Bild: Guido Kirchner/dpa

Die Besetzung der Torhüter-Positionen bleibt auf Schalke ein spannendes Thema. Ralf Fährmann (30) hat aber angeblich eine Entscheidung für sich getroffen.

  • Ralf Fährmann will um seinen Platz im Tor kämpfen.
  • Der Torhüter will sich dem Konkurrenz-Kampf mit Alexander Nübel stellen.
  • Vielleicht wird einer der beiden trotzdem zum Bundesliga-Start nicht mehr beim S04 sein.

Ralf Fährmann (30) verschwendet laut Funke Sport keinen Gedanken mehr daran, von Schalke, das angeblich mit Torwart Markus Schubert (21) schon einen konkreten Plan hat, zu flüchten. Inzwischen soll Schubert sogar Arsenal abgesagt haben. Stattdessen will der Torwart neu angreifen und um den Platz zwischen den Pfosten kämpfen.

Ralf Fährmann profitiert wohl von David Wagner

Durch den Abstand zur Saison, in der er seinen Platz an Alexander Nübel (22) verlor, sei neue Zuversicht im 30-Jährigen aufgekommen. Ob ein mögliches Gespräch mit dem neuen Trainer David Wagner (47) mit ausschlaggebend war?

Bei dem 47-Jährigen spielt laut Funke Sport Klub-Identifikation eine große Rolle bei der Vergabe der Startplätze. Ginge es ausschließlich darum, dann hätte Fährmann, der das Interesse von Norwich City geweckt haben soll, einen Platz zu 100 Prozent sicher.

Fährmann mit kurzer Unterbrechung seit 2003 auf Schalke

2003 wechselte der gebürtige Chemnitzer in die U17 vom S04 und blieb dort bis 2009, ehe er zu Eintracht Frankfurt wechselte, um Spielpraxis bei den Profis sammeln zu können. Auf Schalke führte damals kein Weg an Manuel Neuer (33), der Parallelen zu Nübel sieht, vorbei.

Als Neuer 2011 zum FC Bayern München wechselte, kehrte Fährmann, der unerwartet auf Schalke trainiert hat, zurück zu den Königsblauen, wo er seitdem ununterbrochen unter Vertrag steht. Sein derzeitiger Kontrakt ist bis zum 30. Juni 2022 gültig.

Allein bei den Profis der „Knappen“ absolvierte der Torwart bislang 234 Pflichtspiele. 178 davon in der Bundesliga.

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Alexander Nübel bekam zur Rückrunde den Vorzug

Die Saison 2018/2019 verlief für Fährmann, der sich bewusst für Norwich City entschieden hat, ähnlich wie für Schalke: schlecht. Wegen einer Leistenzerrung fiel der 30-Jährige im Herbst bereits mehrere Spiele verletzt aus.

Zu Beginn der Rückrunde Mitte Januar verlor der Torwart dann seinen Platz an Nübel, der im Februar wegen einer Roten Karte aber wieder Platz machen musste. Der damalige Trainer Domenico Tedesco (33) gab zu, dass ihm die Entscheidung in der Winterpause extrem schwergefallen sei.

Um Fährmann Dankbarkeit und Respekt für seine Leistungen in der Saison zuvor zu zeigen, setzte Tedesco den Schlussmann in den Champions-League-Spielen ein. Doch der Schuss ging nach hinten los.

Schalke-Torwart Ralf Fährmann beim Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Manchester City. Foto: Ina Fassbender/dpa

Erst wurde über ein Fehler aus dem Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester City (2:3) diskutiert. Später folgte noch das historische 0:7-Debakel im Rückspiel.

Nun schaltet Fährmann mit seiner Frau auf den Bahamas ab. Wenn der S04 zum Trainingsauftakt am 1. Juli bittet, ist der Torwart aber wieder mitten im Trubel.

Fährmann-Zukunft hängt womöglich mit der von Nübel zusammen

Denn nach wie vor ist unklar, wie es auf der Position der Torhüter weitergehen wird. Nübel, der Schalke bereits für das Vorgehen in Sachen Vertragsgespräche kritisierte, will sich erst nach der anstehenden U21-Europameisterschaft Gedanken zur Zukunft machen.

Die startet am 16. Juni und sofern Deutschland als Titelverteidiger bis zum Schluss des Turniers dabei ist, endet es für Nübel und Co., die ohne den aus dem Kader gestrichenen Schalke-Stürmer Cedric Teuchert (22) antreten, erst am 30. Juni. Danach folgt erst einmal noch Sonderurlaub.