Nach neuesten Meldungen über den S04

Nach Kündigung von Nachwuchsfahrern auf Schalke: Jochen Schneider holt aus und wird deutlich

Sportvorstand Jochen Schneider wehrt sich nach den Vorwürfen nach der Entlassung von Mitarbeitern beim FC Schalke 04.
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Sportvorstand Jochen Schneider wehrt sich nach den Vorwürfen nach der Entlassung von Mitarbeitern beim FC Schalke 04.

Etlichen Fahrern der Knappenschmiede hat der FC Schalke 04 gekündigt. Die daraus resultierende Kritik wies S04-Sportvorstand Jochen Schneider deutlich zurück.

  • Es wird nicht still um den FC Schalke 04.
  • Der S04 wurde zuletzt stark kritisiert für die Entlassung einiger altgedienter Mitarbeiter aus der Knappenschmiede.
  • Vor dem Schalke-Spiel gegen Bayer Leverkusen stellte sich Jochen Schneider bestimmt der Kritik entgegen.

Gelsenkirchen - Vor dem Spiel von Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen (zum Live-Ticker) gab es heftige Kritik, da der S04 einigen Mitarbeitern gekündigt hatte, die auf diesen Arbeitsplatz angewiesen waren. Nun gibt es eine erste Stellungnahme des Vereins.

Verein

FC Schalke 04

Arena

VELTINS-Arena

Trainer

David Wagner

Ort

Gelsenkirchen

Schalke 04 entlässt Mitarbeiter der Knappenschmiede: Jochen Schneider spricht von "Unwahrheiten"

Der Aufschrei war groß, als die WAZ (Bezahlartikel) von der Entlassung der altgedienten Mitarbeiter des FC Schalke 04 (alle S04-Artikel auf RUHR24.de) berichtete. Denn es waren nicht irgendwelche Angestellten, sondern die meisten Rentner oder Menschen mit Behinderung, die auf 450 Euro-Basis für den Verein arbeiteten und Spieler der "Knappenschmiede" zu Spielen fuhren.

Von vielen Seiten hieß es, dass Schalke sich lächerlich macht und seine Werte verkaufe. Zuletzt machte sich sogar Gladbach-Coach Marco Rose über den S04 lustig

Zudem hatte es einen faden Beigeschmack, dass die Arbeit nun an einen externen Dienstleister gegeben wurde. Zwar erklärte der Verein auf Nachfrage der Zeitung, dass man individuelle Lösungen für die Entlassenen finden wolle und bemüht sei. Dennoch sprach Jochen Schneider (49) nun von "Unwahrheiten".

Schalke 04 entlässt Mitarbeiter: Laut Jochen Schneider auch wirtschaftliche Gründe

Vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen kritisierte der Schalke-Sportvorstand gegenüber Sky, im Artikel gäbe es zudem "gefährliches Halbwissen. Es gibt bei dieser Geschichte zwei Komponenten." Der erste Aspekt sei laut Jochen Schneider der wirtschaftliche. 

Jochen Schneider und der FC Schalke 04 können aktuell wenig Ruhe in den Verein bringen.

Die Aufgaben an einen externen Dienstleister zu geben, mache laut des 49-Jährigen Sinn. "Auch wegen Corona. Spieler müssen nun einzeln gefahren werden." 

Häufig wurde kritisiert, dass Schalke (das Spiel gegen Wolfsburg im Live-Ticker) dadurch den Bezug zur Region verliere und so auch seine "Malocher"-Attitüde ablehnen würde. Am meisten wurde jedoch kritisiert, dass es gerade in Zeiten der Krise unverantwortlich sei, Leute auf die Straße zu setzen, die besonders von ihrer Stelle abhängig sind. Stefan Backs, Berater von Alexander Nübel, findet etwa, Schalke handele in dieser Sache auf "Kreisliga-Niveau".

Schalke 04 entlässt Mitarbeiter: Jochen Schneider verteidigt Entscheidung weiter

Für Jochen Schneider sei aber auch der zweite Aspekt, das Soziale, falsch vermittelt worden. Man habe mit jedem gesprochen und es wird "gemeinsam über Lösungen gesprochen. Jeder von den 24 Leuten, dessen Existenz an diesem Job bei Schalke 04 hängt, für den wird eine Lösung gefunden."

Damit wollte sich der Offizielle vor dem Spiel Schalke gegen Wolfsburg (live im TV und Live-Stream) gegen angeblich falsche Berichte wehren. "Wir sollten schon bei der Wahrheit bleiben", erklärte er bestimmt im Interview.

Dennoch werfen diese Aussagen Fragen auf. Die WAZ hatte davon berichtet, dass der Verein sich um eine Lösung für die Entlassenen bemühe. Um die Krise auf und neben dem Platz nicht in die kommende Schalke-Saison zu tragen, hat Gerald Asamoah nun eine Idee.