Bild: Marcel Kusch/dpa

Von Sebastian Rudy hatte man sich auf Schalke vor der abgelaufenen Saison viel erwartet. Für ungefähr 16 Millionen Euro wechselte der deutsche Mittelfeldspieler zu den Königsblauen. Überzeugen konnte er jedoch nicht. Jochen Schneider machte nun deutlich, dass er an den S04-Profi glaube.

  • Für Sebastian Rudy war es eine Saison zum Vergessen
  • Nun arbeitet er fleißig an einem Neustart bei Schalke
  • Sportvorstand Jochen Schneider ist von einem Erstarken von Rudy überzeugt

Schalke möchte nach der Katastrophen-Saison einen sportlichen Umbruch durchführen. Die Karten werden für alle Spieler neu gemischt – auch für die, die bislang nicht überzeugen konnten.

Rudy sinnbildlich für Schalke-Saison

Nach der Vizemeisterschaft in der Vorsaison hatte man auf Schalke gehofft, an alte Glanzzeiten anknüpfen zu können. Der Königstransfer von Rudy hatte es dabei in sich.

Unter Domenico Tedesco kam der Mittelfeldspieler aber selten zum Einsatz. Wenn er dann auf dem Platz stand, hatte er oft Probleme, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Seine Leistungen schienen sinnbildlich für die Katastrophen-Saison der Schalker zu sein. Entsprechend fielen auch die Ergebnisse der Spielerumfrage in der Bundesliga aus.

Rudy arbeitet im Urlaub fleißig an seinem Neustart

Doch Rudy, der auf Schalke nicht er selbst war, möchte sich nicht hängen lassen und arbeitet trotz Urlaub an seiner Fitness, wie der 28-Jährige in kurzen Videos auf Instagram zeigt. In den Clips zeigt sich Rudy fleißig im Training mit seinem persönlichen Fitnesstrainer.

So möchte er sich für die kommende Saison anbieten. Denn nun muss er sich beweisen, wurden doch bereits letzte Saison Stimmen aus dem Aufsichtsrat laut, man sei gegen den Transfer gewesen.

Der sportliche Umbruch auf Schalke hat bereits begonnen. Mit Neu-Trainer David Wagner möchten die Königsblauen frischen Wind in die Mannschaft bringen. Einige Personalien sind noch ungeklärt. Einige Spieler sollen den Verein noch verlassen. Rudy möchte jedoch an alte Leistungen anknüpfen.

Denn bei seinen bisherigen Stationen bei der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München konnte der Mann für die Zentrale mit seinen Leistungen überzeugen. Funktioniert der 28-Jährige in einem System, ist er unumstritten eine Bereicherung für das Spiel.

Jochen Schneider: „In den vergangenen Wochen deutlich positiver“

Der neue Sportvorstand auf Schalke, Jochen Schneider, ist indes überzeugt von einem wiedererstarktem Rudy. Wie er gegenüber dem Kicker äußerte, habe er „Sebastian Rudy bereits in den vergangenen Wochen wieder deutlich positiver wahrgenommen.“

Für Schalke und damit auch den Mittelfeldspieler solle die kommende Saison „wie ein Neustart“ sein. Der Sportvorstand sagte weiter, er sei auch davon überzeugt, dass der 28-Jährige dann auch seine Qualitäten abrufen könne.

In der kostenlosen Buzz04-App gibt es alle Infos über den FC Schalke 04 auf dein Smartphone.
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In der kommenden Saison möchte Rudy im Mittelfeld, wo er sich hauptsächlich sieht, noch einmal angreifen. Wie seine Chancen unter dem neuen Trainer stehen, ist noch unklar.

Huub Stevens war sich jedoch sicher, einen Grund für den Leistungsabfall des Sommer-Neuzugangs zu kennen. Für den Interimstrainer sei der ehemalige Bayernspieler zu Beginn der Saison falsch eingesetzt worden.

Spieler übte oft selbst Kritik

Doch nicht nut sportlich wird Rudy auf Schalke etwas gut machen müssen. Denn oftmals warf er, trotz einsichtiger Selbstkritik, in der vergangenen Saison auch selbst mit Kritik um sich.

Auch die S04-Fans, die bekanntlich eine besondere Bindungen und intensive Beziehung zu ihrem Verein pflegen, mussten sich kritische Worte des Profis anhören.

Viel auf dem Spiel für Verein und Spieler

Wenn ab dem 1. Juli auf Schalke dann wieder der Ball rollt, geht es für Rudy und den S04 um einiges. Der Verein möchte sich aus der sportlichen Talfahrt retten und die Katastrophen-Saison vergessen machen. Im Urlaub bereiten sich schon einige Profis auf die neue Saison vor.

Der S04-Profi möchte nichts weniger als seinen guten sportlichen Ruf wiederherstellen. Denn seine mangelnde Leistung kostete ihn auch einen langfristigen Platz in der deutschen Nationalmannschaft.

Ob dies Rudy gelingt, bleibt abzuwarten. Vergangene Saison wurde er jedoch bereits als Missverständnis bezeichnet. Kritik, die nicht leicht abzuschütteln ist.

Eine neue Chance wird sich dem 28-Jährigen durch den Schalke-Neustart eröffnen. Es liegt aber nun in der Hand des S04-Profis, diese zu nutzen.