Liebeserklärung von Thilo Kehrer nach Besuch beim U19-Derby zwischen BVB und S04: Das sagt der Ex-Schalke-Profi

Thilo Kehrer im Schalke-Dress beim Training. Foto: Tim Rehbein/dpa
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Thilo Kehrer im Schalke-Dress beim Training. Foto: Tim Rehbein/dpa

Thilo Kehrer besucht das U19-Revierderby zwischen dem BVB und Schalke. Anschließend folgte eine Liebeserklärung - auch wegen Norbert Elgert. Hier die Infos.

Die U19 von Borussia Dortmund steht im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Im Halbfinal-Rückspiel besiegte der BVB am Montag (20. Mai) den S04 mit 2:0 (1:0). Im "Stadion Rote Erde" saßen viele bekannte Gesichter des Fußballs. So unter anderem auch Ex-Schalke-Profi Thilo Kehrer (22), der in seinen zwei freien Tagen extra aus Paris angereist kam. Nach der Partie redete er lange mit seinem ehemaligen Trainer Norbert Elgert (62).

"Ich habe jetzt zwei Tage frei gehabt", sagte Kehrer nach dem U19-Revierderby gegenüber Funke Sport. "Für mich ist das ein Stück Heimat. Den Verein, das habe ich nicht nur so gesagt, habe ich schon ins Herz geschlossen", so der Abwehrspieler von Paris Saint-Germain (PSG).

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Kehrer flog an seinen zwei freien Tagen aus Paris ins Ruhrgebiet, um Elgert und Schalke sehen zu können

Der ehemalige Schalke-Profi war einer von insgesamt 6.700 Zuschauern, die am Montag (20. Mai) das Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche Meisterschaft der U19-Junioren im "Stadion Rote Erde" in Dortmund verfolgten. Nachdem sich der S04 und der BVB im Hinspiel 2:2 unentschieden getrennt hatten, gewannen die Dortmunder das Rückspiel mit 2:0.

Nach der Partie unterhielt sich Kehrer, der vom S04-Ehrenrat zu Tönnies befragt werden soll, laut Funke Sport lange mit seinem ehemaligen Trainer. "Ich habe Norbert Elgert sehr viel zu verdanken", erklärte der 22-Jährige anschließend. Damit ist er nicht alleine. Auch Ahmed Kutucu (19) geht es so. Könnte er zu Manchester City wechseln?

Saison von Paris Saint-Germain noch nicht beendet

"Wenn ich die Möglichkeit habe, dann schaue ich mir die Spiele an. Ob von den Junioren. Oder von den Profis. Ich verfolge so viel, wie ich kann", zitiert Funke Sport den deutschen Nationalspieler weiter.

Erst zwei Tage zuvor stand Kehrer, der Schalke noch immer in seinem Herzen trägt, noch 90 Minuten lang für PSG auf dem Platz. Am 37. Spieltag gewann der französische Meister mit 4:0 (3:0) gegen den Tabellenvorletzten FCO Dijon, der sich mit einem Sieg am letzten Spieltag (25. Mai, 21.05 Uhr) noch in die Relegation retten kann.

Der französische Hauptstadtklub steht hingegen schon seit Wochen frühzeitig als Meister fest. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Lille OSC satte 16 Punkte.

Kehrer zählt beim Starensemble um die Superstars Neymar (27) und Kylian Mbappé (20) zu den Stammspielern. In dieser Saison absolvierte der Abwehrspieler 39 Pflichtspiele (ein Tor, zwei Vorlagen), davon 26 in der Ligue 1, sieben in der Champions League und insgesamt sechs in den beiden nationalen Pokal-Wettbewerben.

Kehrer trifft am Freitag auf Baba

Der ehemalige Schalke-Profi stand in 29 der 39 Pflichtspiele in der Startelf und spielte 22 Mal über die volle Distanz. Eine weitere Partie könnte am kommenden Freitag (25. Mai) noch hinzukommen, wenn PSG beim Aufsteiger Stade Reims antritt, bei dem unter anderem der Ex-Schalker Abdul Rahman Baba (24) unter Vertrag steht.

Kehrer war im vergangenen Sommer für 37 Millionen Euro von Schalke nach Paris gewechselt. Dafür bekamen Christian Heidel und Domenico Tedesco bei der heftigen Kritik von Klub-Legenden keinen auf den Deckel. Der deutsche Nationalspieler war ein Wunschtransfer von PSG-Trainer Thomas Tuchel (Apropos Transfers: Der Schalke-Plan mit Bernard Tekpetey ist ganz nebenbei auch ziemlich spannend, wenngleich der SC Freiburg leer ausgeht).

Aktuelle S04-Themen:

Die Verbundenheit zum Ex-Klub hat der gebürtige Tübinger trotzdem nicht vergessen. Das zeigte sein Besuch beim U19-Revierderby (mal wieder).

Für Kehrer, der zu seiner Anfangszeit in der Stadt der Liebe eine irre Quote hatte, dürfte die Saison übrigens nach dem kommenden Wochenende noch nicht beendet sein. Am 8. (in Weißrussland) und am 11. Juni (gegen Estland) stehen für die deutsche Nationalelf noch zwei Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2020 an, für die Bundestrainer Joachim Löw (59) den ehemaligen Schützling von Elgert sicherlich nominieren wird.