Nächster Schalke-Ärger: Geldstrafe für Amine Harit

Amine Harit vom FC Schalke 04. Foto: dpa
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Amine Harit vom FC Schalke 04. Foto: dpa

Nabil Bentaleb machte schon Ärger. Jetzt zog Amine Harit nach. Schalke brummte ihm eine Geldstrafe auf. Jetzt mehr erfahren.

Als wenn der historisch große Rückstand auf den BVB nicht schon Herausforderung genug ist. Vor dem Derby muss sich Schalke-Trainer Huub Stevens um Nebenkriegsschauplätze kümmern. Erst um Nabil Bentaleb und nun auch noch um Amine Harit, über dessen Werte Schalke mal noch jubeln sollte.

"Ich kann und darf nicht alles sagen", sagte Schalke-Trainer Huub Stevens am Donnerstag (25. April) auf der Pressekonferenz vor dem Derby beim BVB. Die dubiosen Aussagen lassen erahnen, dass rund um die Mannschaft einiges im Argen liegt.

Harit lenkt ebenfalls von der Vorbereitung aufs Derby ab

Zwar sagte Stevens kurz danach ebenso, dass er das vielleicht in Zukunft entweder intern oder öffentlich ansprechen würde. Doch in dem Moment hoffte er wahrscheinlich, dass das nächste Problem wegen Amine Harit, der für ein Super-Steak bei Nusret Gökce zu Besuch war, nicht nach außen dringt.

Erst kurz zuvor hatte Schalkes Jahrhunderttrainer noch erklärt, dass Nabil Bentaleb die S04-Anhänger mit seinen Darstellungen rund um die erste Degradierung zur U23 geblendet hätte und er sich nun bei der zweiten rechtfertigen müsse. Dieses Mal soll Bentaleb laut übereinstimmenden Medienberichten einen Deutsch-Kurs vor dem Training geschwänzt haben.

Unterschiedliches Strafmaß bei Bentaleb und Harit

Laut Bild tat Harit, der auf Schalke einen traurigen Rekord beim Marktwert erlebte, dasselbe. Der Unterschied: Der marokkanische Nationalspieler kommt mit einer Geldstrafe davon und wird nicht zur zweiten Mannschaft strafversetzt. Mittlerweile scheint Harit seine Einstellung zum Positiven verändert zu haben.

Dass Bentaleb härter bestraft wird, hat zum einen damit zu tun, dass der algerische Nationalspieler sowohl auf als auch neben dem Platz ein Sturkopf zu bleiben scheint. Nach RUHR24-Informationen missachtet der algerische Nationalspieler immer wieder Anweisungen auf dem Feld, wenn ihm etwas nicht passt.

Harit hingegen, der wegen unterschiedlicher Vergehen in 2018 außerhalb des Platzes ebenfalls wiederholt negativ aufgefallen ist, entwickelte sich dieses Jahr positiv. Die Nicht-Nominierung für das Trainingslager Anfang Januar traf den Offensivspieler schwer, wenngleich er zu dem Zeitpunkt noch angeschlagen war.

Trotzdem hätte der 21-Jährige die Reha-Maßnahmen gerne im sonnigen Benidorm im Kreise der Mannschaft und nicht alleine im verregneten Gelsenkirchen absolviert. Die Maßnahme scheint gefruchtet zu haben.

Aktuelle S04-Themen:

Bis jetzt. Neben der Geldstrafe dürfte Harit, der mit CFC Genua in Verbindung gebracht wird, das Schwänzen des Deutsch-Kurses aber zusätzlich einen möglichen Startelf-Einsatz für das Derby beim BVB gekostet haben. Außerdem wird er in der kommenden Saison nicht mehr auf dem Mannschaftsbus abgebildet sein. Jochen Schneider kündigte bei disziplinarischen Vergehen weitere Konsequenzen an.