Ex-Schalke Sportvorstand Heidel über Tönnies-Kritik: "An den Tatsachen komplett vorbei"

Der S04-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (l.) kritisierte Christian Heidel stark. Der wehrte sich nun. Foto: Marius Becker/dpa
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Der S04-Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies (l.) kritisierte Christian Heidel stark. Der wehrte sich nun. Foto: Marius Becker/dpa

Christian Heidel musste einiges an Kritik einstecken. Nun äußert er sich in der Sportschau im Speziellen zu Clemens Tönnies. Hier mehr lesen.

Der ehemalige S04-Sportvorstand Christian Heidel (56) äußert sich im Rahmen der Sportschau über die Kritik an seiner Person durch Clemens Tönnies (63) - und weist sie entschieden zurück.

"Domenico ist ein Stück weit auch alleine gelassen worden von Christian Heidel", sagte Tönnies damals nach der Entlassung des Sportvorstands. Der schwieg jedoch. Bis jetzt.

Heidel kontert Tönnies

In der Sportschau äußert sich Heidel, der einen Schlaganfall erlitten hat, nun zum ersten Mal zu den Anschuldigungen des ehemaligen Weggefährten. Der ehemalige S04-Sportvorstand ist am Samstag (27. Juli) als Gast beim Sportschau-Thema „Spielerberater – zu Recht in Verruf?“ (18.55 Uhr/ARD).

Dabei weist der 56-Jährige die Kritik von Tönnies, dem Neffe Robert (41) Größenwahn vorwirft, entschieden zurück, denn sie "sei an den Tatsachen komplett vorbei." Eine gewisse Doppelmoral sieht er dabei auch noch.

Alle Zweiter, nur einer Vierzehnter?

Denn immer wieder wurde nach seinem Rücktritt seine komplette Amtszeit bei Schalke kritisiert. Heidel jedoch sagt, als man in der Saison 2017/2018 Zweiter wurde, seien alle verantwortlich gewesen. Ein halbes Jahr später trug "nur einer dran" an der S04-Misere Schuld. Und zwar Heidel.

Tönnies, nebst dessen Kritik sich auch einige Schalke-Legenden kritisch über den ehemaligen S04-Sportvorstand äußerten, sah nach dem Abgang einen weiteren Kritikpunkt.

Kaderplanung "passte einfach nicht"

Der Aufsichtsratsvorsitzende monierte zudem noch die Kaderzusammenstellung von Heidel, dessen Transfers plötzlich einschlagen. So war er der Meinung, die Planung "passte einfach nicht." Um dies in der kommenden Saison zu verhindern, kündigte er noch weitere Transfers an.

Ein möglicher Schalke-Zugang könnte dabei Lucas Vazquez (28) von Real Madrid sein. Einen Abgang auf der Torhüter-Position wird es in diesem Sommer wohl nicht mehr geben. Doch die Situation um Alexander Nübel (22) ist verzwickt. Auch in der Causa Nübel soll der ehemalige Sportvorstand seine Fehler gemacht haben.