Kritik an Schalke im Doppelpass

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Im Check24 Doppelpass war auch Schalke 04 Thema. Unter anderem Jens Lehmann äußerte sich zum S04 und ob Heidel einen Berater brauche.

Der FC Schalke 04 bleibt nach dem 1:1 in Augsburg im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga. Der ehemalige S04-Torwart Jens Lehmann übte scharfe Kritik. Damit reiht er sich in eine Reihe von Experten ein, die über die Schalke-Probleme sprechen

Sportkommentator und -journalist Marcel Reif sah den Fehler schon bereits in der Planung nach der erfolgreichen Vorsaison: "Im Erfolg musst du die Weichen stellen. Die Tabelle lügt im Fall von Schalke 04 nicht", so der 69-Jährige im Check24 Doppepass.

Öffentliche statt interne Problembehandlung

Auch Ex-Nationalspieler Christian Ziege bezog sich auf Vorsaison: "Naldo hat letztes Jahr viel Stabilität gegeben. Aber er spielt keine Rolle mehr. Ich versteh es nicht."

Man lobe Naldo ständig, setze ihn aber nicht mehr ein, so Ziege. Muss Schalke also auch die Problembehandlung in der Öffentlichkeit überdenken?

"Das Schlimme ist, dass das öffentlich gemacht wurde. Damit haben sie sich ein Problem geschaffen", so Ziege weiter. Auch Marcel Reif sagte: "Der Aufsichtsrat muss sich Gedanken machen. Ob das laut oder im Internen sein muss, ist eine andere Frage."

Lehmann: Ein Einzelner kann das nicht

Damit spielte er natürlich auch auf die Situation zwischen Christian Heidel und Clemens Tönnies an, die sich mit Unstimmigkeiten und erneuter Versöhnung in der Öffentlichkeit zeigten.

Zum Thema eines potenziellen Beraters für Heidel äußerte sich auch Jens Lehmann: "Die Strukturen sind anders als noch vor ein paar Jahren. Ich glaube, dass heutzutage ein Einzelner keine Entscheidungen treffen kann. Je breiter man aufgestellt ist, desto erfolgreicher kann man sein."

Auch die Doppelpass Zuschauer-Umfrage ging um das gleiche Thema. Dabei sagten 57%, dass Heidel keinen Berater an seiner Seite brauche.

Kaum gute Transfers

Jedoch wurde Heidels Transferpolitik stark kritisiert: "Ich weiß nicht, warum man Rudy geholt hat. Der passt nicht zu Schalke", so Christian Ziege. Auch die Verpflichtung von Uth habe laut Ziege Guido Burgstaller, der zuvor etatmäßiger Stürmer Nummer eins war, aus dem Konzept gebracht.

Jens Lehmann sagte dazu: "Wenn du Champions League spielst, musst du Leute holen: Wenn einer von Union Berlin zu Schalke geht, denkt er sich: Das ist jetzt erstmal gut. Die brauchen dann länger", und spielte dabei auf die Verpflichtung von Steven Skrzybski an.

Einigkeit: Der Sturm ist zu schwach

Alle waren sich einig: Im Sturm fehle es an Durchschlagskraft. Zudem warf man Schalke vor sich hinter der Ausrede von massiven Verletzungsproblemen im Sturm zu verstecken.

Alfred Draxler sagte dazu: "Uth und Embolo, wenn sie gespielt haben, haben nur zwei Tore erzielt. Dass da vorne jemand fehlt, sehe ich nicht", so der Journalist im Doppelpass.

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Am Ende gab es dann von Jens Lehmann doch ein bisschen Lob für den S04 und vor allem Heidel: "Christian Heidel hat die letzten Jahre einen tollen Job gemacht. Er musste viele Spieler abgeben und hatte trotzdem nicht allzu viel Geld zu Verfügung", sagte der ehemalige Schalker.