Bild: Federico Gambarini/dpa

Kaan Ayhan zählt zu den Leistungsträgern bei Fortuna Düsseldorf. Der Aufsteiger wird den 24-Jährigen trotz laufenden Vertrags im Sommer wohl kaum halten können. Wechselt der Abwehrspieler womöglich zurück zu seinem Heimatverein Schalke? Eine kuriose Ausstiegsklausel könnte dabei helfen.

Update, Sonntah (16. Juni), 11:00 Uhr: Friedhelm Funkel, Trainer von Fortuna Düsseldorf, geht von einem Verbleib von Kaan Ayhan aus. Weiterhin plane er mit dem 24-Jährigen, wie er der Bild sagte.

Update, Samstag (01. Juni), 8.40 Uhr: Die Ausstiegsklausel, die einen Wechsel von Kaan Ayhan zu Schalke ermöglicht hätte, soll nun verstrichen sein. Die Frist lief anscheinend bis 31. Mai 2019, 24 Uhr.

Ayhan könnte trotzdem wechseln

Lutz Pfannenstiel, Sportvorstand der Fortuna, erklärte, dass ihn keine Anfrage des Spielers erreicht habe. „Bei mir ist nichts angekommen, und wenn das bei jemand anderem angekommen wäre, wüsste ich das“, sagte er dem Express.

Stand jetzt ist Ayhan also noch Spieler von Fortuna Düsseldorf. Unmöglich macht das Verstreichen der Ausstiegsklausel einen Wechsel jedoch nicht. Bei einer Verpflichtung müsste Schalke, das angeblich kurz vor einer Einigung mit Pape Abdou Cissé steht, aber deutlich mehr Geld auf den Tisch legen.

Noch ist Kaan Ayhan also Spieler von Fortuna Düsseldorf. Foto: Marius Becker/dpa

Update, Freitag (9. Mai), 16.40 Uhr: Die Gedanken beim S04 werden wohl konkreter, was eine Rückholaktion von Kaan Ayhan betrifft. Das hängt auch mit der Personalie Jeffrey Bruma zusammen.

Ayhan könnte Bruma auf Schalke ersetzen

Der Abwehrspieler ist bis Saisonende bekanntlich vom VfL Wolfsburg ausgeliehen. Schalke hat eine Kaufoption. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten wird diese aber nicht gezogen.

Im gleichen Atemzug nennen die Ruhr Nachrichten Ayhan als „heißen Kandidaten“ für eine Alternative. Kein Wunder, spielte der 24-Jährige doch jahrelang für die Königsblauen und wohnt noch immer unweit der Veltins-Arena, obwohl er schon seit 2016 für die Fortuna aus Düsseldorf spielt.

Gebürtiger Gelsenkirchener, der noch immer in der Nähe der Veltins-Arena wohnt

Zwar läuft der Vertrag des gebürtigen Gelsenkircheners in der Landeshauptstadt noch bis 2021. Eine Ausstiegsklausel in Höhe von 4,5 Millionen Euro macht den türkischen Nationalspieler aber zum vergleichsweise günstigen Schnäppchen auf einem ansonsten überhitzten Transfermarkt.

Noch dazu ist Ayhan, der wohl die Ausstiegsklausel bei Fortuna Düsseldorf zieht, jemand, der sich nach wie vor mit Schalke sehr identifiziert. Was man von Nabil Bentaleb und Hamza Mendyl nicht zwingend behaupten kann, die eventuell auch für die „Knappen“ nie wieder spielen.

Erstmeldung, 3. Mai: Anfang des Jahres wechselte Kaan Ayhan laut kicker seinen Berater. Beobachter in Düsseldorf werten das als Zeichen, dass der türkische Nationalspieler im Sommer einen Wechsel anstrebt.

Kaan Ayhan hat bei Fortuna Düsseldorf eine Ausstiegsklausel

Dabei helfen wird die Ausstiegsklausel, die es dem gebürtigen Gelsenkirchener ermöglicht, aus dem bis 2021 laufenden Vertrag zu einer festgeschriebenen Ablösesumme auszusteigen. Doch offiziell ist derzeit noch unklar, wie hoch diese ist und welche weiteren Bedingungen daran angeknüpft sind.

Die Bild schreibt, dass die Summe bei 2,5 Millionen Euro liegt, während der kicker von 4,5 Millionen Euro berichtet. Die Sport Bild hingegen bringt eine komplett andere Variante im Zusammenhang mit Ayhan ins Spiel.

Interessierte Klubs müssen wohl mindestens 4 Millionen Euro zahlen

Demnach liegt die Ablösesumme zwar grundsätzlich bei 4 Millionen Euro. Doch angeblich darf der Spieler über die exakte Höhe selbst bestimmen. Sobald die Ablösesumme höher als 4 Millionen Euro liegt, wird der 24-Jährige angeblich zu 50 Prozent beteiligt.

Ob Ayhan das aber wirklich macht, erscheint fraglich. Bereits vor der Saison 2017/2018 ließ der Ex-Schalker eine Ausstiegsklausel in Höhe von nur 1,5 Millionen Euro verstreichen, obwohl die Fortuna zum damaligen Zeitpunkt sogar noch in der 2. Liga spielte.

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Nun steht zwar ein Wechsel bevor. Da die Schlange der Interessenten aber eher länger als kürzer wird, könnte der Defensivspieler zum Wohle des Vereins auf eine höhere Ablösesumme verzichten, damit der Klub nicht zu viel an den Spieler abgeben muss und stattdessen eine höhere Einnahme bei den Verhandlungen durch Handgeld und oder Gehalt erzielen.

Laut kicker könnte Schalke zu einem der Kandidaten werden. Auf den ersten Blick wäre eine erneute Zusammenarbeit nicht abwegig, wohnt Ayhan doch noch immer unweit der Veltins-Arena und spielte von 2009 bis 2016 für die Königsblauen. S04 soll nun auch an einem weiteren Düsseldorfer Interesse haben.

Zwar absolvierte er dort bei den Profis 39 Pflichtspiele. Einen Durchbruch gelang dem 24-Jährigen aber nicht.

Sofern die „Knappen“ die Kaufoption beim vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Abwehrspieler Jeffrey Bruma nicht ziehen, könnte Ayhan zu einer ernsten Option werden. Zuletzt wurde neben englischen und türkischen Vereinen auch Werder Bremen Interesse nachgesagt. Die Kreiszeitung berichtet aber, dass er dort kein Kandidat sei.

Ausstiegsklausel verfällt nach dem 31. Mai

Grundsätzlich sieht der Spieler seine Zukunft aber wohl in Deutschland oder England. Interessierte Klubs müssen sich frühzeitig für die neue Saison entscheiden. Denn die Ausstiegsklausel verfällt nach dem 31. Mai.

Aktuelle S04-Themen:

Eine tiefe Verbundenheit zum S04 ist bei Ayhan nach wie vor gegeben. Daraus machte er nie einen Hehl, wie zum Beispiel auch nach der Pokal-Niederlage mit Düsseldorf auf Schalke deutlich herauszuhören war.