Bild: Tim Rehbein/dpa

Der FC Schalke 04 will nach der verkorksten Saison mittelfristig zurück in die Top 6 der Bundesliga. Auf dem Weg dorthin kann Eintracht Frankfurt als Vorbild dienen, erklärt Sportvorstand Jochen Schneider (48).

  • Schneider will den S04 für die Zukunft richtig aufstellen.
  • Zielt ist die Rückkehr in das internationale Geschäft.
  • Die einstige Fahrstuhlmannschaft Eintracht Frankfurt ist ein Beispiel für eine positive Entwicklung.

„Die Basis für Erfolg sind gute Entscheidungen. Wenn wir das im Team hinbekommen, dann wird es uns gelingen, wieder in die Top 6 der Bundesliga vorzustoßen“, so Schneider im Interview im Sonderheft von Sport1 (9. Juli).

Schneider: Müssen die Lehren aus der vergangenen Saison ziehen

Dabei helfen soll unter anderem Ahmed Kutucu (19), der zur Galionsfigur des Neuanfangs wird. Auch Alexander Nübel (22), dessen Verbleib über den Sommer hinaus David Wagner (47) zuletzt deutlich machte, ist ein wichtiges Puzzleteil der königsblauen Zukunftsplanung.

Das 0:7 gegen Manchester City soll nicht der letzte internationale Auftritt des S04 gewesen sein. Foto: Ina Fassbender/dpa

Klar ist aber auch: „Nur mit Reden werden wir das allerdings nicht schaffen. Wir müssen aus der vergangenen Saison lernen und arbeiten, viel arbeiten“, so Schneider, der mit Humor auf die Jugendakademien von PSG in NRW reagiert, weiter.

Unter Schneider sind die Zeiten der „One-Man-Show“ vorbei

Hört man den Ausführungen des Sportvorstandes zu, tauchen drei Wörter immer wieder auf: „Arbeiten“, „Team“ und „Wir“.

Dass er nicht zum S04 gekommen ist um große Reden zu halten, machte Schneider gleich zu Beginn seiner Amtszeit klar. Das neue Vertragsangebot an Nübel ist ein Beweis dessen.

Eintracht Frankfurt als Vorbild für den S04

Entsprechend gab der Sportvorstand das Ressort „Kommunikation“ an Alexander Jobst (45), der das Besondere am S04 zum Leben erwecken will, ab. Zusammen mit der neuen sportlichen Führungsriege will er sich ausschließlich um die sportlichen Belange des Vereins kümmern.

Fredi Bobic ist bei Eintracht Frankfurt Vorstand Sport. Foto: Thomas Frey/dpa

Dabei kann, so Schneider, Eintracht Frankfurt als Vorbild dienen. „Die Frankfurter waren zwischenzeitlich sogar eine Fahrstuhlmannschaft. Seit Fredi Bobic dort im Amt ist, haben sie sich stabilisiert und einen positiven Weg eingeschlagen.“

Neben dem hessischen Vorbild und einem neuen Markenauftritt ist auch gesundes Selbstvertrauen die Devise auf dem Weg zurück zu alter Stärke. „Der Wettbewerb ist insgesamt schwieriger geworden, keine Frage. Wir sollten uns aber bei der Größe unseres Vereins nicht kleiner machen als wir sind.“