Konoplyanka: So geht es mit dem Schalke-Flop weiter

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Yevhen Konoplyanka (m.) beim Champions-League-Spiel des S04 bei Galatasaray Istanbul. Foto: Bulent Kilic / AFP

Verkauft Schalke Yevhen Konoplyanka noch? Derzeit sieht es nicht danach aus. Deswegen gibt es schon einen Plan B. Hier die Infos.

Yevhen Konoplyanka (29) war eines von mehreren sportlichen Missverständnissen in den vergangenen Jahren auf Schalke. Der Flügelspieler ließ sich außerhalb des Platzes zwar nie etwas zu Schulden kommen lassen. Trotzdem sollte und wollte er eigentlich wechseln.

  • Schalke und Yevhen Konoplyanka wollten eigentlich getrennte Wege gehen.
  • Ein Wechsel zu Besiktas Istanbul scheiterte, obwohl sich schon alle einig waren.
  • Wenn bis Montag kein passendes Angebot mehr ins königsblaue Haus flattert, denkt der S04 daran, den teuren Flügelspieler wieder einzugliedern.

Bereits vor einigen Wochen kam heraus, dass Yevhen Konoplyanka (29) und Besiktas Istanbul aneinander interessiert sind. Der Abschluss des Transfers schien nur noch eine Frage von Tagen zu sein.

Vorstand von Besiktas Istanbul wegen Konoplyanka plötzlich uneins

Doch Mitte August wendete sich plötzlich das Blatt. Die Probleme dafür lagen aber nicht auf Schalke.

Im Vorstand von Besiktas brach anscheinend plötzlich Uneinigkeit wegen Konoplyanka aus. Die Dinge überschlugen sich und kurzfristig verpflichtete der Tabellendritte der vergangenen SüperLig-Saison Georges-Kévin Nkoudou Mbida (24) von Tottenham Hotspur.

Der Transfermarkt schließt am Montag

Das Problem aus Sicht des Schalke-Spielers: Nkoudou bekleidet dieselbe Position. Ein Wechsel in die türkische Hauptstadt zerschlug sich also mehr oder weniger über Nacht.

Nun wird es für Konoplyanka, der schon nicht mit ins Trainingslager des S04 gereist war, und die "Knappen" eng. Der Transfermarkt schließt am Montag. Bis dahin müsste eine kurzfristige Lösung gefunden werden.

Noch dazu, weil den Königsblauen laut übereinstimmender Medienberichte zuletzt nur 3,5 Millionen Euro Ablösesumme für den ukrainischen Nationalspieler geboten wurden. Schalke hatte einst 12,5 Millionen Euro für den Flügelspieler ausgegeben.

Konoplyanka zählt auf Schalke zu den Spitzenverdienern. Auch deswegen wären die "Knappen" trotzdem bereit gewesen, den 29-Jährigen mit einem großen Verlustgeschäft abzugeben.

Konoplyanka-Verkauf würde Schalke viel Geld bescheren

Der S04 benötigt dringend weiteres Geld, um beispielsweise noch einen Linksverteidiger und einen Stürmer zu verpflichten. Ein Kandidat könnte Rachid Ghezzal (27) von Leicester City sein. Anscheinend wird aber schon an einem Plan B gefeilt.

Denn laut der WAZ glaubt man auf Schalke nicht mehr daran, dass ein Abnehmer für Konoplyanka, der mittlerweile erfolgreich bei Schachtar Donezk spielt, gefunden wird. Heißt: Der 29-Jährige würde wieder eingegliedert werden. Gleiches gilt wohl auch für Nabil Bentaleb (24), dessen Verbleib Jochen Schneider (48) ebenfalls andeutete.

Nur 22 Tor-Beteiligungen in 78 Spielen

Aus disziplinarischer Sicht dürfte es keine Probleme geben. Der ukrainische Nationalspieler hat sich bei den Königsblauen nie etwas zu Schulden kommen lassen. Außer vielleicht in einem Punkt.

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In bislang 78 Pflichtspielen für den S04 erzielte Konoplyanka nur 13 Tore und legte neun weitere Treffer auf. Gemessen an der Ablöse und dem Gehalt eine magere Ausbeute für einen offensiven Nationalspieler. Einen den man halten möchte, ist Daniel Caligiuri (31), der jedoch mit Abschiedsgedanken spielt.