Schrecken, den das Coronavirus in Italien verbreitet. 

  • Lennart Czyborra steht beim Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo unter Vertrag. 
  • Mit Schrecken berichtet der ehemalige Spieler des FC Schalke 04 über die Lage in Italien
  • Besonders die Stadt Bergamo ist hart vom Coronavirus gebeutelt. 

Bergamo - Lennart Czyborra (20) wechselte erst im Januar für 5 Millionen Euro von Heracles Amelo zu Atalanta Bergamo. Doch anstatt seinen Traum von der italienischen Serie A zu verwirklichen, befindet sich der ehemalige Schalke-Spieler in Bergamo im europäischen Epizentrum des Coronavirus

Ex-Schalke-Spieler Lennart Czyborra in Bergamo - Epizentrum des Coronavirus in Europa 

"Immer wieder hört man die Sirenen der Krankenwagen in den Straßen", äußerte sich Lennart Czyborra gegenüber der Bild. Für den ehemaligen Spieler des FC Schalke 04 muss sich alles wie eine Achterbahn vorkommen. Erst der Wechsel zu einem Teilnehmer der Königsklasse im Januar, der Erfolg des Klubs Atalanta Bergamo gegen den FC Valencia in der Champions League im Februar und dann das Coronavirus (Live-Ticker zum Fußball) im März. 

Mittlerweile gehen italienische Experten davon aus, dass gerade das für Atalanta Bergamo legendäre Spiel gegen den FC Valencia (4:1) im mailändischen San Siro als sogenanntes "Spiel Null" angesehen wird. Das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinale gilt als Auslöser, warum besonders die Stadt Bergamo so hart vom Coronavirus (diese Maßnahmen trifft der FC Schalke 04) gebeutelt ist.

Lennart Czyborra (Atalanta Bergamo): Sorgen wegen des Coronavirus um seinen Opa 

"Das ist eine ganz komische Situation. Man muss aufpassen, dass man nicht depressiv wird. Also suche ich nach Beschäftigung", sagt Lennart Czyborra, der wegen des Coronavirus - wie übrigens auch Schalke-Verteidiger Ozan Kabak (20) - die Zeit hauptsächlich in den eigenen vier Wänden verbringt. Dabei hält er sich fit und lernt italienisch.

Natürlich, gibt der ehemalige Schalke-Spieler zu, würden sich die Verwandten zu Hause Sorgen machen. "Aber mir geht es ja nicht anders. Auch daheim in Deutschland ist die Situation nicht ungefährlich, etwa für meinen Opa", sagt der 20-Jährige gegenüber der Bild

Ex-Schalke Spieler Lennart Czyborra: Robin Gosens und andere Mitspieler von Atalanta Bergamo unterstützen sich

An Fußball ist aktuell nicht zu denken. So ist der Ex-Schalker Lennart Czyborra unfassbar dankbar, wie ihn Mitspieler wie Robin Gosens (25), der sich schon Ende Februar über das Coronavirus in Bergamo geäußert hat, oder andere Vereinsmitarbeiter ihn unterstützen.

"Ich drücke Italien und Deutschland und der ganzen Welt die Daumen, dass diese fürchterliche Zeit bald für uns alle vorbei ist", sagt der ehemalige Schalke-Spieler.