S04-Talent

Julian Draxler spricht über Frust nach Schalke-Abschied: "Wenn du Pech hast..."

Julian Draxler spricht über seinen Wechsel von Schalke nach Wolfsburg.

Ex-Schalke-Spieler Julian Draxler blickt gerne auf seine Zeit beim S04 zurück. Nach dem Wechsel bekam er jedoch den Frust der Fans zu spüren.

Julian Draxler wechselte 2015 von Schalke 04 zum VfL Wolfsburg. Der mittlerweile PSG-Profi löste damit ein gewaltiges Echo auf Schalke und auch im persönlichen Umfeld aus. Denn vielen königsblauen Anhängern missfiel seine Entscheidung.

Der Start von Julian Draxler auf Schalke verlief glänzend. Mit gerade einmal 19 Jahren debütierte in der ersten Mannschaft vom S04. Mit seiner forschen Spielweise begeisterte er die blau-weißen Anhänger und stieg binnen kürzester Zeit zu einem wichtigen Spieler auf.

Glänzender Start für Julian Draxler auf Schalke

Dies lag nicht zuletzt daran, dass ihm die erfahrenen Profis unter die Arme griffen. Gerade von der spanischen Legende Raul ließ sich der damalige Youngster einiges beibringen.

„Die Erfahrungen, die ich damals gesammelt und die Liebe, die mir die Leute entgegengebracht haben, werde ich in meinem Leben nie vergessen“, erinnert sich Julian Draxler im Interview mit Spox und DAZN gerne zurück.

Wechsel von Ex-Schalke zu Wolfsburg sorgt für Wirbel

Abseits der Fröhlichkeit lehnte der 26-Jährige aber auch das Gegenteil kennen. Ausgelöst durch seinen Wechsel zum VfL Wolfsburg, schlug Julian Draxler großer Frust von Seiten der S04-Anhänger entgegen. „Du wirst angepöbelt und bekommst dumme Sprüche ab. Wenn du Pech hast, gerätst du an den Falschen, der was getrunken hat und dir auch noch an den Kragen will“, berichtet der Offensivspieler.

Dies wirkte sich beim ehemaligen Schalke-Spieler gar bis ins persönliche Umfeld aus. Wie Julian Draxler berichtet, seien viele Familienmitglieder Schalke-Fans. Seine Entscheidung zum Wolfsburg-Transfer habe man deswegen auch hier kritisch hinterfragt.

Julian Draxler schlägt Kritik von Familie entgegen

„Da müssen sich dein Vater und dein Bruder plötzlich für dich rechtfertigen. Da wird gefragt: Was hast du eigentlich für einen Sohn? Warum ist der nach Wolfsburg gegangen? Was soll das? Wie konnte der so werden? Der war doch früher nicht so“, erzählt der Ex-Schalke-Star.

Im Falle eines Wechsels zu einem Top-Klub wäre alles anders verlaufen. Dies hätte ihm keiner übelgenommen. Da ist sich Julian Draxler sicher. Zugleich sieht er auch Besserung im eigenen Handeln – und zwar bei der Kommunikation seines Schalke-Abschieds. „Ich hätte meine Sicht darstellen und meine Entscheidung besser erklären müssen“, sagt er.