Schalke-Liebling Kutucu klärt auf: Warum der Stürmer zuletzt höchstens nur Ersatz war

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Ahmed Kutucu (m.) muss sich derzeit auf Schalke noch mit der Joker-Rolle zufrieden geben. Foto: Tim Rehbein/dpa

Ahmed Kutucu ist bislang maximal Ersatz auf Schalke. Trotz guter Leistungen nach Einwechselungen. Das hat Gründe. Hier die Infos.

Von vielen Seiten bekam S04-Liebling Ahmed Kutucu (19), für den übrigens andere Dinge als Autos und Klamotten für Luxus stehen, nach seinem Einsatz gegen den FC Bayern München Lob. Mal wieder. Trotzdem reicht es noch nicht für die Startelf. Warum eigentlich nicht, angesichts dessen, dass die restliche Offensive noch nicht überzeugt?

  • Als Ahmed Kutucu gegen Bayern München eingewechselt wurde, kam in die S04-Offensive mehr Schwung.
  • Der 19-Jährige durfte trotzdem in drei Pflichtspielen noch nicht von Beginn an auflaufen.
  • Kein Zufall, denn Trainer David Wagner (47) hat ihm erklärt, dass derzeit noch etwas fehlt.

Es ist noch gar nicht so lange her, da schwärmte Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider (48) von Ahmed Kutucu (19). Das Sturm-Talent der Königsblauen stünde im Prinzip für das, was die eigenen Anhänger am meisten schätzen: Einsatz!

Kutucu wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt

So entwickelte sich der 19-Jährige so etwas wie zur Gallionsfigur des abermaligen Neuanfangs bei den "Knappen". Zu Beginn der neuen Saison wurde der gebürtige Gelsenkirchener dann aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Drei Pflichtspiele, doch noch kein Startelf-Einsatz

Kutucu, der angeblich bereits von Manchester City beobachtet wird, stand zwar in bisher allen drei Pflichtspielen im Kader des S04. Einen Einsatz von Beginn an sprang dabei aber noch nicht heraus. Im Gegenteil. David Wagner (47) erklärte nun, dass Kutucu noch etwas Zeit brauche.

Selbst im DFB-Pokal durfte Kutucu nur 15 Minuten spielen

Am 1. Bundesliga-Spieltag beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach wurde der Stürmer gar nicht eingewechselt. Selbst beim DFB-Pokal-Auftakt eine Woche zuvor gegen den Regionalligisten SV Drochtersen/Assel reichte es nur für 15 Minuten.

Dabei erfüllte sich Kutucu in der vergangenen Pokal-Saison mit Schalke gleich mehrere Träume. Immerhin wurde der türkische U21-Nationalspieler am 2. Bundesliga-Spieltag gegen den FC Bayern München (0:3) schon für 39 Minuten eingewechselt.

Doch nach der Partie wirkte der Jungspund geknickt. RUHR24 fragte nach, ob mehr als "nur" die Niederlage dahinter stecken würde.

"Nein. Ich bin traurig, dass wir das Spiel verloren haben - und dann auch noch 0:3", entgegnete Kutucu, der zu Beginn des Jahres seinen Vertrag auf Schalke verlängerte, ehe er wenige Tage später den einzigen S04-Treffer bei der 1:3-Niederlage in München folgen ließ.

David Wagner hat Kutucu erklärt, was derzeit noch fehlt

"Ich gebe im Training immer Gas. Wenn der Trainer mich dann aufstellt, stellt er mich auf. Dann gebe ich mein Bestes. Egal, für wie viele Minuten."

Doch der Trainer, David Wagner (47), stellte ihn bislang nicht von Beginn an auf. Hat der 47-Jährige Kutucu erklärt, warum andere in der Offensive derzeit den Vorzug erhalten würden?

"Nein, das hat er nicht. Der Trainer muss aber auch an die gesamte Mannschaft denken und nicht immer an jeden Einzelnen."

Erklärend schob Kutucu, der in der Länderspielpause wie einige andere Spieler von Schalke mit seiner Nationalmannschaft im Einsatz ist, gegenüber RUHR24 hinterher, dass es aber zuvor schon eine Unterhaltung gegeben habe. "Der Trainer hat mir erklärt, was derzeit bei mir noch fehlt und daran arbeite ich derzeit. Ich hoffe, dass es dann besser wird."

Was das genau sei, wollte Ahmed Kutucu, der auf Schalke die Corona-Krise kreativ nutzt, mit einem Lächeln nicht verraten, wenngleich er auf Nachfrage zu Laufwegen und Taktik zustimmte. "Wenn ich es aber gut mache, wird es zeitnah klappen."

Derzeit klappt es wohl nicht zur vollsten Zufriedenheit von Wagner. So muss Kutucu,der aus Sicht von RUHR24-Redakteur Christian Keiter eine Chance in der Startelf verdient hat, sich noch gedulden, bis er erstmals von Beginn an auflaufen darf. Womöglich gelingt dem Publikumsliebling das bereits am kommenden Samstag (31. August), wenn Schalke erneut ein Heimspiel hat und auf Hertha BSC trifft. Eine weitere Chance erhält er beim Spiel gegen Leipzig, zu dem es hier einen Liveticker gibt.